Pressestimmen
Verraten sei so viel, dass der Band Die Medien der Geschichte in seiner Gesamtheit und Dank seiner Vielfalt die Forderung nach Interdisziplinarität mehr als nur erfüllt, also für Wissenschaftler und Studenten sowie für all jene, denen es nach lesenswerter Horizonterweiterung gelüstet, zum fixen Bestandteil empfohlener Literatur werden wird. (medien & zeit, 02/2005) Besonders hervorzuheben sind [...] die Texte, in denen Historiker sich den Medien auf instruktive Weise nähern und damit den Gegenstandsbereich der vorherrschenden Geschichtsschreibung erweitern, wie etwa Uwe Hebekus über den Einfluss des Panoramas auf Rankes Texte oder Günter Oesterle über die mediale Verstrickung von Bild und Text in populärer Geschichtsschreibung (um nur zwei zu nennen). Insofern kann dieser erste ambitionierte Anlauf, Schnittmengen zwischen Mediengeschichte und historischem Wissen aufzuzeigen, durchaus als gelungen bezeichnet werden. (MEDIENwissenschaft 02/2005) So gehört die Einleitung zu dem besten, was zu diesem wichtigen Thema bislang erarbeitet wurde. Wer also das hier zwischen der Medialität der Geschichte und der Historizität der Medien abgesteckte Feld in Zukunft weiter bestellen möchte, wird um diese Einleitung nicht herumkommen und auch sonst gut daran tun, sich einen Überblick über die im Tagungsband Die Medien der Geschichte versammelten Beiträge zu verschaffen. (IASLonline.de, 18.05.2005)
Kurzbeschreibung
Dass zwischen den Forschungsgebieten von Medien und Geschichte wichtige Verbindungen bestehen, zeigt sich in den aktuellen Diskussionen beider Disziplinen. Einerseits führt die Erkenntnis, dass Geschichte immer nur durch mediale Vermittlung zugänglich ist, zu einem wachsenden Interesse der Geschichtswissenschaft an kommunikationstheoretischen Fragestellungen. Andererseits hat der Klärungsbedarf der Medienwissenschaften an der Historizität ihrer Forschungsgegenstände in den letzten Jahren zahlreiche medienhistorische Arbeiten hervorgebracht. In diesem Kontext zielt der Sammelband zu der Tagung »Medialität der Geschichte und Historizität der Medien« vom November 2002 an der Universität Konstanz auf die systematischen Grundlagen beider Fächer und die Möglichkeiten interdisziplinärer Fragestellungen und Methoden. Die Beiträge loten die Möglichkeiten eines interdisziplinären Austausches zwischen den Geschichts- und den Medienwissenschaften aus und eruieren gemeinsame methodische und thematische Arbeitsfelder. Fabio Crivellari arbeitet am Institut für Film und Bild in Wissenschaft und Unterricht in Grünwald. Kay Kirchmann lehrt Medienwissenschaft an der Universität Konstanz. Rudolf Schlögl ist Professor für Neuere Geschichte an der Universität Konstanz und Marcus Sandl dort wissenschaftlicher Mitarbeiter.
Über den Autor
Fabio Crivellari ist Historiker an der Universität Konstanz. Kay Kirchmann lehrt Medienwissenschaft an der Universität Konstanz. Marcus Sandl ist wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Konstanz Rudolf Schlögl ist Professor für Neuere Geschichte an der Universität Konstanz.