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Die Mittagsfrau: Roman Gebundene Ausgabe – 24. November 2008

128 Kundenrezensionen

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 432 Seiten
  • Verlag: S. Fischer Verlag; Auflage: 11 (24. November 2008)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3100226003
  • ISBN-13: 978-3100226006
  • Größe und/oder Gewicht: 13,8 x 3,5 x 21,1 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (128 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 330.142 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Julia Franck wurde 1970 in Berlin geboren. Sie studierte Altamerikanistik, Philosophie und Neuere Deutsche Literatur an der FU Berlin. 1997 erschien ihr Debüt >Der neue Koch<, danach >Liebediener< (1999), >Bauchlandung. Geschichten zum Anfassen< (2000) und >Lagerfeuer< (2003). Sie verbrachte das Jahr 2005 in der Villa Massimo in Rom. Für ihren Roman >Die Mittagsfrau< erhielt Julia Franck den Deutschen Buchpreis 2007.

Produktbeschreibungen

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Als der siebenjährige Peter in der Küche in seinem improvisierten Bettchen liegt, singt Frau Kozinska durch die Risse im Boden in der Wohnung unten. Die Russen, die neuerdings bei ihr wohnen, halten sie nicht davon ab. Dann reißt die Mutter Peter unsanft aus seinen Träumen. Er müsse zur Schule, sagt sie, der Lehrer Fuchs warte. Aber der Lehrer wartet schon lange nicht mehr auf jeden Schüler, seit die Schule zerbombt und in den Milchladen von Fuchs’ Schwester umgezogen ist. Der Krieg ist verloren, Hoffnungslosigkeit hat sich breit gemacht. Was soll man da noch lehren und lernen?

In Die Mittagsfrau entrollt die 37-jährige Berliner Autorin Julia Franck ihre Geschichte, die vor den ersten Weltkrieg zurück reicht, vom Ende her. Mit ihrem Sohn Peter geht Helene, deren unbeschwerte Kindheit in der Lausitz 1918 abrupt beendet wurde, 1945 wie fast jeden Tag zu einem Bahnhof in Vorpommern, um vor den Russen Richtung Berlin zu fliehen. Am Bahnhof lässt sie Peter stehen und verschwindet: die traurige Konsequenz eines Lebens, dass selbst kaum Liebe erfahren hat und dem von daher auch die kindliche Liebe unerträglich wird. Von den Männern enttäuscht und von der Familie verlassen, fasst Helene einen Entschluss, der so grausam ist wie die Schicksalsschläge, die sie selbst erlitten hat...

Offenbar gibt es heute nichts mehr zu erzählen. Nur so lässt sich erklären, warum auch die jüngste Generation deutscher Autorinnen und Autoren literarisch immer wieder zum Krieg und seinen Schrecken Zuflucht nimmt. Solange dies allerdings auf so blendende Art und Weise wie bei Julia Franck geschieht, will und kann man sich nicht beschweren. Die Mittagsfrau jedenfalls entwirft am Einzelschicksal ein grandioses Panorama einer erbarmungslosen Zeit. Unbedingt lesenswert. -- Stefan Kellerer

Pressestimmen

"Mir hat "Die Mittagsfrau" von Julia Franck den Atem geraubt (ganz großartig.)

" (Christian von Zittwitz / BuchMarkt)

"Die Sensation des Hörbuchs ist aber die Lesung von Julia Franck selbst. Zärtlich, mit viel Einfühlungsvermögen, hat die Autorin den Hörer sofort gefesselt." (Durchblick) -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Audio CD .

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen

223 von 252 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Georg B. Mrozek TOP 1000 REZENSENT am 15. Oktober 2007
Format: Gebundene Ausgabe Verifizierter Kauf
Mittlerweile wurde in den Medien sehr viel über "Die Mittagsfrau" geschrieben, etliche Rezensionen kluger Menschen, da werde ich mich auf mein persönliches Empfinden bei der Lektüre dieses außergewöhnlichen Buches beschränken. Die Inhaltsbeschreibung steht auf dieser Seite weiter oben unter "Produktbeschreibung" der Amazon-Redaktion.

Die Mittagsfrau als Gestalt der slawischen Sagenwelt raubt den Menschen ihren Verstand oder tötet sie. Thematisch kenne ich kein zweites Buch dieser Art, ein Buch über Frauen, so doch kein Frauenbuch, in dem zwar Männer eher von ihren schlechten oder hässlichen Seiten beschrieben werden aber nicht ohne eine Prise Humor. Es werden Tabus dieser Zeit (z.B. vorehelicher Sex, gleichgeschlechtliche Liebe, Bildungschancen für Frauen) genauso sicher gebrochen wie das damalige (und heutige?) Frauenbild sukzessive hinterfragt wird.
Besonders fesselnd erlebte ich die sprachliche Virtuosität der Autorin. Neben wunderbar poetischen Bildern rührender, ja unschuldiger und sinnlicher Zärtlichkeit, findest du genauso die beklemmende Kälte eines leidenden Inneren, einer gefangenen Seele, die mich als Leser irritiert, die aber keinesfalls bewertend daherkommt. Diesen Spagat ambivalenter Weiblichkeit finde ich ganz besonders gelungen.
Als Mann nehme ich die seelischen Tiefen einer Frau sicher nur von außen wahr, als Mensch ahne ich sie wie jeder andere empfindsame Mensch auch. Es gibt kein Gut und Böse in diesem Roman, es gibt aber die Wahrheit einer Frau in einer schrecklich frauenfeindlichen Zeit - und ich fand mögliche Antworten auf die Frage, warum ein Mensch der wird, der er ist.

Georg B. Mrozek
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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von MyandMar HALL OF FAME REZENSENTTOP 100 REZENSENTVINE-PRODUKTTESTER am 28. Oktober 2007
Format: Gebundene Ausgabe
... sagt die Protagonistin in Julia Francks Roman Die Mittagsfrau, die kein rettendes Ufer im Strom der Menschheit findet und im Innersten erkaltet. Ein bewegendes Schicksal einer Frau zwischen zwei großen Kriegen.

Diese sorbische Legende durchzieht als Metapher das ganze Leben ihrer Protagonistin Helene, eine Frau, die sich einer ungeheuerlichen, eigentlich nicht nachvollziehbaren Tat schuldig gemacht hat. Ohne Erklärung, ohne Kommentar, lässt sie ihren achtjährigen Sohn Peter 1945 allein auf einem Bahnsteig zurück. Sie sind auf der Flucht, weg aus Stettin, weg von Hunger, Elend, den Verbrannten im Hausflur. "Ich bin gleich zurück, wart hier", sind die letzten Worte, die der kleine Junge von seiner ohnehin sehr stillen Mutter hört. Es ist eine Lüge. Helene wird nicht zurückkommen.

Bereits die ersten Seiten zwingen zum Luft anhalten. Julia Franck schreibt psychedelisch. Sie dringt in den Kopf des Lesers ein. Der Prolog ist ein Bericht des Schreckens, mit den unschuldigen Augen eines kleinen Jungen. Er schildert die letzten Kriegstage und die beginnende Nachkriegszeit in Stettin mit seiner in sich gekehrten, tief traumatisierten Mutter, die offensichtlich mit der Erziehung ihres Sohnes überfordert ist. Ihr Ehemann hat sie verlassen, Trost findet sie nur noch in ihrer Arbeit als Krankenschwester. Doch ist dies entschuldbar für ein derartig verachtenswertes Verhalten?

Der Roman spannt einen großen Bogen über 30 Jahre deutsche Geschichte: von der wilhelminischen Zeit bis kurz nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs. In dieses denkwürdige historische Umfeld hat die Autorin eine berührende Familiengeschichte über drei Generationen gesetzt.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Constanze Lippert am 9. Juni 2011
Format: Taschenbuch
Eigentlich bin ich gerade ziemlich im Stress, aber zu sehen, dass dieses Buch bei amazon momentan nicht mehr als 3 Sterne insgesamt bekommt, kann einfach nicht so stehen gelassen werden.

Dieses Buch ist meiner Ansicht nach eine kleine, feine Liebes- und Familiengeschichte, die in die Zeit zwischen 1. und 2. Weltkrieg eingebettet ist. Sie werden jetzt sicher sagen "Öde, nicht schon wieder!", aber ich fand, dass dieses Buch gut mit einem Thema umgegangen ist, welches schon so häufig beschrieben wurde und sehr wohl noch etwas Neues beizutragen hatte. Außderdem werden teilweise auch gesellschaftliche Aspekte angedeutet, die heute wie damals noch in der Grauzone liegen und gar nicht so angeklärt sind, wie sie häufig erscheinen. Die Sprache von "Die Mittagsfrau" ist außerdem neu und irgendwie doch der Zeit entsprechend und alleine deshalb schon beeindruckend.

Ich persönlich fand dieses Buch spannend und bereichernd und 4 Sterne erhält es nur, weil 5 Sterne bei mir nur sehr, sehr gute Jahrhundertliteratur bekommen würde. Es ist aber auf jeden Fall lesens- und empfehlenswert und sollte nicht so stiefmütterlich behandelt werden.
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Nothburga TOP 1000 REZENSENT am 6. März 2011
Format: Taschenbuch Verifizierter Kauf
Selten hat mich ein Buch von Beginn an so traurig gestimmt wie Julia Francks "Die Mittagsfrau".
Über dem Buch liegt eine depressive und schwermütige Stimmung, die den Leser langsam einspinnt und in Helenes grauer sprachloser Welt gefangen nimmt.
Julia Franck beginnt ihr Buch mit einem Prolog, der den Leser schonungslos mit der inneren Kälte der Protagonistin Helene konfrontiert und schockt. Sie lässt ihren Sohn Peter alleine auf einer Bank am Bahnhof in Stettin zurück und verschwindet aus seinem Leben. Im folgenden entwickelt die Autorin die Geschichte jener unglaublichen und unverständlichen Tat aus der Rückschau auf Helenes Leben.
Die Legende, dass die Mittagsfrau Menschen um die Mittagszeit besucht und jene vergiftet, die ihr nicht die Zeit widmen, um ihr eine Geschichte zu erzählen, zieht sich wie ein roter Faden durch das gesamte Buch. Nur dort, wo die Sprache Raum hat und wo Sprachlosigkeit in zwischenmenschlichen Beziehungen keinen Platz einimmt, bleibt die Mittagsfrau erfolglos und kann nichts ausrichten.
Das hat Helene schon in ihrer eigenen Kindheit erfahren. Solange sie in der Druckerei ihres Vaters helfen darf, solange sie mit ihrem Vater und dem angestellten Drucker erzählen kann,ist ihre kleine überschaubare Kinder-Welt in Ordnung. Doch der Vater zieht in den Krieg. Helene und ihre Schwester Martha werden das erste Mal Gefangene der Mittagsfrau- in der Gestalt ihrer eigenen Mutter, die langsam das Gift des Wahnsinns in die Mädchen träufelt.
Endlich nach dem Tod des Vaters gelingt den beiden Mädchen die Flucht nach Berlin, weg von der irren Mutter hin zur drogensüchtigen Tante Fanny.
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