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Die Multioptionsgesellschaft.
 
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Die Multioptionsgesellschaft. [Broschiert]

Peter Gross
4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)

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Taschenbuch --  
Broschiert, 30. Juni 2005 --  

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Produktinformation

  • Broschiert: 435 Seiten
  • Verlag: Suhrkamp; Auflage: 10., Aufl. (30. Juni 2005)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3518119176
  • ISBN-13: 978-3518119174
  • Größe und/oder Gewicht: 18 x 10,8 x 2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 144.560 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Peter Gross
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Peter Gross analysiert die Verheißungen und Widersprüche des Fortschrittsgedankens in einer offenen Gesellschaft, die keine ernstzunehmenden Feinde mehr hat. Er beschreibt die individuellen und gesellschaftlichen Folgen des unendlichen Begehrens nach Mehr. Er fragt, ob die abendländische Fortschrittslektion angesichts schwindender Ressourcen und knapper werdender Verteilungsspielräume relativiert werden muß. Er stellt zur Diskussion, ob die Anerkennung von Unterschieden, ob Differenzakzeptanz die Gegenformel sein könnte zur transpolitischen Programmatik einer endlosen Ausfaltung immer neuer Möglichkeiten und Teilhabehoffnungen.

Über den Autor

Peter Gross (Dr. rer. pol. habil.) ist Autor und Publizist. Er hatte Professuren für Soziologie an der Universität Bamberg und an der Universität St. Gallen (HSG) inne. Er ist tätig in Weiterbildung und Beratung sowie Mitglied von PEN-International.

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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Tartschthomas VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Broschiert
Im Zeichen der prosperierenden frühen 1990er Jahre legte Peter Gross mit seinem Buch eine treffende Analyse vor.
Für ihn besitzt die westliche Moderne einen "faustischen" Charakter, der sich selbst immer weiter antreibt und alle möglichen Grenzen sprengt. Damit eröffnen sich für alle Gesellschaftsmitglieder immer neue Optionen, die in der Modernität die "Entzauberung der Welt" (Max Weber) mit sich bringt. Die Gesellschaft wird "multioptional", womit jedes Gesellschaftsmitglied versucht, die besten Optionen für sich zusammenzustellen. Gross fasst diese Prozesse in ein Dreipunkteprogramm zusammen: Permanente Steigerung der Handlungsmöglichkeiten, Teilhabe an den Gesamtmöglichkeiten und Garantie zumindest minimaler Möglichkeiten an offerierten Handlungsmöglichkeiten.
Insbesondere die Religion verliert dabei ihre prägende normative Kraft, die dem Menschen ein berechnebares Leben im Diesseits mit der Hoffnung auf einen transzendenten "Himmel" eröffnet. An dessen Stelle tritt in Analgie zu Durckheim die "Anomie". Eine regellose Existenz der Multioptionalität.
Hierbei stellt Gross vier Gründe für die beschriebenen Prozesse dar: Aufklärung, Entzauberung der Natur, Vermarktung aller Lebensbereiche und Demokratisierung aller Lebensverhältnisse. Da die Steigerung der Möglichkeiten immer neue Möglichkeiten eröffnet, schlägt Gross die "Differenzakzeptanz" als Lösung vor. Der Mensch soll das Leben so akzeptieren, wie es im Hier und Jetzt ist, da alle Optionen auf die Zukunft verweisen. Es soll eine "Entschleunigung" der Prozesse stattfinden und das, was gegeben ist, möglichst an alle Menschen weitergegeben werden, was in der Finalität eine "zweite Aufklärung" bedeutet.
Das Buch von Peter Gross ist auch heute noch aktuell. Und die beschriebene Steigerung der Multioptionalität wird treffend analysiert. Warum nur vier Sterne?
Da Gross am Ende Idealist bleibt. Denn wer soll diesen Beschleunigungsprozessen Einhalt gebieten? Gerade im Zeichen des Ende der "Wachstumsgesellschaft", die im Sinen Luhmanns zu einer "Exclusionsverkettung" führt, da immer mehr Menschen von der Multioptionalität aufgrund fehlender Arbeitsplätze und hoher Arbeitslosigkeit von sich bietenden Optionen ausgeschlossen werden. Zudem gewinnt die Religion seit dem 11.09.2001 in der islamischen Welt und den globalen muslimischen Diasporagemeinden immer weiter an einer normativen Prägekraft als solidaritätststifendendes Element der Inklusion. Damit wird auch die "Multioptionsgesellschaft" ihr Ende finden, da keine Chancengleichheit existiert.
Trotzdem empfehlenswert.
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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Broschiert
Losgelöst vom Althergebrachten gibt es für den Menschen in der Moderne auf der einen Seite immer weniger Gewissheiten, auf der anderen Seite jedoch entsteht eine Optionenvielfalt. Der Mensch braucht also nichts weiter zu tun, als sich zu entscheiden. Die Frage ist nun aber, wofür er sich entscheiden soll, das Resultat: Optionenparalyse.
Dem Menschen werden immer neue Handlungsmöglichkeiten aufgetan (alles wird möglich) und diese Optionensteigerung setzt ihn einem Realisierungsdruck aus, einem Dauerkonflikt zwischen Wirklichem und Möglichem.

Ein sehr eindrückliches Buch, welches die Moderne und den in ihr lebende Mensch aus einem interessanten Blickwinkel betrachtet. Leider ist es aber auch nicht ganz einfach geschrieben. Wer jedoch das Glück hat, wie ich, einer von Professor Gross Vorlesungen beizuwohnen, wird erkennen, dass die Multioptionsgesellschaft im Grunde die heute von uns gelebte Wirklichkeit ist!

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13 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Broschiert
Seit Erich Fromm hat's nicht mehr so viel Spass gemacht.

Sachlich stringent, klar gegliedert mit genug Witz und Realitätsbezug um einen konzentriert bei der Sache zu halten.

Sie kennen das sicher: Gedanken die man selbst nie zu Ende denkt weil irgendwie dann doch die Zeit fehlt (oder schlimmer: der Grips). Fertiggedachte Gedanken die dann doch nie zu einem Ganzen verbunden werden weil es doch Mühsal bedeutet.

Aber hier bekommt man es: Konzentriert, in leicht verdaulichen Portionen. Nichts ist mehr von den Qualen der Zubereitung zu spüren- nichts mehr zu sehen. Reiner Kulturgenuss. Mahlzeit!

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