"Eine Jahrtausendflut hat es an Land gespült, in einer einzigen sturmdurchpeitschten Nacht. Und als das Meer sich zurückzog, blieb es als Gefangener im Moor zurück - ein Wesen aus den lichtlosen Tiefen des Ozeans, älter als die Menschheit selbst: die Moorhexe." Dieses Buch ist wirklich sehr unheimlich. Ein junges Ehepaar wollte aus dem Stadtleben aussteigen und kaufte sich ein runtergekommenes Bauerngrundstück in einer verlassenen Gegend irgendwo in Ostfriesland. Alles ist eigentlich perfekt. Ringsum Wald, ein See gleich in der Nähe, der zum Hof gehört. Doch dann fängt ES an. Erst wird die Heldin des Buches nur von Alpträumen heimgesucht. Doch nach und nach ergreift ES Besitz von ihrem Bewußtsein und treibt sie so langsam in den Wahnsinn. Sie kämpft dagegegn an, doch sie hat nie wirklich eine Chance. Dieser ganze Prozeß wird in dem Buch ausführlich dargestellt und man hat das Gefühl das die Handlung sich bereits über Wochen hinzieht, aber es sind nur ein paar Tage. Der Autor beschreibt die Eindrücke, die dem Leser vermittelt werden sollen, sehr bildhaft und man kann sich die ganze Szenerie gut vorstellen (man glaubt den Morast am See zu riechen), was natürlich auch ein gewisses Gruseln hervorruft. Manchmal ist jedoch die Darstellung der Gefühlswelt der Hauptdarstellerin zu ausschweifend, wodurch stellenweise das Lesen etwas langatmig wird. Doch man ist ständig im Bann der Ereignisse, die sich langsam bis zum Ende immer weiter hochschaukeln. Man stellt immer wieder Vermutungen an, was es mit dem Hof und dem Haus an sich hat. Aber irgendwie erlangt man nie Gewißheit. Was so ruhig und schauerlich anfing endet zum Schluß in blankem Horror und Entsetzen. Eine intelligente Story, die wenig Langeweile bietet mit einem überraschendem Schluß. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)