Mit "Das Echo" hat Minette Walters, einen eigenwilligen Kriminalroman geschaffen, der, wie schon an den Rezensionen hier erkennbar, nicht nur Freunde findet.
Am Anfang stören abrupte Szenenwechsel etwas den Rhythmus. Zusätzlich bremsen die als Zeitungsartikel, Berichte und Briefe getarnten eingeschobenen Handlungserklärungen. Es werden soviele Namen und Figuren eingeführt, das, gerade bei den fliegenden Szenenwechseln der Faden leicht verloren geht, wenn man nicht sehr konzentriert liest. Dies führt soweit, dass Sie schon den Gedanken fassen könnten das Buch wegzulegen und Ihre Zeit nicht damit zu verschwenden. Tun Sie es nicht. Walters legt zu und das Endergebnis ist eine spannende, abgerundete Geschichte die, auf etwas andere Weise, das Krimigenre präsentiert.
Trotz einiger Stereotypen und einiger flacher Charaktere unter der Vielzahl der Figuren, ist die Charakterisierung der Hauptakteure glaubwürdig und interessant.
Kein makelloses Buch, aber ein interessanter Krimi, aus etwas anderer Perspektive geschrieben. Wären 3,5 Sterne möglich, hätte ich sie in diesem Fall vergeben. Definitiv ein Buch dessen Erzählstil polarisiert. Ob es Ihnen gefällt, können Sie nur selbst herausfinden.