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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Die Suche nach einem Lebensrhythmus,
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Rezension bezieht sich auf: Die Mondknoten im Lebenslauf: Fenster zum Kosmos - Tore der Selbsterkenntnis - Schlüssel zur Biographie (Gebundene Ausgabe)
Mondknoten ' mundanMit seinem Buch 'Die Mondknoten im Lebenslauf' bereichert Roder die astrologische Literatur zum Thema Mondknoten. Es gibt bereits gelungene Darstellungen, die den eher statischen Teil der Deutung bearbeiten, also die Stellung des Mondknotens nach Zeichen und Häusern interpretieren. Hier sehen wir dagegen eine sehr stark auf den Lebenslauf des Menschen bezogene Abhandlung, die erkennbar das anthroposophische Menschenbild berücksichtigt. Die Rhythmik des alle knapp 19 Jahren auf seinen Radixort wiederkehrenden Mondknotens beleuchtet der Autor in verschiedenen Lebensläufen z.B. Goethes und anderer Persönlickeiten, die unsere Kultur geprägt haben. Lebenswendungen, Stockungen und auch Impulse, die das eigene Lebensthema aufblitzen lassen, scheinen diesem Rhythmus inne zu wohnen. Dabei lässt sich nicht sagen, ob ein Mensch diese häufig von aussen kommenden Momente als Möglichkeit der Lebensneugestaltung begreift und aufgreift oder den von dem unerkannten Lebensziel abwendet. Das faszinierende Buch gewinnt noch an Überzeugungskraft, wenn wir solches in öffentlichen Lebensläufen wieder erkennen. Prominente wie der Fussballtorwart Olver Kahn oder der Ferrari-Rennfahrer Michael Schumacher sind nur zwei Beispiele, wie nach dem zweiten Mondknotenumlauf die beispiellose Karriere in Frage gestellt wird, die unangefochtene Nr. 1 wieder in eine Reihe mit anderen gestellt wird, um erneut zu überlegen, ob das angestrebte Ziel noch immer das richtige ist. Das Thema Mondknoten verbindet die Astrologie des Einzelnen mit der Mundanastrologie. Ein Mensch lebt unter Menschen. Weil das so ist, können wir biografische Gesetzmässigkeiten im Lebenslauf des Einzelnen nicht herausgelöst aus seiner Umgebung betrachten. Wir sehen manchmal, wie eine bestimmte Aufgabe von einem Menschen in optimaler Weise aufgegriffen wird. Aber auch das Gegenteil lässt sich beobachten. Der Mensch wirft die Aufgabe als zu schwer oder ihm nicht passend ab, verweigert sich. Schliesslich gibt es die Aussenstehenden besonders schicksalhaft erscheinenden Fügungen, wo einem Menschen etwas aus den Händen genommen wird, obwohl es bei ihm gut aufgehoben schien. In der Mundanastrologie wäre eine vergleichbare Arbeit zu den Mondknoten noch zu leisten und sicher lohnend. Auch dort lassen sich solche rhytmischen Phänomende nachweisen: Im deutschen Kaiserreich wurde für die Dauer eines Mondknotenumlaufs die Politik von Bismarck geprägt (1871-1890). Im modernen Deutschland dauerte es von der Gründung der Partei Die Grünen auf Bundesebene bis zum Eintritt in eine Bundesregierung ebenfalls einen Mondknotenumlauf. Beide Ereignisse umklammern eine Phase des eigenen Selbstverständnisses. Die Grünen wollten bis 1980 nur eine 'Sonstige politische Vereinigung' sein und ausdrücklich keine Partei. Sie wären damit ja schon Teil des abgelehnten Machtsystems Bundesrepublik geworden.. Ihre fundamentalistische Unschuld verloren sie von diesem Standpunkt aus also mit der formellen Gründung als Partei das erste Mal 1980 und mit ihrer Beteiligung an einer Bundesregierung 1998 Regierung ein weiteres Mal. Diese zweimalige Schicksalsfrage ist astrologisch also erkennbar ein Mondknotenthema für die Grünen gewesen. Manches braucht doppelt solange: von dem Aufstand der ostdeutschen Arbeiter am 17.6.1953 bis zum Mauerdurchbruch in Berlin am 9.11.1989 waren es ungefähr zwei Knotenumläufe. Beides Mal hatten wir als Motto 'Wir sind das Volk'. Dem Buch von Roder wünsche ich aus den angeführten Gründen eine nachhaltige Wirkung. Dass bereits die zweite Auflage vorliegt, spricht für den Autor. Dr. Bernhard Firgau Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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