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Die Mitleidsindustrie: Hinter den Kulissen internationaler Hilfsorganisationen Broschiert – 9. August 2010

4.1 von 5 Sternen 30 Kundenrezensionen

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Broschiert, 9. August 2010
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Produktinformation

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

01.08.2010 / Manager Magazin: Gut gemeint "Spannend und ergreifend ... Wer dieses Buch gelesen hat, wird nie mehr ohne zweifelnde Hintergedanken Spendengeld auf eines der Konten überweisen, die nach Katastrophenberichten im Fernsehen eingeblendet werden."

19.09.2010 / Kleine Zeitung: Widersprüche humanitären Handelns "Spender vor den Kopf zu stoßen hat Polman mit ihrem Werk nicht im Sinn. Auch nicht, anzuregen, Menschen in Not ihrem Schicksal zu überlassen. Vielmehr ruft sie zu einer Debatte über die Verwendung von Hilfsgeldern auf, die längst fällig ist."

20.09.2010 / Der Spiegel: Bunte Vögel im Käfig "Ein schonungsloses Abrechnungswerk."

27.09.2010 / Süddeutsche Zeitung: Geld für die Warlords "Polmans spannendes Buch ist ein Standardwerk für jeden, der sich für die Mechanismen internationaler Hilfseinsätze interessiert."

20.10.2010 / Frankfurter Allgemeine Zeitung: Wohin mit dem Geld? "Polmans Einblicke in die Arbeit der Hilfsorganisationen, bisweilen desillusionierend, sind notwendig, um sich darüber zu informieren, wie man helfen kann, obwohl man weiß, was hinter den Kulissen vor sich geht."

21.10.2010 / Frankfurter Rundschau: Kollaboration mit dem Elend "Es braucht Journalisten wie Linda Polman, die sich nicht blenden lassen von Medienspektakeln und gigantischen Zahlen, sondern hartnäckig nachfragen, auch dann noch, wenn die Karawane längst weitergezogen ist. Wir, die Spender, müssen sie dabei mehr denn je unterstützen."

30.10.2010 / Die Welt: Das Gute, das du heute tust "Polmans Ergebnisse sollten gerade den so spendenfreudigen Deutschen zu denken geben."

12.11.2010 / Oberösterreichische Nachrichten: Mitleidsindustrie "Eine bemerkenswerte Diskussionsgrundlage über die Mechanismen humanitärer Hilfe in Krisenregionen."

12.12.2010 / Welt am Sonntag: Lesen! "Die Autorin will verdeutlichen, dass Hilfe besser kontrolliert werden muss. Bleibt zu hoffen, dass ihr dies mit ihrem aufrüttelnden und auf positive Weise verstörenden Buch gelingt."

Rezension

» Exzellent geschrieben, tieftraurig und verstörend. Es wäre von unschätzbarem Wert, dass die Verantwortlichen es lesen und beherzigen.« Ryszard Kapuscinski » Ein aufrüttelnder Bericht über den milliardenschweren Apparat der Nothilfe. Das Buch wirft grundsätzliche Fragen auf darüber, ob Nothilfe wirklich Leid mindert – oder Krieg und Gewalt noch verlängert.« Financial Times

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Top-Kundenrezensionen

Von Fuchs Werner Dr #1 HALL OF FAME REZENSENTTOP 100 REZENSENT am 17. August 2010
Format: Broschiert
Nein, Spaß macht die Lektüre dieses Buches nicht. Aber das kann ein gut recherchierter und schonungslos präsentierter Bericht über die Hintergründe der internationalen Hilfsorganisationen auch nicht. Daher muss man sich als Leser auf einige Passagen gefasst machen, die wir in Bilder kaum sehen und ertragen möchten. Der Autorin vorzuwerfen, sie solle doch den Ansatz von Infotainment wählen, wäre bei all der geschilderten Gräueltaten und politischen Verbrechen geradezu zynisch. Aber vielleicht wäre es gut gewesen, Linda Polman hätte ihr Nachwort vorgezogen oder Teile davon in ihr Vorwort eingebaut. Jedenfalls empfehle ich den Lesern, auf Seite 189 zu beginnen und mit den von Linda Polman gestellten Fragen an die Lektüre zu gehen. Andernfalls könnte es passieren, dass man sich schon bald sagt, künftig auf Spenden zu verzichten. Dann blieben zwar noch die zweistelligen Milliardenbeträge von Steuergeldern, die jedes Jahr für humanitäre Hilfe zur Verfügung stehen. Aber viel ändern würde sich dadurch wohl kaum.

Das Grundproblem humanitärer Hilfe ist so alt wie solche Hilfe angeboten wird. Die bekannte niederländische Journalistin und Spezialistin für internationale Hilfseinsätze, Linda Polman, stellt dieses Problem zu Beginn dar, indem sie die gegensätzlichen Meinungen von Henry Dunant und Florence Nightingale mit direkten Fragen an die Leser verbindet. Auf Hilfe verzichten oder sie abziehen, wenn sie ihr Ziel verfehlt und vor allem den kriegführenden Parteien dient? Oder wie der Gründer des IKRK meint, der Pflicht nachkommen, jederzeit und allen zu helfen, wie auch immer?
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Format: Broschiert
Vorweg: Polmans Buch setzt eine reife Leserschaft voraus, die es nicht als Argumentensammlung dafür nutzt, dass staatliche oder institutionelle Entwicklungshilfe, private Spenden u.ä. per se sinnlos, oder gar schädlich wären. Das Gegenteil ist der Fall. Der Punkt ist jedoch, dass es hier um ein intelligentes und sauberes Engagement gehen muss. Und hier - das macht Polmans Buch so deutlich wie kein zweites - liegt unglaublich viel im Argen.

Das Buch ist eine schockierende Analyse der Arbeit der NGOs in Krisengebieten (Rezensenten weisen hier sicher zu Recht auf den Unterschied zwischen langfristigen Engagements und Akuthilfen hin). Dass Hungerkrisen gelegentlich aufgebauscht und dramatisiert werden, weil großen Hilfsorganisationen das Geld knapp wird, Entwicklungshilfe in der Kette bis zum Empfänger regelmäßig auch private Bedürfnisse aller möglichen Leute mitfinanziert, weiß jeder mittlerweile aus regelmäßigen Presseberichten.

Wer ein wenig auf der Welt herumkommt, der wird vermutlich auch so manchem geschniegelten NGO-Vertreter, der so gar nicht seinem Bild vom zupackenden Entwicklungshelfer entspricht, den feinen Immobilien und großen Autos der Organisationen, leider aber auch den oft vergleichsweise bescheidenen Resultaten ihrer Arbeit über Jahre hinweg begegnen. In manchen Hauptstätten - Lehrbuchbsp. Kigali - ist die NGO-Präsenz so massiv, dass allein dadurch das Preisniveau in westliche Höhen getrieben wird.

Was Polman beschreibt, geht jedoch weit über all dies hinaus: Warlords erpressen von Hilfsorganisationen als Gegenleistung für ungestörte Arbeit Abgaben, mit deren Hilfe Kriege weiter unterhalten werden können.
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Von Thorsten Wiedau HALL OF FAME REZENSENTTOP 500 REZENSENT am 11. August 2010
Format: Broschiert
Nach wenigen Seite wird das Buch DIE MITLIEDSINDUSTRIE von Linda Polman echt gruslig, Nein, es ist nicht schlecht geschrieben, mir wurde schummerig ob der dargestellten Grausamkeiten die in Afrika oft an der Tagesordnung sind. Doch viel mehr entsetzte mich die unheilige Allianz die internationale, religiöse und private Hilfsorganisationen eingegangen sind. Diese brauchen anscheinend den Tod, die Verletzten und die Gewalt um sich selbst zu legitimieren, um Spendengelder einzusammeln und um diese auch auszugeben. Ein Buch das aufrüttelt, das man lesen sollte wenn man spendenwillig ist und das den Finger in die Wunde legt, ob man Afrika wirklich mit Spenden helfen kann.

DIE MITLEIDSINDUSTRIE von Linda Polman spart nicht mit harten Fakten, mit ungekünstelten Szenen die einen das Blut in den Adern gefrieren lassen und die aufzeigen wie es in Wirklichkeit um Afrika gestellt ist.

Nicht das nun der Verdacht aufkommt alle Hilfsorganisationen wären schlecht, mitnichten, doch es kommt immer wieder die Rage auf wie wir Afrika wirklich helfen können und warum all dieser Horror dort stattfindet und stattfinden muss. Hilft das gespendete Geld, die Kleidung und das Essen wirklich? Kann sich Afrika wirklich dadurch befreien oder heizen wir den Mord und die Unselbstständigkeit damit nur an?

Ein berechtigte Frage und eine Frage die sich jeder stellen sollte der Geld gespendet hat und noch spenden will.

Das Buch bietet ungeschminkt Fakten auf, hart und grausam zu lesen, ohne Zucker wird der saure Wein eingeschenkt den wir anscheinend selbst gebraut haben.

Milliarden versickern jedes Jahr in Afrika, hat dies überhaupt geholfen?
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