Das "Lexikönchen" präsentiert das Who is Who der internationalen Designer-Szene und stellt u.a. das Schaffen von Armani, Aigner, Balenciaga, Balmain, Blahnik, Blass, Bogner, Cacharell, Cerruti, Chanel, Dior, Dolce & Gabbana, Escada, Etro, Fendi, Ferragamo, Galliano, Gaultier, Gucci, Hermès, Jacobs, Joop, Karan, Lacroix, Lagerfeld, Lauren, Moschino, Prada, Rykiel, Trussardi, Valentino, Versace, Vuitton, Westwood uvm. vor.
Pro: Für Modeinteressierte ein kurzweiliger und informativer Ausflug in die Ateliers der bekannten Designer. Wie begann es, welche Kreation verhalf zum internationalen Durchbruch, welcher Stil wird favorisiert etc.
Contra: Die Informationen sind viel zu knapp gehalten. 237 Seiten für 116 Designer sind zu wenig. Davon abgesehen werden manche Designer ausführlicher beschrieben als andere. (Bspw. erhält Christobal Balenciaga fast 4 Seiten, wohingegen Laura Biagotti mit nicht einmal 1 Seite abgefertigt wird.)
Schade finde ich, dass sich die Berichterstattung fast völlig aufs berufliche Wirken beschränkt. Wer einen Lebenslauf der jeweiligen Designer erwartet (ich z.B.), sich private Anekdoten erhofft oder einfach wissen möchte, ob es ein Leben "vor der Mode" gab, wird enttäuscht und muss anderweitig recherchieren.
Ganz großes Manko ist in meinen Augen die lieblose Illustration des Buches, für die ausschließlich die Schwarzweiß-Fotografie gewählt wurde. Ich bin ein großer Anhänger der s/w-Fotografie, aber in einem Mode-Lexikon wirkt das seltsam fad und farblos, zumal die Fotos künstlerisch nicht besonders anspruchsvoll erscheinen, sondern einfach wie aus einem Magazin abkopiert. Davon abgesehen ist die Auswahl der Fotos nicht logisch nachzuvollziehen. Mal werden die Designer porträtiert (aber nicht alle, warum eigentlich nicht?!), mal ein Entwurf - auch hier wieder nur vereinzelte Entwürfe von (wahllos ausgesuchten?!)Designern. Sehr ärgerlich, ein so miserabel bebildertes Modelexikon.
Fazit: Ein nettes Nachschlagewerk(lein) im praktischen Taschenbuchformat für alle, die kürzestmögliche Informationen über das berufliche Wirken der namhaften Designer benötigen. Nicht weniger - aber leider auch nicht mehr.