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Die Methode - El Método (OmU)
 
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Die Methode - El Método (OmU)

Eduardo Noriega , Najwa Nimri , Marcelo Pineyro    Freigegeben ab 12 Jahren   DVD
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Darsteller: Eduardo Noriega, Najwa Nimri, Eduard Fernández
  • Regisseur(e): Marcelo Pineyro
  • Komponist: Frédéric Bégin
  • Format: PAL
  • Sprache: Spanisch (Dolby Digital 2.0)
  • Untertitel: Deutsch
  • Region: Region 2
  • Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1
  • FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
  • Studio: WVG Medien GmbH
  • Erscheinungstermin: 20. Februar 2009
  • Produktionsjahr: 2005
  • Spieldauer: 100 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B001HGYA02
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 23.325 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

Movieman.de

Das auf einem Theaterstück von Jordi Galceran Ferrer basierende, psychologische Kammerspiel fesselt vom ersten bis zum letzten Augenblick. Die Botschaften sind klar, werden aber spannend verpackt und gut gespielt. Die Produktion ist intelligent und erwartet dies auch vom Zuschauer. Fazit Kino mit Köpfchen!

Moviemans Kommentar zur DVD: Das weniger grell eingefärbte als natürlich blass wirkende Bildmaterial zeigt sich von einer klaren und stabilen Seite. Rauschen stellt auch auf den monotonen Wandflächen kein Problem dar. Die Schärfe hält sich auf Distanz wie Nähe konturiert und die Kontrastwerte zeigen, unter anderem aufgrund der perfekten Setausleuchtung, eine große Bandbreite. Akustisch werden hauptsächlich trockene Dialoge geboten. Um Umgebungsgeräusche (sehr plastisch vorhanden bei Verkehr und Sirenen, 00:03:14), Weiträumigkeit, Musik oder Effekte geht es der Produktion nicht. Eine deutsche Synchronisation ist nicht vorhanden. Die Extras bestehen aus einem Making Of, 16:30 Min.), dem Original Kinotrailer (1:32 Min.) und der Filmo-/Biografie von Regisseur Marcelo Pineyro. Außerdem werden Programmtipps angeboten. --movieman.de

Produktbeschreibungen

Methode, Die OmU DV

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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Kennen Sie Grönholm? 5. Oktober 2010
Welch seltenes Glück: ein Film, der eine Botschaft hat, aber nicht etwa vor lauter Mitteilungsdrang vergißt, daß man diese auch in einer funktionierenden Geschichte verpacken sollte. Dazu handelt es sich dann auch noch um eine recht intelligente, auf ziemlich hintergründige Weise transportierte Botschaft; einen keineswegs zu plakativen, sondern vielschichtigen Kommentar zur modernen Arbeitswelt und den Kriterien, nach denen wir Menschen und ihre Beziehungen zueinander heute bewerten.

Natürlich ist 'The Method' eine Kritik den Folgen der Globalisierung, an oft seelenlos scheinenden multinationalen Konzernen und an der absoluten Erfolgsorientierung weiter Teile unserer kapitalistischen Gesellschaft inhärent. Wer hierin jedoch einen plumpen Attac-Propaganda-Film erwartet oder sieht, dürfte sich wundern oder sollte vor voreiligen Schlüssen gewarnt werden. Das allzu Offensichtliche ist bei diesem Film nämlich nicht nur hinsichtlich der Handlung ein ums andere Mal irreführend. Auch betreffs seiner Aussagen entpuppt er sich schlußendlich als zu intelligent, um 'die bösen Unternehmen' als Schuldige an der Weltmisere anzuprangern. In letzter Konsequenz geht es um die Moral, das Gewissen, das Verhalten, die Entscheidungen des Einzelnen ' denn die sind es am Ende, die über Ergebnisse bestimmen; niemand kann sich durch das Herunterbeten einfacher Phrasen aus seiner Verantwortung stehlen.

Dankenswerter Weise aber vermittelt uns 'The Method' das niemals mit einem politisch korrekten Zeigefinger oder in Form einer moralinsauren Lesung. Vielmehr sind Sarkasmus, ja oft sogar Zynismus, und niemals vorhersehbare Wendungen die Waffen des Films. Dabei ist die filmische Form nicht mal die des leisen Kammerspiels, die ich hier erwartet hätte. Natürlich stehen, bei diesem Set-Up unvermeidbar, die Dialoge und die fast ausschließlich über sie vermittelten Charakterzeichnungen im Vordergrund. Aber der Film hat ein vergleichsweise hohes Tempo, bietet inhaltlich viel Abwechslung und überrascht uns bei jeder einzelnen Figur durch nicht von vorneherein erkennbare Persönlichkeitsmerkmale, die erst im Verlauf des Geschehens zutage treten und den Ausgang der Geschichte regelmäßig in einer anderen Richtung erwarten lassen.

Wir erleben acht sehr unterschiedliche Managertypen ' die meisten eher jung und männlich, einige älter, zwei weiblich ' bei einem Assessment Center, der die letzte Stufe zur Auswahl eines neuen Abteilungsleiters bei DEKIA darstellt (wobei auch die verwendete Schrift des Firmenlogos nachdrücklich an NOKIA erinnert). Man sitzt zunächst beisammen und füllt Formulare mit Informationen zur eigenen Person aus und fragt sich, was wohl die mysteriöse 'Grönholm-Methode' ist, zu deren Anwendung man sich hiermit bereiterklären soll. In der Folge wird die Gruppe mit immer härteren Aufgaben konfrontiert, welche die Eignung der Kandidaten unter noch immer unbekannten Gesichtspunkten offenbaren sollen. Eröffnet wird das Ganze mit der unschönen Behauptung, unter den acht Kandidaten befände sich ein Spion der Personalabteilung von DEKIA ' wer aber ist es, und warum glaubt man das? Schon wird fröhlich drauf los diskutiert, Gruppendynamik, Team- und Durchsetzungsfähigkeit erprobt. Was aber, wenn dies nur eine Fangfrage war?

Das verantwortliche Unternehmen tritt fast den ganzen Film über, standesgemäß, ohne Gesicht auf. Was die Teilnehmer am Assessment Center veranstalten, ist eigentlich nur ihr eigenes Ding ' und ihr Verhalten, ihr Mißtrauen, ihre Taktiken und ihre Benimmregeln sprechen Bände über die Wurzel der Entmenschlichung unserer modernen Welt. Man erlebt hier Überraschung über Überraschung, und die immer unglaublicheren Testsituationen triggern nur immer unglaublichere Reaktionen der Beteiligten.

'The Method' ist bösartig, gnadenlos mit seinen Protagonisten wie mit seinen Zuschauern, und dabei stets sehr, sehr unterhaltsam. Ein intelligenter Film mit großartigen Schauspielern, der über seine gesamte Laufzeit fesselt und einem oftmals den Mund offen stehen läßt. Eine unbedingte Empfehlung, 8 von 10 Punkten von mir.
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3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Miese Methoden 26. Dezember 2010
Von MissVega
Nachdem ich lediglich fünf Jahre auf einen Film vom Fantasy Filmfest warten musste, habe ich kürzlich endlich eine Version von "El Método" auf DVD entdeckt. Zwar bietet der Film nur die spanischsprachige Originalversion mit deutschen Untertiteln an, aber manchmal ist das eben so und man muss Kompromisse machen bei Filmen, die man gerne haben möchte. Laber laber ding dong, "Die Methode" befindet sich nun endlich in meinem Besitz und wurde nach fünf Jahren erneut gesichtet und immer noch für gut befunden. Warum? Sag ich Euch:

Die Firma Dekia hat zur Bewerbungsrunde für einen Managerposten geladen. Während in Madrid Anti-Globalisierungsdemonstrationen stattfinden, finden sich sieben Bewerber im Konferenzsaal ein und sollen mit der ihnen noch unbekannten "Grönholm-Methode" getestet werden. Dazu sitzen alle Applikanten an einem Tisch vor Computermonitoren, die ihnen verschiedene Aufgaben stellen, die sie allein oder in der Gruppe bewältigen müssen. Dass diese Aufgaben es aber ganz schön in sich haben und auch auf die Persönlichkeitsrechte der Bewerber keine Rücksicht nehmen, müssen unsere Vorstellungsgespräch-Teilnehmer nach und nach auf mehr oder weniger schmerzhafte Weise erfahren. Es wird mit harten Bandagen gekämpft, mit psychologischen Tricks, amoralisches Verhalten wird nachgerade forciert und unsere sieben Bewerber merken schnell, dass hier ein verdammt kalten Wind weht, wenn Dekia daran geht, jemand Geeigneten für sich zu rekrutieren. Fragile Allianzen werden genauso schnell wieder zerschlagen, wie sie gebildet wurden, einem vermeintlich Wohlgesonnene mutieren in Sekundenschnelle zu erbitterten Gegnern und das, was die "Grönholm-Methode" an perfiden Psychospielchen im Gepäck hat, ist wahrlich nicht von schlechten Eltern. Jedem der Bewerber steht es jederzeit frei zu gehen, aber die Rhetorik-Schwerter sind längst gewetzt und jeder hat das Horn, das zum Kampfe bläst, vernommen und folgt willig seinem Ruf. So lasset denn die Spiele beginnen'

Dem Argentinier Marcelo Piñeyro ist mit seinem Film, zu dem er auch das Drehbuch verfasst hat, ein faszinierendes Psychogramm gelungen, dessen zahlreiche Wendungen so unkalkulierbar wie perfide daherkommen. Vom angeblichen Maulwurf unter den Bewerbern bis hin zur Denunziation und sexuellen Vergnügungen auf der Toilette zaubert Piñeyro so ziemlich jedes Kaninchen aus dem Hut, das die Geschichte um eine weitere unerwartete Wendung reicher machen könnte. Dass er dabei in den ganzen 115 Minuten, die der Film dauert, nicht in Unglaubwürdigkeit abgleitet, ist ihm hoch anzurechnen. Der Film baut eine stringente Spannungskurve auf, die den Zuschauer immer öfter staunend zurücklässt, wenn er gewahr wird, zu welchen Dingen Menschen fähig sind, wenn sie einen Job haben wollen. Ausschlaggebend für die Glaubwürdigkeit sind natürlich nicht allein das Script, sondern auch überzeugende Darsteller. Und auch hier kann man Piñeyro nicht an den Karren fahren. Der Cast ist exzellent und spielfreudig und deckt mit seiner Typisierung nahezu alle menschlichen Tiefen und Untiefen ab.

Da wäre der attraktive Carlos (Eduardo Noriega, "Tesis"), der bei der Bewerbungsrunde seine ehemals große Liebe Nieves (Najwa Nimri, "Abre los ojos") wiedertrifft, die sich zur toughen Managerin gemausert hat. Dann hätten wir den schmierigen Fernando (Eduard Fernández, "Che, Teil 2"), der seine Unzulänglichkeiten hinter einer großen Portion Machismo zu verstecken sucht und dabei kläglich scheitert. Ricardo (Pablo Echarri, "Chronicle of an Escape") enthält sich bei Abstimmungen gerne der Stimme und scheint ein Mann mit Ehrgefühl zu sein. Enrique (Ernesto Alterio, "Swindled") hingegen ist korrekt bis zu Selbstaufgabe und richtet sein Fähnchen immer hübsch nach dem Wind. Aber auch, wer immer alles richtig machen will, kann auf dem Pfad der Tugend stolpern. Julio (Carmelo Gómez, "Goal II: Living the dream") ist eigentlich ein echt prima Kerl' wenn er da nicht diesen einen kleinen, schwarzen Fleck auf seiner ansonsten weißen beruflichen Weste hätte. Schlussendlich hätten wir da noch Ana (Adriana Ozores, "Héctor"), die schnell feststellen muss, dass es mit weiblicher Solidarität nicht weit her ist, wenn es um einen Managerposten geht. Abgerundet wird diese illustre Gruppe durch Montse (Natalia Verbeke, "Dot the I"), die die undurchsichtige Vorzimmer-Sekreteuse gibt. Sie alle spielen ihre Rollen derart überzeugend, dass es wirklich Spaß macht, ihnen zuzusehen.

Einzig im letzten Drittel leistet sich Piñeyro ein paar kleine dramaturgische Schnitzer. Die bis dahin wirklich plausibel erzählte Geschichte wird durch die letzten zwei bis drei Wendungen etwas überfrachtet. Einmal zuviel wird der Spieß umgedreht, einmal zu oft auf die bedingungslose Glaubenswilligkeit des Zuschauers spekuliert, so dass das Ende einen kleinen faden Beigeschmack erhält, weil man eben dies dann doch hat vorhersehen können. Das sind aber wirklich nur kleine Mankos, die diesem ansonsten wirklich guten, spannenden, fiesen kleinen Film kaum etwas anhaben können. Ein wirklich respektabler Beitrag aus Argentinien, dessen I-Tüpfelchen vielleicht gerade die auf dem deutschen Markt erhältliche Version in Spanisch mit deutschen Untertiteln ist, da sie so wunderbar das Tempo dieses Bewerbungsmarathons unterstützt und dem Film so das gewisse Etwas verleiht. Ein ungewöhnliches und psychologisch spannendes Kammerspiel mit einer fabelhaften Darstellerriege und packender Story, der nur gen Ende ein klein wenig die Luft ausgeht. Dennoch gerne vier von fünf Bewerbungsformularen, dessen Kleingedrucktes man vielleicht etwas genauer hätte studieren sollen.
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