Ab und an, nicht immer, aber doch hin und wieder braucht frau eben jene Literatur, von der man schon zu Beginn weiß, dass man sich zu einem guten und freudigen und wohl auch wunderschönen, wenn nicht gar traumhaften Ende hinarbeitet.
Obgleich man also weiß, wie dieser Roman sein Ende finden wird und wie sich zwei Menschen endlich trotz der großen Verwirrungen und Irrtümer finden, zieht man es aus dem Bücherregal, wirft sich auf den gemütlichsten Sessel, denn das eigene Heim bereit hält, schlägt die Beine unter und steckt den Kopf in das Buch. Man schmöckert nicht, man liest nicht, man saugt vielmehr jedes Wort auf, jeden Gedanken, jedes Fünkchen Liebe, das man als Leser schon längst erkennt, wenn es für die Haupt- bzw. Romanfiguren noch nicht erkenntbar ist. Und so sitzt frau also stundenlang auf dem Sessel, vergisst die Suppe auf dem Herd, geht nicht mehr ans Telefon, und reist durch die Welt.
Bei diesem Buch hat man die Gelegenheit mit Quin, Heini, Pilly, Leonie, ... & eben auch Ruth mitzureisen. Man hat die Möglichkeit, noch einmal wie ein Schulmädchen kichern zu dürfen, wenn sich die Liebenden endlich finden.
Dieser Roman mag also mitunter sogar vorhersehbar sein, manchmal sogar schon an Kitsch grenzen, aber mit einer Tasse heißer Schokolade (je nach Wunsch mit oder ohne Schlag) verspricht er dennoch unterhaltsame Lesestunden, die bei Empfänglichen sogar noch für das altbekannte Kribbeln im Bauch sorgen.