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Die Moselreise: Roman eines Kindes
 
 
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Die Moselreise: Roman eines Kindes [Gebundene Ausgabe]

Hanns-Josef Ortheil
4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 224 Seiten
  • Verlag: Luchterhand Literaturverlag (27. September 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 363087343X
  • ISBN-13: 978-3630873435
  • Größe und/oder Gewicht: 20,2 x 13 x 2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 109.997 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

„Ein zauberhaftes Kleinod, das wie aus der Zeit gefallen wirkt“. (Der Spiegel )

Kurzbeschreibung

Auf den Spuren der »Erfindung des Lebens«

Im Zentrum dieses ungewöhnlichen Buchs steht das Tagebuch einer Moselreise, das Hanns-Josef Ortheil als Elfjähriger verfasst hat und das erkennen lässt, wie wichtig für den kleinen Jungen schon das Reisen, die Sprache und das Schreiben waren. Ergänzt wird dieses beeindruckende Dokument, das eine wichtige Weiterführung von Ortheils großem autobiographischen Roman »Die Erfindung des Lebens« (2009) darstellt, durch die Beschreibung derselben Reise, die der Autor Jahrzehnte später unternommen hat. Den Abschluss des Buchs macht eine Erzählung darüber, warum Ortheil in seinem Leben bestimmte Landschaften und Gegenden immer wieder aufsucht.

In seinem im Herbst 2009 erschienenen autobiographischen Roman »Die Erfindung des Lebens« hat Hanns-Josef Ortheil die Geschichte eines in seinen ersten Kinderjahren stummen Kindes erzählt, das sich mit Hilfe der Musik, der Sprache und des Schreibens aus der frühkindlichen Isolation befreit.

Mit der »Moselreise«, der Mitschrift einer Wanderung, die er als Elfjähriger zusammen mit dem Vater gemacht hat, legt der Autor nun ein autobiographisches Dokument vor, das auf eindrucksvolle Weise erkennen lässt, wie der junge Ortheil durch seine danach früh erwachte Obsession für die Sprache und das Schreiben aus dem Stummsein in die Welt fand. Gespiegelt wird diese Mitschrift durch die Beschreibung derselben Reise Jahrzehnte später, und zum »Roman eines Kindes« wird sie durch eine dritte Erzählung, in der Ortheil versucht, zu den geheimen Hintergründen seiner manischen Faszination durch bestimmte Städte und Landschaften vorzudringen.

So führt die Erzähltrias der »Moselreise« den grandiosen Künstlerroman »Die Erfindung des Lebens« fort und gibt faszinierende Einblicke in die Geheimnisse jener frühsten, familiären Bindungen, die einen Menschen lebenslang prägen.


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24 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Winfried Stanzick HALL OF FAME REZENSENT TOP 10 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Vor etwa einem Jahr schrieb ich in einer Rezension zu Hanns- Josef Ortheils Roman "Die Erfindung des Lebens":

"Ortheil hat es in seinem wohl persönlichsten Buch auf eine meisterhafte Weise verstanden, das Gestern und das Heute zu verbinden und zu einer einmaligen Leseerfahrung zu machen.

Schon lange hat kein Buch mehr so mitfühlend vom Leben und der Liebe geschrieben. Ortheils Roman ist ohne jeden Kitsch und ohne jedes Pathos ein Buch, dessen wahre Geschichte noch das härteste Leserherz erweichen wird. Ein Buch über die heilende Kraft der Musik und die lebensrettende Wirkung des Schreibens und der Literatur. Denn niemand wird dieses Buch nach atemlosem und gebannt - mitfühlendem Lesen aus der Hand legen, ohne so etwas wie wirklichen Trost und Ermutigung für sein eigenes Leben gespürt zu haben, wie immer es auch aussehen mag.

Ein großes Buch, ein wahrhaft meisterhafter Roman."

Vielen Menschen ist es bei der Lektüre dieses wunderbaren Buches ähnlich gegangen, und viele werden, so wie ich, nach seinem neuen Buch sofort gegriffen haben. "Die Moselreise" von Hanns-Josef Ortheil als Elfjähriger nach der ersten Reise, die er allein mit seinem Vater unternahm, aufgeschrieben und hier zum ersten Mal, mit begleitenden Essays des Autors ergänzt, veröffentlicht, füllt eine Lücke über entscheidende Tage im Leben von Ortheil, die in "Die Erfindung des Lebens" nur ganz nebenbei erwähnt worden sind.

Es war diese Reise, der dann viele weitere folgen sollten, die der kluge und umsichtige Vater organisiert hatte, um seinem Sohn aus seiner inneren Gefangenschaft herauszuhelfen. Das Buch ist nicht nur ein schöner Reisebericht, in dem sich das schriftstellerische Talent des späteren Autors schon andeutet, sondern auch ein einzigartiges bewegendes und eindrückliches Dokument einer wunderbaren Vater-Sohn-Beziehung.

Allen Freunden von Ortheil sei dieses Buch sehr empfohlen. Und wer seinen oben beschriebenen und wertgeschätzten Roman noch nicht kennt - man sollte es nachholen.
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9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Ein kleiner Schatz 7. November 2010
Von Villette TOP 500 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Der Untertitel dieses wunderbaren Reiseberichts ist "Roman eines Kindes". Das merkt man natürlich auf gewisse Weise, wenn man das Buch liest. Hier beschreibt ein Kind die Welt. Auf der anderen Seite schlummert in jeder geschriebenen Zeile ein sehr großes Schreibtalent. Kein Kind kann so schreiben, denkt man sich. Das ist ein Grund, warum "Die Moselreise" ein kleiner Schatz ist. Sie zeigt einem, wie ein großer Autor der Gegenwart angefangen hat. Überhaupt ist "Die Moselreise" ein Stein auf dem Weg von Ortheils Berufung. Das Buch beschreibt, wie er als 11-Jähriger die Welt zu betrachten und dann zu beschreiben gelernt hat. Es ist ein Reisebericht von mehreren, die er als Kind verfasst hat. Sie alle haben dazu beigetragen, ihn zu dem zu machen, was er heute ist.
Gleichzeitig ist die Geschichte natürlich für sich interessant zu lesen. In den 60er Jahren war Reisen noch ganz anders und das Reisen von Vater und Sohn Ortheil unterscheided sich noch einmal vom dem anderer Leute. Zu Fuß geht es von Koblenz bis kurz vor Trier. Viel Zeit nimmt man sich, die Mosel, ihre Umgebung und Menschen zu studieren, zu verstehen und zum Teil seiner selbst zu machen. Der Vater kommt mit allen leicht ins Gespräch, fängt er doch immer mit interessierten Fragen und einem Lob über das, was er sieht, an. Der schüchterne Sohn beobachtet das und lernt, es selbst in kleinen Schritten umzusetzen. Langsam verliert er die Angst vor fremden Umgebungen und Menschen. Daran ist nicht nur Vaters Art Schuld, alles zu erklären und so zu verinnerlichen, sondern auch das Notieren der eigenen Erfahrungen durch den jungen Ortheil. Dadurch wird es zu etwas Eigenem.
Die Vater-Sohn-Beziehung wird auf dieser Reise sehr eng. Man merkt, dass hier zwei Gleichgesinnte unterwegs sind. Das wird besonders auffällig, als die Mutter in Trier dazu stößt und sich nicht selten lustig macht über die Art der beiden, eine neue Umgebung zu erkunden. Wie eng die Beziehung geworden ist, merkt man aber besonders in Ortheils Reflektion über die Reise in der Gegenwart. Der Tod des Vaters hat ihn tief getroffen. Um die verlorene Nähe wiederzufinden, macht Ortheil sich auf, dieselbe Reise noch einmal zu erleben. Dadurch kommt er wieder mit dem Vater ins Gespräch, wenn er ihm auch heute nicht wie ein Kind zuhört, sondern mit dem vom Vater Gelernten antworten kann.
Ich hoffe sehr, dass Ortheil auch seine anderen Reiseberichte veröffentlichen wird.
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Manfred Orlick HALL OF FAME REZENSENT TOP 100 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Im Sommer 1963 unternimmt Hanns-Josef Ortheil als elfjähriger Bub zusammen mit seinem Vater eine fast zweiwöchige Wanderung entlang der Mosel. Der Halbwüchsige hat seinen kindlichen Alltag schon seit Jahren täglich notiert und aufgeschrieben, so befinden sich in seinem Gepäck einige Notizkladden, ein Haufen Blei- und Buntstifte, eine Schere, Papierkleber und ein Fotoapparat.

Schon während der Zugfahrt nach Koblenz begann der Junge mit den ersten Notizen. Er wollte auffangen und festhalten, was um ihn herum passierte, weniger ging es um seine Empfindungen. Er war stolz, wenn er so viel wie möglich von den Erlebnissen, Gesprächen und Orten festhielt. Während des Schreibens zog er die Welt gewissermaßen immer enger an sich heran und lernte dabei, sich in dieser fremden Umgebung immer freier und erfahrener zu bewegen.

Darüber hinaus wurde die Reise zu einer intensiven Annäherung zwischen Vater und Sohn. Aber auch die Mutter wurde in diese Vertrautheit miteinbezogen, denn der Junge schrieb ihr tagtäglich mehrere Postkarten mit kurzen Berichten.

Diese Mitschrift der gemeinsamen Mosel-Wanderung legt nun Hanns-Josef Ortheil als ein autobiografisches Dokument vor, ergänzt durch Essays und Erzählungen des fast 60jährigen Autors. Dabei wird das kindliche Reisetagebuch aus dem Sommer 1963 mit den Eindrücken derselben Reise gespiegelt, die Ortheil in den späten 80er Jahren wiederholte.

Wie in seinen Kindertagen hatte er auch Jahrzehnte später zahlreiche Notizen angefertigt. Dabei stellte Ortheil fest, dass es gar nicht so viele Veränderungen gab, sondern dass die Ähnlichkeiten zwischen den beiden Reisen sogar überwogen. Die Wiederholung der "Moselreise" war wie ein zweites Zwiegespräch mit dem längst verstorbenen Vater.

Die vorliegende Veröffentlichung vereint neben den Skizzen und den Erfahrungen der beiden Moselreisen auch die abschließende Betrachtung "Das Weiterleben der Moselreise", in der Ortheil von seiner Art des Reisens berichtet. Reisen gehören zu den Ur-Erfahrungen seines Lebens. Er besitzt zwar mehrere "Heimatstädte", steter Mittelpunkt ist jedoch immer wieder seine Geburts- und Kindheitsstadt Köln.

Die zweifache "Moselreise" ist nicht nur eine autobiografische Reise des Autors, es ist auch ein Aufbruch zu den Wurzeln seiner schriftstellerischen Anfänge. Daneben sind die 224 Seiten die Geschichte einer verständnisvollen Vater-Sohn-Beziehung. Bereits dieser interessante Aspekt lohnt die Lektüre.

Manfred Orlick
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