Eins vorweg, der renommierte Autor, dessen vorhergehende Sachbücher zur Thematik ebenfalls akribisch recherchiert und fundiert waren, hat einen guten Schreibstil und so liest man auch dieses Buch mit Freude. Allerdings kann der Inhalt des Buches, dem hochinteressanten Buchtitel nicht das Wasser reichen. Es wird ermittelt und dargelegt, das die Entdecker von Tutanchamun Teile ihrer Funde unterschlugen und die Berichterstattung über die Entdeckung nur so strotzt vor Ungereimtheiten. Das es zumindest Hinweise auf Funde bzw. Papyrusrollen mit brisantem Inhalten gibt, ist nach der Lektüre dieses und anderer Bücher unbestritten. Und da kommen wir zum Knackpunkt des Buches, Kennern der Materie ist vieles davon nicht neu.
Das in der "klassischen" Archäologie der vielfach dogmatischen Gelehrten, insbesondere in der Ägyptologie, Lug und Trug an der Tagesordnung ist und Funde unterschlagen bzw. als Fälschungen abgelehnt werden, sobald sie nicht ins liebgewonnene Bild unserer Ahnen passen, ist eine Tatsache. Es ist dem Autor zugute zu halten, das er sich über den Inhalt der Papyrusrollen, nicht in wilden Spekulationen ergeht, sondern allenfalls Gerüchten und Hinweisen über deren Inhalt nachspürt. So bleibt den ein fader Beigeschmack, wenn aus den titelgebenden "Brisanten Enthüllungen aus dem Tal der Könige" in Bezug auf die Moses-Schriftrollen, nur Vermutungen und bestenfalls Hinweise auf deren Inhalte bleiben.