Mein erster Gedanke, nachdem ich das Buch ausgelesen beiseite gelegt hatte, war:
Wie schön wäre es doch, gäbe es auch in meinem Leben einen Jack, der mir jeden Mittwoch einen Brief schriebe! Welch donnerndes Vermächtnis an meinen Sohn und evtl. auch an seine spätere, eigene Familie! Soweit das Postive an dem Buch. Es hätte sich noch positiver entwickeln können, was es aber auf weiten Strecken nicht tat.
Nicht die Briefe waren Mittelpunkt des Buches, sondern einerseits die unglückliche Liebesbeziehung des "verlorenen" und jüngsten Sohnes Malcolm, andererseits der vermeintliche, außereheliche Fehltritt von Laurel, der weitreichende Folgen für die ganze Familie, insbesondere für Malcolm, haben soll. Eher verwirrt hat mich auch das chronologische Durcheinander der mittwöchlichen Briefe. Als ebenso störend empfand ich die stetigen unterschwelligen, pseudochristlichen "Vergebe-verzeihe-und-mit-Gott-wird-alles-gut-Botschaften".
Drei Sterne gebe ich dennoch für den flüssigen Schreibstil des Autoren und die Grundidee, die hinter den Briefen gestanden haben mag.