Pat O'Shea hat sich viel Mühe gegeben, das merkt man: Die Figuren sind liebevoll gezeichnet, mit charakteristischen Eigenschaften versehen und stehen einem plastisch vor Augen. Überhaupt ist O'Shea am besten, wenn es um Dialoge geht - mit den beschreibenden Passagen hat sie es nicht so. Und das ist leider der Haken: In diesem Roman gibt es viele, viele beschreibende Passagen und zu viele Durchhänger, das Tempo könnte ein bißchen flotter sein. Nichts gegen dicke Bücher, aber 200 Seiten weniger hätten diesem Buch gut getan.
Hut ab übrigens vor der Übersetzerin Bettine Braun, die sich nicht nur bei der Übertragung der Wortspiele, Dialekte und sprachlichen Eigenarten große Mühe gegeben hat.