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Die Methusalem-Lüge: Wie mit demographischen Mythen Politik gemacht wird
 
 
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Die Methusalem-Lüge: Wie mit demographischen Mythen Politik gemacht wird [Gebundene Ausgabe]

Ernst Kistler
3.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 270 Seiten
  • Verlag: Carl Hanser Verlag GmbH & CO. KG; Auflage: 1., Aufl. (5. Oktober 2006)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3446406999
  • ISBN-13: 978-3446406995
  • Größe und/oder Gewicht: 20,8 x 13,4 x 2,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 325.054 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Ernst Kistler
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Der Autor präsentiert gut recherchierte Fakten und zeichnet Lösungsmöglichkeiten für Arbeitsmarkt und Firmen auf." personalmagazin, April 2007 "Fazit: Kistler rückt an vielen Stellen falsche Vorstellungen zurecht und zeigt, dass insbesondere bei statistischen Prognosen ein kritischer Blick wichtig ist." bku-Journal, November 2006 "Der Autor zeigt, wo und wie Fakten geschickt ausgeblendet und bewusst falsche Schlussfolgerungen gezogen werden. Er hat dafür umfangreiches Zahlenmaterial sauber aufbereitet und es geschafft, Arbeitsmarkt-, Renten- und Wirtschaftsstatistik sogar teilweise unterhaltsam zu präsentieren." politische ökologie, März 2007

Kurzbeschreibung

Glaubt man Rürup, Hartz und den einschlägigen Expertenrunden, dann ist die Überalterung mit ihren Auswirkungen unausweichlich und um unsere Zukunft steht es schlecht. Doch der demographische Wandel ist weder ein deutscher Sonderfall, noch ist er heute für die leeren Sozialkassen und drohende Standortnachteile verantwortlich. Teure Senioren und zu wenig Junge, die in Unternehmen für Leistung und Innovation sorgen: Politik, Wirtschaft und Medien werden nicht müde, uns vor den drohenden Auswirkungen des Methusalem-Staats zu warnen. Doch Vorsicht: Allzu oft stecken handfeste politische und wirtschaftliche Interessen dahinter, wenn mit verzerrten oder schlicht falschen Extremprognosen Politik gemacht wird. Während die tatsächlichen demographischen Herausforderungen ignoriert werden, werden irrationale Ängste geschürt, um politische Konzepte wie Sozialabbau oder Rente mit 67 in der Bevölkerung durchzusetzen. Der Autor räumt auf mit den in Politik und Öffentlichkeit inszenierten Mythen vom Greisenstaat Deutschland und zeigt in seinem Buch anhand klarer Analysen, was uns wirklich erwartet. Er erklärt, was sich in Arbeitsmarkt-, Bildungs- und Rentenpolitik, aber auch in den Unternehmen verändern muss, damit Deutschland auf den demographischen Wandel vorbereitet ist.


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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
26 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Rolf Dobelli HALL OF FAME REZENSENT TOP 500 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Ein düsteres Szenario macht die Runde: Deutschlands Wirtschaft geht den Bach herunter, das Land fällt im internationalen Vergleich immer weiter zurück. Schuld an der prophezeiten Misere ist, so meinen viele zu wissen, der demografische Wandel, die Überalterung der Gesellschaft. Sie kann man in einem wahren Rundumschlag wunderbar für beinahe alles verantwortlich machen: für die ungesicherten Renten, den vorausgesagten Mangel an Arbeitskräften ab 2015 und die leeren Sozialkassen. Dass es aber auch durchaus gute Gründe dafür geben kann, die Lage völlig anders einzuschätzen, zeigt dieses Buch. Der Demograf und Politikberater Ernst Kistler liefert einen ein Blick hinter die Kulissen der politischen Diskussion, mit dem er dem Leser die Augen öffnet für den Missbrauch, der vielfach mit dem Begriff "demografischer Wandel" getrieben wird. Oft genug stecken nämlich ganz eigene Interessen von Politik und Wirtschaft dahinter, wenn wir mit düsteren Aussichten auf einen Greisenstaat erschreckt werden. Wir empfehlen dieses hervorragend geschriebene Buch allen, die in einer der wichtigsten Debatten unserer Zeit fundiert mitreden wollen.
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Ernst Kistler, Fachkundiger für Demografie und Berater der Politik, wendet sich in diesem Buch gegen die demagogische Ideologisierung oder propagandistische Ausschlachtung der Verschiebung der Alterungsspirale in der deutschen Gesellschaft, deren sozialwissenschaftlichen Erkenntnisse in bewusst verschobener oder verkürzter Interpretation genutzt werden, um bestimmten und einseitigen Interessen größeres politisches Gewicht zu verschaffen. Demografie als Mittel der Politik in Wirtschaft und Gesellschaft, ein Ränkespiel, das mitunter auch nur dazu dient, mediales Interesse auf sich zu lenken, eigene Position zu in der öffentlichen Sichtbarkeit zu stärken  wie unlängst erst geschehen durch jenes Buch des FAZ-Herausgebers, in dem dieser gleich von einem Komplott spricht, aber eben nur mal Fakten aus demografisch-sozialwissenschaftlichen Studien zum schnellen Hype in einer sensationslüsternen Medienlandschaft macht, gleichgültig, ob dabei ein Durcheinander sich widersprechender Aussagen herauskommt. (Siehe meine diesbezügliche Rezension!).

Ernst Kistler räumt hingegen mit diesen bewusst politisch kalkulierenden Mythenbildungen auf. Er wirft einen klärenden Blick auf die Fakten, auf die Frage, wie diese nüchtern zu interpretieren sind und klärt damit darüber auf, was von der sogenannten Überalterung der deutschen Gesellschaft, vom sogenannten Fachkräftemangel und der sogenannten Leere in den Sozialkassen wirklich zu halten ist: was Wahrheit und was Lüge ist.

Das Buch wirft ein bestechendes Licht auf ein Thema  die Demografie, und auf ihre wahren Hintergründe und Folgen. Aber es wirft auch ein bestechendes Licht darauf, wie mediale Öffentlichkeit, wie Politik in der pluralistischen Medien-Demokratie funktioniert: die Durchsetzung bestimmter Gruppeninteressen durch thematische Operationalisierung, das für den einzelnen nur schwer durchschaubar ist und sich daher gut zur Schürung von Ängsten im gnadenlosen sozialen Abstiegskampf bis hin zur Schürung von Fremdenfeindlichkeit eignet  und von den wahren faktischen Hintergründen ablenkt. Insofern ist Kistlers Buch überaus lehrreich,gewinnbringend und wirklich weiterführend.

Meine Bewertung generell lautet: 5 Sterne = absolut herausragend; 4 Sterne = sehr gut, sehr zu empfehlen; 3 Sterne = wirklich gut, zu empfehlen; 2 Sterne = lesenswert, aber nicht ganz überzeugend; 1 Stern = abzuraten.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Klemens Taplan TOP 500 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Nicht alles, was unter dem Deckmantel der demographischen Entwicklung als zukunftsweisend beschlossen oder veröffentlicht wird, hält einer kritischen Überprüfung stand. Ernst Kistler, hauptberuflich mit dem demographischen Wandel und seinen Folgen beschäftigt, trennt die Spreu vom Weizen.

Der Geburtenrückgang ist ein Phänomen, das nicht nur in Deutschland, sondern europaweit beobachtet werden kann. Kistler thematisiert die Frage, ob Bevölkerungswachstum, insbesondere im Hinblick auf ökologische Folgen, stets positiv zu bewerten ist. Wenngleich in unserer globalen Wirtschaftswelt Wachstum als Wert an sich wahrgenommen wird, dürfen die Zusammenhänge zwischen Umweltbelastung und Bevölkerungsdichte nicht ausgeblendet werden. Begrenzte Ressourcen bedingen ein begrenztes Wachstum.

Im Hauptteil des Buches behandelt Kistler Mythen zum demographischen Wandel, in denen unter anderem zum Ausdruck kommt, dass die Zusammenhänge zwischen Bevölkerungsentwicklung und Arbeitsmarktsituation falsch oder perspektivisch verzerrt dargestellt werden. So ist nicht belegbar, dass der demographische Wandel zu einem spürbaren Arbeitskräftemangel führen wird. Auf Basis des vorliegenden Zahlenmaterials ist es eher wahrscheinlich, dass auch in den nächsten Jahrzehnten ein Überangebot an Arbeitskräften vorhanden sein wird.

Kistlers sozialwissenschaftliche Kompetenz wird beim Thema Altersdiskriminierung deutlich. Der Jugendwahn in unserer Arbeitswelt hält an und ältere Arbeitnehmer haben auch bei hoher Qualifikation kaum Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Wie unter diesen Voraussetzungen die prognostizierte Kaufkraft der älteren Bevölkerung entstehen soll, bleibt das Geheimnis derer, die diese These unreflektiert in den Medien vertreten.

Im letzten Kapitel unterbreitet der Autor Vorschläge, wie die Politik mit dem Thema Demographie umgehen sollte. Er fordert langfristig angelegte Konzepte, die mehr umfassen müssen als Elterngeld und das Erschweren eines vorzeitigen Renteneintritts. Provokant ist sein Vorschlag, analog zum Umweltrecht, ein demographisches Verursacherprinzip zu etablieren, durch welches Unternehmen stärker in die Verantwortung genommen werden sollen.

Beim Blick auf den Buchumschlag entsteht der Eindruck, als ob der demographische Wandel nicht stattfinden würde. Aber dieser erste Eindruck wird beim Lesen revidiert. Autor Kistler beleuchtet alle Facetten dieses vielschichtigen Themas. Dreißig Seiten Anmerkungen und Literaturhinweise unterstreichen seine gründlichen Recherchen. Dass er tendenziell die Interessen der (alternden) Arbeitnehmerschaft im Fokus hat, macht ihn sympathisch.
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