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Die Mitleidsindustrie: Hinter den Kulissen internationaler Hilfsorganisationen [Broschiert]

Linda Polman , Marianne Holberg
4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (22 Kundenrezensionen)
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Broschiert, 9. August 2010 EUR 19,90  
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Kurzbeschreibung

9. August 2010
Aktueller könnte das Thema kaum sein. Wenn Hilfsorganisationen zum Spenden auffordern, folgen wir ihrem Ruf nur allzu bereitwillig. Rund 2 Millionen Euro spenden allein die Deutschen jedes Jahr. Doch wissen wir immer, was mit diesem Geld geschieht? Bewirkt es wirklich, was wir damit bezwecken? Wie entscheiden humanitäre Helfer, wer wie viel Hilfe bekommt? Kann Nothilfe in einem Kriegsgebiet überhaupt neutral sein oder verlängert sie nicht automatisch den Konflikt und damit die Gewalt? Noch immer gilt es als ethisch nicht korrekt, Hilfsorganisationen kritische Fragen zu stellen. Schließlich handeln sie doch zumeist mit besten Absichten. Doch eine Diskussion darüber ist mehr als überfällig. Nach wie vor fehlt es der humanitären Gemeinschaft an einer Übereinstimmung über Definitionen und Grundsätze. Ein System, um Leistungen zu verfolgen und zu analysieren, existiert nicht. Die erfahrene Journalistin Linda Polman kennt die Krisenherde der letzten vier Jahrzehnte aus eigenem Erleben und weiß, dass humanitäre Hilfe voller Widersprüche steckt. Ein schonungsloses, offenes und im besten Sinne verstörendes Buch mit dem leidenschaftlichen Aufruf zu einer längst überfälligen Debatte über die Verwendung von Hilfsgeldern.

Hinweise und Aktionen

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Wird oft zusammen gekauft

Die Mitleidsindustrie: Hinter den Kulissen internationaler Hilfsorganisationen + Afrika wird armregiert oder Wie man Afrika wirklich helfen kann + Dead Aid: Warum Entwicklungshilfe nicht funktioniert und was Afrika besser machen kann
Preis für alle drei: EUR 49,75

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Produktinformation


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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

01.08.2010 / Manager Magazin: Gut gemeint "Spannend und ergreifend ... Wer dieses Buch gelesen hat, wird nie mehr ohne zweifelnde Hintergedanken Spendengeld auf eines der Konten überweisen, die nach Katastrophenberichten im Fernsehen eingeblendet werden."

19.09.2010 / Kleine Zeitung: Widersprüche humanitären Handelns "Spender vor den Kopf zu stoßen hat Polman mit ihrem Werk nicht im Sinn. Auch nicht, anzuregen, Menschen in Not ihrem Schicksal zu überlassen. Vielmehr ruft sie zu einer Debatte über die Verwendung von Hilfsgeldern auf, die längst fällig ist."

20.09.2010 / Der Spiegel: Bunte Vögel im Käfig "Ein schonungsloses Abrechnungswerk."

27.09.2010 / Süddeutsche Zeitung: Geld für die Warlords "Polmans spannendes Buch ist ein Standardwerk für jeden, der sich für die Mechanismen internationaler Hilfseinsätze interessiert."

20.10.2010 / Frankfurter Allgemeine Zeitung: Wohin mit dem Geld? "Polmans Einblicke in die Arbeit der Hilfsorganisationen, bisweilen desillusionierend, sind notwendig, um sich darüber zu informieren, wie man helfen kann, obwohl man weiß, was hinter den Kulissen vor sich geht."

21.10.2010 / Frankfurter Rundschau: Kollaboration mit dem Elend "Es braucht Journalisten wie Linda Polman, die sich nicht blenden lassen von Medienspektakeln und gigantischen Zahlen, sondern hartnäckig nachfragen, auch dann noch, wenn die Karawane längst weitergezogen ist. Wir, die Spender, müssen sie dabei mehr denn je unterstützen."

30.10.2010 / Die Welt: Das Gute, das du heute tust "Polmans Ergebnisse sollten gerade den so spendenfreudigen Deutschen zu denken geben."

12.11.2010 / Oberösterreichische Nachrichten: Mitleidsindustrie "Eine bemerkenswerte Diskussionsgrundlage über die Mechanismen humanitärer Hilfe in Krisenregionen."

12.12.2010 / Welt am Sonntag: Lesen! "Die Autorin will verdeutlichen, dass Hilfe besser kontrolliert werden muss. Bleibt zu hoffen, dass ihr dies mit ihrem aufrüttelnden und auf positive Weise verstörenden Buch gelingt."

Rezension

» Exzellent geschrieben, tieftraurig und verstörend. Es wäre von unschätzbarem Wert, dass die Verantwortlichen es lesen und beherzigen.« Ryszard Kapuscinski » Ein aufrüttelnder Bericht über den milliardenschweren Apparat der Nothilfe. Das Buch wirft grundsätzliche Fragen auf darüber, ob Nothilfe wirklich Leid mindert – oder Krieg und Gewalt noch verlängert.« Financial Times

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
50 von 56 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Thorsten Wiedau HALL OF FAME REZENSENT TOP 100 REZENSENT
Format:Broschiert
Nach wenigen Seite wird das Buch DIE MITLIEDSINDUSTRIE von Linda Polman echt gruslig, Nein, es ist nicht schlecht geschrieben, mir wurde schummerig ob der dargestellten Grausamkeiten die in Afrika oft an der Tagesordnung sind. Doch viel mehr entsetzte mich die unheilige Allianz die internationale, religiöse und private Hilfsorganisationen eingegangen sind. Diese brauchen anscheinend den Tod, die Verletzten und die Gewalt um sich selbst zu legitimieren, um Spendengelder einzusammeln und um diese auch auszugeben. Ein Buch das aufrüttelt, das man lesen sollte wenn man spendenwillig ist und das den Finger in die Wunde legt, ob man Afrika wirklich mit Spenden helfen kann.

DIE MITLEIDSINDUSTRIE von Linda Polman spart nicht mit harten Fakten, mit ungekünstelten Szenen die einen das Blut in den Adern gefrieren lassen und die aufzeigen wie es in Wirklichkeit um Afrika gestellt ist.

Nicht das nun der Verdacht aufkommt alle Hilfsorganisationen wären schlecht, mitnichten, doch es kommt immer wieder die Rage auf wie wir Afrika wirklich helfen können und warum all dieser Horror dort stattfindet und stattfinden muss. Hilft das gespendete Geld, die Kleidung und das Essen wirklich? Kann sich Afrika wirklich dadurch befreien oder heizen wir den Mord und die Unselbstständigkeit damit nur an?

Ein berechtigte Frage und eine Frage die sich jeder stellen sollte der Geld gespendet hat und noch spenden will.

Das Buch bietet ungeschminkt Fakten auf, hart und grausam zu lesen, ohne Zucker wird der saure Wein eingeschenkt den wir anscheinend selbst gebraut haben.

Milliarden versickern jedes Jahr in Afrika, hat dies überhaupt geholfen?
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von FMA
Format:Broschiert
Vorweg: Polmans Buch setzt eine reife Leserschaft voraus, die es nicht als Argumentensammlung dafür nutzt, dass staatliche oder institutionelle Entwicklungshilfe, private Spenden u.ä. per se sinnlos, oder gar schädlich wären. Das Gegenteil ist der Fall. Der Punkt ist jedoch, dass es hier um ein intelligentes und sauberes Engagement gehen muss. Und hier - das macht Polmans Buch so deutlich wie kein zweites - liegt unglaublich viel im Argen.

Das Buch ist eine schockierende Analyse der Arbeit der NGOs in Krisengebieten (Rezensenten weisen hier sicher zu Recht auf den Unterschied zwischen langfristigen Engagements und Akuthilfen hin). Dass Hungerkrisen gelegentlich aufgebauscht und dramatisiert werden, weil großen Hilfsorganisationen das Geld knapp wird, Entwicklungshilfe in der Kette bis zum Empfänger regelmäßig auch private Bedürfnisse aller möglichen Leute mitfinanziert, weiß jeder mittlerweile aus regelmäßigen Presseberichten.

Wer ein wenig auf der Welt herumkommt, der wird vermutlich auch so manchem geschniegelten NGO-Vertreter, der so gar nicht seinem Bild vom zupackenden Entwicklungshelfer entspricht, den feinen Immobilien und großen Autos der Organisationen, leider aber auch den oft vergleichsweise bescheidenen Resultaten ihrer Arbeit über Jahre hinweg begegnen. In manchen Hauptstätten - Lehrbuchbsp. Kigali - ist die NGO-Präsenz so massiv, dass allein dadurch das Preisniveau in westliche Höhen getrieben wird.

Was Polman beschreibt, geht jedoch weit über all dies hinaus: Warlords erpressen von Hilfsorganisationen als Gegenleistung für ungestörte Arbeit Abgaben, mit deren Hilfe Kriege weiter unterhalten werden können.
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33 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Dr. R. Manthey #1 HALL OF FAME REZENSENT TOP 10 REZENSENT
Format:Broschiert
Wahrscheinlich wird so mancher zunächst gutgläubige Leser dieses aufschlussreichen Buches seine Spendenpraxis im Anschluss überprüfen. Und er wird nach dem Lesen des Textes die in den Konflikten dieser Welt agierenden Kräfte, zu denen auch eine riesige Zahl verschiedener selbsternannter Hilfsorganisationen gehört, mit anderen Augen betrachten als vielleicht vorher. Denn in diesem Buch bekommt man in drastischer Form mitgeteilt, dass Spendengelder nur in sehr bescheidenem Maße bei den Hilfsbedürftigen ankommen und stattdessen die das Elend auslösenden Kriege mitfinanzieren, Korruption und Misswirtschaft fördern, Selbsthilfe verhindern und die vorgeblichen Helfer miternähren.

Nun könnte man hoffen, dass die Autorin stark übertreibt oder gar böswillig verleumden will. Aber diese Hoffnung ist gegenstandslos, denn hier schreibt sich jemand das selbst Erlebte mit einer gehörigen Portion aus tiefem Frust geborenen Sarkasmus von der Seele. Das kann man nicht vortäuschen. Und darüber hinaus leuchten die von Frau Polman beschriebenen Vorgänge leider in ihrer bösen Logik mehr ein als die heile Welt, die man zwar schöner finden würde, die aber nun mal nicht das normale menschliche Verhalten widerspiegelt.

Allerdings gilt eine wesentliche Einschränkung: Die Autorin bezieht sich vor allem auf so genannte humanitäre Katastrophen, die aus gewaltsamen Konflikten resultieren, also aus aller Art von Kriegen, "ethnischen Säuberungen" oder "Umsiedlungen". Bei Naturkatastrophen werden die oft selbsternannten Helfer zwar nicht zum Spielball oder Ernährer von Konfliktparteien, doch auch hier versickert ein wesentlicher Teil der Hilfsgelder in dubiosen Kanälen.
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Die neuesten Kundenrezensionen
5.0 von 5 Sternen Muss man gelesen haben
Wenn man dieses Buch gelesen hat und am nächsten Tag die Zeitung aufschlägt, bzw. Nachrichten guckt, versteht man die Zusammenhänge völlig anders und neu. Lesen Sie weiter...
Vor 12 Tagen von Sailor veröffentlicht
2.0 von 5 Sternen Gute Themen, oberflächlich beschrieben
Frau Polman greift mit "Die Mitleidsindustrie" ein wichtiges und interessantes Thema auf - leider tut sie dies sehr oberflächlich und plakativ. Lesen Sie weiter...
Vor 22 Tagen von DEM veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Realistisches Bild der Entwicklungshilfeindustrie
Die niederländische Journalistin Linda Polman versteht es, ihre jahrzehntelangen Erfahrungen in Krisengebieten Afrikas und die sich daraus ergebenen Hilfen aus den... Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von Paul-Werner v.d. Schulenburg veröffentlicht
1.0 von 5 Sternen "Kein objektiver Journalismus"
Kein objektiver Journalismus? Das sagt kein bösartiger Kritiker über Linda Polmans Buch, sondern sie selbst. In einem Interview, das ich mit ihr geführt habe (s. Lesen Sie weiter...
Vor 10 Monaten von S. Teplan veröffentlicht
2.0 von 5 Sternen Wichtiges Thema, jedoch selektive bis polemische Bearbeitung
Linda Polman ist Journalistin, die über jahrelange Erfahrung in der Berichterstattung in Krisengebieten verfügt. Lesen Sie weiter...
Vor 16 Monaten von yesnomad veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Keine Gutenachtlektüre
Das Buch behandelt fast ausschließlich den Einsatz humanitärer Hilfe bei kriegerischen Auseinandersetzungen (Bürgerkrieg und Vertreibung) und... Lesen Sie weiter...
Vor 17 Monaten von Dr. Guenther Saal veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Sehr gutes Buch
Das Buch ist für einen inhaltlichen Einstieg in die Spendenroblematik sehr gut geeignet. Die Hintergründe und Implikationen des werden deutlich erklärt. Lesen Sie weiter...
Vor 17 Monaten von Caro B. veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Die Wahrheit
Fünf Punkte für das Buch.

Die Wahrheit ist dem Menschen zumutbar und wer das Buch liest kommt schnell zu der Überzeugung, dass hier die Wahrheit... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 1. Mai 2011 von Horst Bernatzky
4.0 von 5 Sternen Sehr guter Einstieg
Das Problem ist ein bekanntes und scheinbar kaum lösbares: Von allen Spenden, die nach Naturkatastrophen oder, sehr viel häufiger, im Verlaufe von Bürgerkriegen in... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 8. April 2011 von Westlicher Beobachter
5.0 von 5 Sternen Ein Buch - Printmedien - Es ist da - tolle Leistung
Es ist ein Wunder geschehen. Wie sonst scheinbar kaum üblich wurde mir die logistische Meisterleistung des Unternehmens bewusst, das ein Druckwerk sicher unter enormen... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 20. Januar 2011 von Peter
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