Ich wollte das Hörbuch einem Bekannten empfehlen, habe es mir aber vorher selbst angehört. Ich kann von einer "erotischen Literatur" nicht viel bemerken. Die Sprecherin, angeblich mit einer vorzüglichen Stimme gesegnet, hat tatsächlich die junglich-lockere Art, die ich bei jungen Frauen bemerke. Leider habe ich keine weiteren Angaben (z.B. Geburtsdatum, Lebenslauf, etc.) über sie im Internet gefunden.
Die Geschichte selber ist relativ flach gehalten und bedient eher die Klischees älterer Männer. Die junge Studentin wird nicht vorgestellt, eine Vorgeschichte, auch mit ihren sexuellen Erfahrungen, fehlt ganz. Die Personen sind sehr flach gezeichnet.
Die Studentin wird als sexuell leichtlebige und geldgeile Frau dargestellt, wobei der Begriff Hostess und Frau für den Escort-Service gleichgestellt werden. Wenn von einer Edel-Prostituierte die Rede wäre, so könnte man dies verstehen. Eine Messe-Hostess sollte aber auf das Produkt (vielleicht auch erotisch) hinführen, keine sexuellen Handlungen erwarten.
Die Darstellung der sexuellen Handlungen erschöpft sich in näherer Umschreibung von Handlungen, ohne dabei auf die aktive Rolle der Frau einzugehen. Negativer Höhepunkt ist die Aussage, daß sie "5 Scheine=5000 Euro" bekommt. Jedem Laien sollte auffallen, daß die höchste Note in Deutschland der 500-Euro-Schein ist! Von guter Erotik ist Valerie Nilon weit entfernt, wobei ich auch nicht weiß, wer hinter dem Pseudonym steckt!
Insgesamt wird ein Hörbuch auf Groschenromanniveau mit Pornoeinlagen in den Umlauf gebracht.