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Die Mitte der Welt [Taschenbuch]

Andreas Steinhöfel
4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (207 Kundenrezensionen)

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Kurzbeschreibung

2006
Der siebzehnjährige Phil ist auf der Suche. So wenig er über seine Vergangenheit weiß, so chaotisch ist seine Gegenwart. Da ist zum Beispiel seine Mutter Glass mit ihren ständig wechselnden Liebhabern. Oder seine Zwillingsschwester Dianne, schroff und eigenwillig, mit Geheimnissen, die sie längst nicht mehr mit Phil teilt. Oder Annie, die verrückte Alte mit den roten Schuhen, die sich ausschließlich von Kirschlikör zu ernähren scheint und Nicholas, der Unerreichbare, in den sich Phil unsterblich verliebt hat. Phil sehnt sich nach Orientierung und Perspektiven. Und vor allem danach, mehr über sich selbst zu erfahren ...
-- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .


Produktinformation

  • Taschenbuch: 459 Seiten
  • Verlag: Fischer Taschenbuch Verl.; Auflage: 7. (2006)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3596144965
  • ISBN-13: 978-3596144969
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 13 - 16 Jahre
  • Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 12,4 x 3,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (207 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 45.316 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

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So wie jedes Jahr wurde auch 1999 wieder die Buxtehuder Bulle, ein immerhin mit 10.000 DM ausgestatteter Preis, für das beste Jugendbuch vergeben. Ausgezeichnet hat die Jury den Roman Die Mitte der Welt von Andreas Steinhöfel. Vor ihm wurden bereits Autoren wie Michael Ende und Ralf Isau mit der begehrten Bulle prämiert.

Die Mitte der Welt ist die Geschichte eines Zwillingspaares, Phil und Dianne. Die beiden werden von ihrer Mutter, Glass, alleine groß gezogen. Die Umstände ihrer Geburt sind ziemlich ungewöhnlich und auch die junge Glass, kaum 18 Jahre alt, paßt nicht in das Klischee der perfekten Mutter. Doch eines gibt sie ihren Kindern mit: "Seid stark und wehrt euch. Wer euch verletzt, dem tut doppelt weh oder geht aus dem Weg, aber laßt euch niemals vorschreiben, wie ihr zu leben habt."

Es sind keine leichten Kämpfe, die Dianne und Phil führen. Phil erkennt mit zunehmendem Alter, daß er homosexuell ist. Er findet einen Freund, doch leider bleiben bei der ersten großen Liebe die maßlosen Enttäuschungen nicht aus.

Die poetische Sprache Steinhöfels sind eine Stärke des Buches. Zum anderen erzählt er nicht nur die Geschichte einer Pubertät, die mit dem Coming-out des Jungen endet. Nein, jede Figur hat ihre Geschichte und natürlich ihre eigenen Geheimnisse, die sich langsam vor den Augen des Lesers entwickeln. Der humorvolle Ton, die Slapstick-Einlagen, erinnern an John Irvings Hotel New Hampshire Ein ausgezeichneter Jugendroman -- auch für Erwachsene. --Manuela Haselberger -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Pressestimmen

»Andreas Steinhöfel hat einen grandiosen Entwicklungs- und Familienroman von großer literarischer Komplexität und Innerlichkeit geschrieben.« (Der Tagesspiegel)

»Jedes Kapitel hält dieses geheimnisvolle Gleichgewicht zwischen der Neugierde auf den Schluss und dem Genießen des Augenblicks. Ein ungewöhnlicher Wurf: der klarsichtige Roman eines Kinder- und Jugendbuchschriftstellers, der seine Grenzen durchbrochen hat.« (Die Zeit)

»Steinhöfel hat mit 'Die Mitte der Welt' ein Tabu in der Kinder- und Jugendliteratur gebrochen.« (Die Welt)

»Ein zauberhafter, erfrischend unverkrampfter Initiationsroman, der jugendliche wie erwachsene Leser gleichermaßen begeistern wird.« (Frankfurter Rundschau) -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch .

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97 von 102 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Der siebzehnjährige Phil führt ein ungewöhnliches, chaotisches Leben. Er bewohnt mit seiner Zwillingsschwester und seiner Mutter eine alte Villa am Rande einer provinziellen Kleinstadt. Am Rande im wahrsten Sinne des Wortes. Denn die anderen Bewohner meiden Phil und seine Familie.

Eine Vielzahl zwar ungewöhnlicher und seltsamer, doch liebenswürdiger und warmherziger Menschen spielt in Phils Alltag eine Rolle. Phils Schwester Dianne spricht mit Tieren, geht nachts schwimmen, ist unnahbar, verschlossen, ablehnend, ja gleichgültig. Die Mutter Glass, die von ihren Kindern ausschließlich mit ihrem Vornamen angesprochen werden möchte, ist alles andere als eine Bilderbuchmutter. Körperliche Zuwendungen sind selten, diese beanspruchen ihre wechselnden Liebhaber. Der Vater, Nummer drei auf der Liste Glass? Partner, ist den Kindern unbekannt. Dann ist da noch Gable, der einzige Verwandte. Ruhelos bereist er die Welt und verletzt sich selbst, um nicht zu vergessen. Kat, Phils beste Freundin, lernte ihn als Leidensgefährten in einer Klinik kennen, wo ihnen die abstehenden Ohren angelegt wurden. Annie Glösser, die mit roten Schuhen durch die Straßen tanzt, bringt Phil, achtjährig, bei, sich ein schönes Gefühl zu bereiten. Außerdem sind da noch Tereza, die lesbische Anwältin und beste Freundin von Glass, sowie der unglückliche Wolf, der, krank im Herzen und im Kopf, mit einem Gewehr auf Vogelnester schießt.

So ungewöhnlich die Personen sind, die Phils Leben bestimmen, so außergewöhnlich sind auch die Geschichten, die er erlebt. Phil und Dianne ? noch Kinder ? und Glass helfen Tereza dabei, die Leiche ihres Vaters mit Kartoffelsäcken zu tauschen, um dessen letzten Wunsch zu erfüllen, in seinem Garten begraben zu werden. Eine kindliche Schlacht zwischen den Hexenkindern Phil und Dianne mit den Stadtkindern wird geschlagen, bei der sich Dianne schützend vor ihren Bruder wirft und mit einem Messerstich bezahlt.

Und schließlich verliebt sich Phil in den Schwarm seiner Schule - Nicholas. Es beginnt eine Zeit der Entdeckungen, Enttäuschungen und Entscheidungen.

In Andreas Steinhöfels ?Die Mitte der Welt? ist zentrales Thema das Erwachsenwerden, der Übergang vom Kind zum Jugendlichen und die damit verbundenen Konflikte und Probleme, von letzten kindlichen Riten hin zur ersten Liebe, ein Erwachen.

Die Liebe des Hauptprotagonisten Phil zu einem Jungen spielt keine dominante Rolle. Steinhöfel stellt sie in absoluter Selbstverständlichkeit dar. Auch wenn der Autor Andreas Steinhöfel den Jungen Phil in den Mittelpunkt seines warmherzigen Buches gestellt hat, vernachlässigt er in keinem Moment die anderen Figuren, da sie zu wichtig sind, um den Helden zu formen.

Die Andersartigkeit, das Außenseiterdasein Phils und seiner Familie und die Personen die ihn umgeben im Gegensatz zu den normalen Stadtbewohnern, den Gewöhnlichen, dem Klein- oder Spießbürgertum macht das Buch zu einem stillen Aufruf für Toleranz, ja Akzeptanz, Menschlichkeit, für ein Miteinander. Dabei ist es von brisanter Aktualität als auch völlig zeitlos.

Steinhöfel gelingt es aufzuzeigen, was fehlende Kommunikation anrichtet, was es bedeutet wenn (familiär) kein Austausch mehr stattfindet. So hat die ohnehin gefühlskalte Mutter ihren Kindern siebzehn Jahre lang verschwiegen, dass nicht der Kindesvater sie verlassen hat, sondern sie ihn.

Steinhöfel thematisiert, präzise beobachtet, Vaterlosigkeit, den Wunsch nach Nähe, Vertrauen und Betrug.

?Die Mitte der Welt? lässt sich nicht einordnen. Es ist eine Familiensaga, eine Tragikomödie, eine Geschichte vom Erwachsenwerden gleichermaßen, ein Buch über das Leben, ein stilles Buch ? trotz aller Schicksalsschläge im Leben Phils.

Schon lange lag das Buch auf meinem Lesestapel. So häufig wurde es mir empfohlen. Jedoch schreckte mich die buchhändlerische Zuordnung zum Jugendbuch stets ab.

Ich nahm die Aufgabe der Bewertung/Beurteilung eines Jugendbuches in Form dieser schulischen Aufgabe zum Anlass und las es.

Andreas Steinhöfels ?Die Mitte der Welt? ist großartig. Ein großes, beeindruckendes, mutiges und zeitloses Buch. Ich habe es so langsam als möglich gelesen, um die Sprache zu genießen, die vielen Details und scheinbar nebensächlichen Handlungsstränge wahrzunehmen, die vielen liebreizenden, so verschiedenartigen Charaktere zu erleben.

Ich habe gelacht und war begeistert, ich habe (mit-) gelitten und geweint.

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25 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ein Kleinod 14. Januar 2006
Format:Taschenbuch|Von Amazon bestätigter Kauf
Das Buch ist ein Kleinod, eine wahre Kostbarkeit, wie eine Schachtel ganz besonderer Pralinen, es dürfte nie zu Ende gehen und doch kann ich es nicht lassen, Seite um Seite davon zu naschen.
Die Sprache ist reich, bildhaft, bildet Gerüche, Geschmäcker, Gestimmtheiten in so feinen Schattierungen ab, dass ich ganz leise, bisher nie deutlich wahrgenommene Gefühle plötzlich zum ersten Mal verbalisiert finde. Steinhöfel schafft das, ohne aufdringlich zu sein mit seinen Beschreibungen, mit seiner Sprachkunst. Ich möchte das Buch durchackern und eine lange Liste schöner Wörter und Wendungen daraus für meine Schüler erstellen - aber sie müssen ein gewisses Alter erreicht haben, um es zu verstehen und es zu verkraften.
Steinhöfel ist deutlich, er ist dabei, er sieht, ohne etwas zu dramatisieren, ohne eine große Sache daraus zu machen, aber er nennet Dinge beim Namen, die sich sonst oft schon zwei Sätze vorher in Andeutungen verlieren. Und er ist trotz allen Ernstes, trotz allen Schmerzes, den er beschreibt und den Leser fühlen lässt, unglaublich komisch, so komisch, dass ich beim Lesen oft laut losprusten muss. "Die Mitte der Welt" hat ganz und gar nichts von den üblichen platten Coming-Out-Geschichten, die ich jedoch nur aus Erzählungen meiner Bekannten kenne, die dort zur Zielgruppe gehören. Um dieses Buch zu lesen muss man nicht homosexuell sein - aber man ist danach um einen einzigartigen Einblick in das Leben eines Jungen reicher, der in der Literatur bisher so nicht zu finden war.
Ich habe lange kein Buch mehr zu Ende gelesen, wenn ich überhaupt freiwillig eins in die Hand nahm, aber dieses Buch versetzt mich auch nach fast zehn Jahren Literaturstudium in helle Begeisterung.
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54 von 60 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Vollkommene Bestürzung und tiefe Melancholie waren meine ersten Reaktionen, als ich irgendwann im Morgengrauen "Die Mitte der Welt" aus der Hand gelegt hatte. Noch Tage danach ging ich wie in Trance in Uni und Arbeit, unfähig auch nur einen klaren Gedanken zu fassen.

Es ist schier nicht zu fassen, mit wieviel Liebe und Behutsamkeit A. Steinhöfel seine Geschichte entwickelt. Mit einer wunderbar klaren, aber nie ins Banale abrutschenden Sprache: sanft, mit traumhaften Bildern und nicht selten herrlich verschmitzt. Liebevoll zeichnet er auch seine Figuren. Den sensiblen Phil, der sich unsterblich in seinen schönen aber unerreichbaren Mitschüler Nicholas verliebt; seine seltsam verschlossene Schwester Dianne, auf der ein schweres Geheimnis lastet; die schrullige aber verständnisvolle Mutter Glass, die ob ihrer zahlreichen Liebschaften einen eher zweifelhaften Ruf in der Stadt genießt; der wunderbare Herr Tröht mit seinem staubigen Krämerladen und den heißgeliebten Bonbongläsern; oder eben die dicke Annie, die in knallroten Schuhen tänzelnd und bepackt mit unzähligen Flaschen Kirschlikör - ihrem Grundnahrungsmittel - in Baugruben plumpst... Es ist unverkennbar. Steinhöfel weiß wovon er spricht, denn er sieht mit dem Herzen - und den Träumen eines Kindes. Nur dort findet wirkliches Leben statt. Viele vergessen das mit dem Älterwerden. Leider.

"Die Mitte der Welt" ist für mich mein kostbarstes Buch geworden. Nicht selten trage ich es auch bei mir. Als Trost und als Lebensversicherung: daß man nie vergißt, wie herrlich bunt und zauberhaft menschliches Leben doch sein kann.

"Das habe ich nie vergessen. Daß man liebt, um die Kälte zu vergessen und den Winter zu vertreiben." (S.96)

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Die neuesten Kundenrezensionen
5.0 von 5 Sternen wunderschönes, nachdenkliches Buch!
eines meiner Lieblingsbücher! Die Geschichte ist seicht, wunderschön und regt sehr zum Nachdenken an. Lesen Sie weiter...
Vor 22 Tagen von TB veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen ein Schatz
So viel ist schon geschrieben worden und vieles spricht mir aus der Seele. Mich hat dieses Buch sehr berührt. Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von sander veröffentlicht
3.0 von 5 Sternen Kann man lesen, muss man aber nicht.
Meine Meinung:

Angesicht der Lieblingsbuch - Blogger - Challenge von Jemasijas Bücherkanal , hat mir liebe Nicole von mybookpassion dieses Buch enpfohlen. Lesen Sie weiter...
Vor 2 Monaten von Melanie Drümper veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Ergreifend, meisterhaft und anspruchsvoll ...
So kurz nach dem Lesen kann ich gar nicht richtig in Worte fassen, wie ich das Buch beschreiben soll. Lesen Sie weiter...
Vor 2 Monaten von Damaris veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Wunderbares Buch
Das Buch, das muss vorweg gesagt sein, ist sehr gut.
Mir gefällt es unteranderem deshalb so gut, weil es nicht um reine Klischees geht, sondern ein junger Mann... Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von Atacan veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Verschenkt
Habe das Buch zum Verschenken gekauft. Ich selber habe es nicht gelesen. Aber das Thema ist recht interessant. Die Beschenkte freute sich sehr.
Vor 3 Monaten von forone48 veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Feedback zum Ebook "Die Mitte der Welt"
Also ich kann das Buch in jedem Fall weiterempfehlen, vor allem für Jugendliche im Alter von 13-18, da es um Identitätsfindung und den Prozess des Erwachsenwerdens geht. Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von Eva B. veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Toll für Heranwachsende, unterhaltsam für Erwachsene
Es ist schon viel über dieses Buch gesagt worden. Ich habe das Buch eigentlich nur gelesen, weil meine Tochter es im Unterricht lesen sollte und es bei uns auf dem Tisch lag. Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von Meyer veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen sehr gut
das Buch ist sehr gut und gefällt mir sehr. Von diesem Buch habe ich schon viel gelernt. Vielen Dank! sehr interessant
Vor 4 Monaten von Zhichen Ping veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Höchste sprachliche Perfektion
Auch wenn für diesen Roman schon unzählige Rezensionen vorliegen, möchte ich hier die Gelegenheit nutzen, um eine Lanze für die sprachliche Fertigkeit des... Lesen Sie weiter...
Vor 5 Monaten von Judith T. veröffentlicht
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