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Die Maurin: Roman
 
 

Die Maurin: Roman [Kindle Edition]

Lea Korte
4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (53 Kundenrezensionen)

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Aus der Amazon.de-Redaktion

Ende des 15. Jahrhunderts befindet sich Andalusien im Umbruch. Die Reconquista, die Rückeroberung des maurischen Spaniens für die christliche Krone, geht in ihre letzte Phase und es kommt zu erbitterten Kämpfen zwischen Mauren und Kastiliern. Vor diesem Hintergrund spielt Lea Kortes Roman über die junge Frau Zahra as-Sulamis, die aufgrund ihrer Familiensituation zwischen die maurisch-kastilischen Fronten gerät.

Zahra führt in Granada ein wohlbehütetes, häusliches Leben im Kreise ihrer muslimischen Familie. Doch drei Tage der Woche verbringt sie als Hofdame Aischas, der Sultanin von Granada, in der Alhambra, was ihr neben ein bisschen Freiheit auch Einblick in die erneut aufkeimenden Feindseligkeiten zwischen Christen und Mauren bietet. Nicht nur wird Zahra in die Machtkämpfe innerhalb der Sultansfamilie hineingezogen, auch in ihrer eigenen Familie bilden sich erbitterte Fronten. Sie wird von Aischa auf eine heikle Mission geschickt, die ihr zwar endlich ein wenig Freiheit beschert, sie aber gleichzeitig in Schwierigkeiten mit ihrem strengen Vater bringt. Denn dieser will Zahra schnellst möglichst verheiraten und ihrem Drang nach Selbstbestimmung ein Ende setzen. Doch die temperamentvolle Zahra bricht wiederholt aus dem ihr zugewiesenen häuslichen Leben aus. Dabei kreuzen sich ihre Wege immer wieder mit denen des kastilischen Adligen Gonzolo und dessen Bruder Jaime, die eine unausweichliche Anziehungskraft auf sie ausüben.

In farbiger Sprache und lebendigen Bildern erzählt Lea Korte von Kämpfen und politischen Wirren, vom Drang nach Selbstbestimmung und Freiheit, von Leidenschaft und der großen Liebe. Dabei gelingt es der Autorin, die Handlung und Figuren geschickt in die historischen Gegebenheiten zu integrieren, die gut recherchiert und präzise dargestellt werden. So bietet die Lektüre einen interessanten Einblick in die letzte Phase der Reconquista zwischen 1478 und 1492. Abgerundet wird der Roman von einer Zeittafel, Stammbäumen, einem Glossar und Personenverzeichnis.

Mit Die Maurin ist Lea Korte ein packender Roman über den Untergang von Al-Andalus und eine dramatische Liebesgeschichte gelungen - spannend geschrieben, unterhaltsam und gut recherchiert.
- Alexandra Plath

Kurzbeschreibung

Andalusien im 15. Jahrhundert. Zwischen Mauren und Christen toben erbitterte Kämpfe – und mittendrin steht die junge Zahra. Als Hofdame und enge Vertraute -Aischas, der Hauptfrau des tyrannischen Emirs, gerät sie in ein grausames Spiel dunkler -Intrigen und rücksichtsloser Machtkämpfe. Dann verliebt sie sich ausgerechnet in den Spanier Gonsalvo – eine Liebe, die sie in tödliche Gefahr bringt ...

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Kundenrezensionen

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23 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Nina2401
Format:Taschenbuch
Als ich dieses Buch in die Hand nahm, war ich erst etwas skeptisch, Titel und Cover erinnerten mich doch sehr an die Massenware eines gewissen Autorenpaares. Aber schon beim 1. Durchblättern wurde ich eines besseren belehrt. Für mich sind gerade bei historischen Romanen Hintergrundinfos wichtig und die bekomme ich hier durch eine Zeittafel, diverse Stammbäume und ein Glossar. Auch die Personenliste ganz zu Anfang ist ein Bonbon, mit man leider selten verwöhnt wird. Auch das Anfangszitat war sehr gut gewählt, denn es hat mich durch die gesamte Geschichte begleitet.
Schon nach den 1. Sätzen war ich mittendrin in der Geschichte der Halbmaurin Zahra, die mit ihrer Familie im Andalusien des 15. Jahrhundert lebt. Vor dem geschichtlichen Hintergrund der Endphase der Reconquista wächst sie zu einer mutigen jungen Frau heran, die viel wagt und mehrmals ihr Leben riskiert, um ihr Land zu retten. Nicht umsonst wird sie zur engen Vertrauten Aischas, der Hauptfrau des Emirs. Ihr Herz verliert sie allerdings an einen Christen und das ganze Buch hindurch begleitete mich die Hoffnung auf ein Happyend. Mehr möchte ich zum Inhalt nicht verraten, nur dass es spannend bis zum Schluss bleibt.

Dieses Buch besticht durch seine Lebendigkeit und die sehr bildhafte Sprache. Die Hauptprotagonistin ist mir sehr sympathisch und ich habe die ganze Zeit mitgefiebert, mich mit ihr gefreut und mit ihr getrauert. Die Spannung aber auch die Gefühle kommen nicht zu kurz. Besondern positiv ist mir aufgefallen, dass Lea Korte besonders brutale Gegebenheiten mit sehr viel Fingerspitzengefühl be- und umschreibt, so dass die Phantasie angeregt wird und man sofort eigene Bilder im Kopf hat. Aber sie verzichtet auf detaillierte blutrünstige Beschreibungen, die ja leider mittlerweile sehr in Mode gekommen sind. Die geschichtlichen Ereignisse wurden so geschickt in die Geschichte von Zahra eingebaut, dass Realität und Fiktion eins wurden. Das Buch hat absolut keine Längen, im Gegenteil, es war teilweise so spannend, dass ich mich zwingen musste, es auch mal aus der Hand zu legen. Und ich hoffe sehr auf eine Fortsetzung!

Ich kann dieses Buch jedem empfehlen, der einen gut recherchierten und spannenden historischen Roman lesen möchte.
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28 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von www.zeilenreisende.de TOP 1000 REZENSENT
Format:Taschenbuch
"Die Maurin" ist ein historischer Roman und macht diesem Namen auch alle Ehren. Es geht um die Kämpfe zwischen Mauren und Kastiliern am Ende des 15. Jahrhunderts, und es geht um so viel mehr. Liebe, Freiheit....Lea Korte hat gut recherchiert und bietet in dem Roman sehr viele Hintergründe und historische Details. Leider schafft sie es jedoch nicht, diese so in die die Geschichte einzuflechten, dass der Plot authentisch erscheint. Immer wieder zwingt sie die Figuren zu Erklärungen, so dass die Geschichte konstruiert wirkt. Was ich meine kann man einer von vielen Szenen sehen:

Minimaler Spoiler ;)

.

.

S. 74
Mutter zu Tochter ( Zahra ): "Es ist sicher nicht leicht für dich, weil die meisten deiner Freundinnen bereits verheiratet sind, du aber noch immer ledig bist, weil Kamal kurz vor eurer Hochzeit (..) ums Leben gekommen ist. Und jetzt segelt auch der neue Mann, den dein Vater für dich erwählt hat, mit einer Karacke über das Meer (...) "
Wer redet denn so bitteschön? Man merkt den Zwang den die Autorin hat, uns etwas mitzuteilen. Denn sowohl Zahra als auch Leonor wissen was vorgefallen ist und würden im normalen Leben ganz anders reden. z.b: " Armes Kind, es ist schlimm was dir widerfahren ist. Ich kann es gut verstehen...bla bla bla...aber keiner fängt an eine beiden bekannte Geschichte zu erklären!
Finde die Lösung nicht gelungen...und leider geht es ohne Ende so...Die Figuren erinnern mich ans Theater in dem die Protagonisten alles mitteilen müssen weil es keinen Sprecher gibt...es ist ein wenig gezwungen und man schafft es nicht in das Buch abzutauchen...

Alles Sitten un Bräuche, alles wird durchgekauft obwohl es für die Protagonisten nicht relevant ist. Aus diesem Grund habe ich es auch nicht geschafft mich da einzulesen, auch weiß man irgendwie schon die ganze Zeit wie es weiter geht. Es wird zu stark mit Stereotypen gearbeitet.

Fazit: Ein gut recherchiertes Buch aber die Story ist leider nicht überzeugend und auch die Art der Umsetzung ist nicht perfekt.
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12 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Granada 1478: Seit Jahrhunderten teilen sich die Kastilier und die Mauren die iberische Halbinsel, doch die Unzufriedenheit auf beiden Seiten ist groß. Immer wieder kommt es zu Überfällen, Raubzügen und Brandschatzungen auf der jeweils gegnerischen Seite. Als Hassan, Emir von Granada, schließlich nicht mehr bereit ist, seinen Tribut an Isabel, Königin von Kastilien, zu entrichten, beginnt eine Zeit des Krieges. Mauren gegen Christen, Christen gegen Mauren, Christen gegen Juden, Mauren gegen Mauren. Die Welt der jungen Halbmaurin Zarah steht Kopf und als wäre das noch nicht genug, muss sie sich auch noch darüber Gedanken machen, einen ungeliebten Mann heiraten zu müssen. Ihr einziger Lichtblick ist die Zeit, die sie mit Sultanin Aischa als deren Gesellschafterin verbringen kann. Diese starke Frau lehrt sie, sich in einer Welt der Männer durchsetzen und ihren ganz eigenen Weg gehen zu können.

"Die Maurin" ist Lea Kortes zweiter Roman. Das Buch erzählt vom Untergang des Maurischen Reiches in Spanien und man wird auf den letzten Seiten schon etwas wehmütig, was für eine wunderbare Welt von den Christen im Laufe der vergangenen Jahrhunderte immer wieder zerstört wurde. Die in Spanien lebende Autorin befasste sich intensiv mit der Vergangenheit ihrer Wahlheimat und so ist das Buch sehr umfassend recherchiert. Die wenigen Stellen, an denen sie die Geschichte zugunsten ihres Plots etwas angepasst hat, führt sie im Nachwort auf. Ihre Sprache ist so lebendig, dass schon die ersten Seiten den Leser völlig in der Handlung versinken lassen und man unbedingt wissen will, wie Zahras Abenteuer enden.

Neben der gut recherchierten, spannenden Handlung erschienen mir die Charaktere oft als etwas zu fortschrittlich in ihrem Denken und Handeln. Das Buch wimmelt leider auch nur so von Stereotypen: Die Guten sind gut, die Bösen sind böse (und oft auch hässlich). Zahra erlaubt sich Freiheiten, die sogar heutzutage oft noch mit Ehrenmorden geahndet werden, doch irgendwie verzeihen sowohl ihr Vater als auch ihr Bruder ihr diese Fehltritte. Zwar ist der Ehrenmord und der Druck ihres Glaubens Thema des Buches, aber trotzdem erfährt Zahra in dieser Hinsicht wenige Konsequenzen. Natürlich gibt es auch kleinere Kontrastpunkte: Charaktere, die anfangs etwas zwiegespalten sind. Neben Zahra gibt es da nämlich noch Gonzalo, den adeligen Kastilier, zu dem sich Zarah vom ersten Moment an hingezogen fühlt. Und dann ist da noch Jamie, dessen Bruder.

Fanatische Inqisitoren und vergewaltigende zukünftige Ehemänner kennen wir zur Genüge aus anderen historischen Romanen (tatsächlich bleibt es bei "Die Maurin" aber bei einer "Fast"-Vergewaltigung) und doch empfinde ich dieses Buch als etwas Besonderes. Ich mochte es kaum aus der Hand legen und fühlte mich rundum wohl mit Zahras Geschichte. Es störte mich nicht, dass sie für die damalige Zeit und für mein Empfinden etwas zu neuzeitlich agierte. Und mich störten auch nicht die durchtriebenen, boshaften Charaktere (von denen mich einer am Ende sehr überraschen konnte). Auch die sich entwickelnde Liebesgeschichte überraschte mich im positiven Sinn.

Generell würde ich das Buch eher Frauen als Männern empfehlen. Fans des Autorenteams Iny Lorentz dürfen sich ebenfalls auf "Die Maurin" freuen. Im Gegensatz zu Bücher wie "Die Wanderhure" ist dieses hier noch weitaus komplexer und trotz aller Kritik weniger stereotyp. Wer sich also für die spanische Geschichte interessiert und auch mit nicht ganz so tiefgründigen Charakteren umgehen kann, wird sich damit bestens unterhalten. Ich freue mich jedenfalls auf die weiteren Bücher von Lea Korte.
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