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Die Mauer: Geschichte einer Teilung
 
 

Die Mauer: Geschichte einer Teilung [Kindle Edition]

Edgar Wolfrum
4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)

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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Eine Mauer um Berlin zu bauen, um 16 Millionen Menschen einzusperren, diese Idee war ungeheuerlich. Wieso reagierten die Westmächte so lax, während die Deutschen geschockt waren? Warum rissen die Berliner die Mauer nicht ein? Was bedeutete die Einmauerung für das Leben in der DDR? Wer gewöhnte sich an die Mauer? Menschen, die von Deutschland nach Deutschland wollten, setzten ihr Leben aufs Spiel, viele Fluchten misslangen, etliche glückten. Von West-Berlin aus glich die Mauer seit den 1980er Jahren einer knallbunt bemalten Leinwand, doch im Osten wurde der Todesstreifen mit modernsten elektronischen Mitteln perfektioniert. 1989/90 kam das Ende der DDR als Mauerstaat. Warum fiel das unmenschliche Bauwerk so plötzlich, welche Rolle spielte Gorbatschow? Anschaulich und prägnant beantwortet Edgar Wolfrum diese Fragen und bettet sie ein in die Geschichte des Kalten Krieges, der deutschen Teilung und der Wiedervereinigung.
 
«Es gibt viele Bücher über die deutsche Teilung. Aber keines ist so pointiert wie Edgar Wolfrums ‹Die Mauer›.»
Stuttgarter Zeitung
 
«Kurz, prägnant und anschaulich … Das Bändchen ist der ideale Einstieg in das Thema.»
Ulrich Mählert, Damals

Über den Autor

Edgar Wolfrum, geb. 1960, ist Professor für Zeitgeschichte an der Universität Heidelberg und einer der besten Kenner der deutschen Nachkriegsgeschichte.

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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
17 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Detlef Rüsch #1 HALL OF FAME REZENSENT TOP 10 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Die Berliner Mauer, die Mauer, der "antifaschistische Schutzwall",... Bezeichnungen für die Mauer um Berlin herum, welche vom 13. August 1961 an 28 Jahre, zwei Monate und 27 Tage (!) bestehen blieb, gibt es einige. Doch längst ist es im allgemeinen Sprachgebrauch "DIE MAUER", welche für das jahrelange Umschliessen, Einschliessen, Verletzen und sogar Töten steht, das in ihrer unmittelbaren Umgebung geschah.
Mehr als 1200 Tote gab es in diesem Zeitraum zu beklagen. 45 Kilometer innerstädtische Grenze und 160 Kilometer um West-Berlin herum wurden abgeriegelt und damit zahlreiche Verkehrsverbindungen gekappt und unzählige zwischenmenschliche Verbindungen unterbunden. Im Vorfeld des Mauerbaus gab es eine gewaltige Fluchtbewegung aus der DDR heraus mit mehr als 3,5 Millionen Personen.
Jahre bzw. Jahrzehnte später und bald 20 Jahre nach dem sogenannten "Mauerfall" am 9.11.1989 sind die Hintergründe für den Bau vielfach in Vergessenheit geraten. Welche Gründe es für den Bau gab bzw. welche vorgeschoben wurden, lässt sich wohl nur mit einer genauen Analyse der politischen Großwetterlage nachvollziehen. Der Heidelberger Professor für Zeitgeschichte, Edgar Wolfrum, geht einer Vielzahl von Fragestellungen nach und untersucht detailreich die Vor- und Geschichte der Mauer sowie ihre "Nachwirkungen" und wie sich auch in unserer Zeit noch Mauern zur Abgrenzung zeigen.
In gut verständlichen, essayartigen Kapiteln zeigt der Autor diverse Gesichtspunkte rund um die Mauer auf und macht anschaulich, wie das Gesicht der Welt sich mit diesem Mauerbau verändert hat.
Er bezieht die Zeit vor 1961 (mitsamt den Aufstandsbewegungen in Ungarn 1956 und in der DDR im Jahre 1953) ein und erläutert die Beziehungen der "Siegermächte" zueinander. Hier wird Geschichte äußerst lebendig. Zum Teil wird man noch einmal an dramatische Situationen erinnert und bekommt mit der Beschreibung der Fluchten bzw. Fluchtversuche und dem "Schießbefehl" nocheinmal vor Augen geführt, was vor dem "Mauerfall" tatsächlich oftmals so schicksalshaft passierte.
Kenntnisreich werden hier die politischen Entwicklungen verdeutlicht, welche schließlich zum "Mauerfall" führten. Dies versteht der Autor mit klaren Beispielen sehr anschaulich zu vermitteln und bezieht hierbei unterschiedliche Quellen ein. Die "Geschichte einer Teilung" - wie es im Untertitel heißt - ist im Grunde genommen eine Geschichte der "Mit-Teilung" an die junge Generation: "Lest nach, schaut Euch alles ganz genau an, besucht die Erinnerungs- und Gedenkstätten, macht Euch mit Details vertraut und feiert die Überwindung der Teilung!". Edgar Wolfrum ist ein vortrefflicher Geschichte- und Geschichtenerzähler, der Vorder- und Hintergründiges gleichermaßen zu veranschaulichen vermag. Die schwarz-weiß-Aufnahmen, welche Szenen aus den unterschiedlichen Phasen der Mauer zeigen, sind oftmals eher unbekannt und veranschaulichen eine andere Sichtweise auf die Mauer. Das Personenregister am Ende des Buches ermöglicht ein rasches Wiederfinden der beteiligten und beschriebenen Personen. Leider gibt es im Vorsatzblatt keine kartographische Veranschaulichung über die Dimension der Mauer.
Ansonsten aber eine ungemein lebendige Geschichte über ein leider so prägendes Element der deutschen Nachkriegsgeschichte. Mögen viele Erwachsene und Jugendliche das Buch nutzen, um gegenwärtige Tendenzen und Strukturen im politischen Bereich angemessen zu reflektieren und zu beurteilen!
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Jack779
Format:Gebundene Ausgabe
für Leute die noch gar kein Vorwissen zur Mauer und "Berliner Mauer" haben, ist dieses Büchlein IDEAL. Einfach geschrieben, leicht nachzuvollziehen und hochinteressant. Langeweile kommt da sicherlich nicht auf. Für Fortgeschrittene, mit Vorwissen behaftete Leute würde ich das Buch weniger empfehlen, da dann das meiste schon bekannt ist vom Geschichtsunterricht, hochwertigen TV - Dokumentationen oder Zeitschriften. Leider sind Bilder im Buch von der "Berliner Mauer" auch sehr selten zu finden. Aber: habe den Kauf nicht bereut, gut für die Wiederauffrischung über ein trauriges Kapitel deutscher Geschichte.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Amarczon
Format:Gebundene Ausgabe
Vom 13. August 1961 bis zum 9. November 1989 teilte die Mauer Berlin in einen West- und einen Ostteil. Errichtet, um die Massenflucht der ostdeutschen Bürger in den Westen zu verhindern, stand die Mauer als Symbol für das geteilte Deutschland und den weltweiten Ost-West-Konflikt im Allgemeinen. In seinem Buch "Die Mauer" versucht Edgar Wolfrum die Geschichte dieser Teilung zusammenzufassen.

Edgar Wolfrum ist Professor für Zeitgeschichte an der Universität Heidelberg und zählt zu den wichtigsten Kennern der deutschen Nachkriegsgeschichte. Das Buch "Die Mauer" erschien 2009, zum zwanzigjährigen Jubiläum des Mauerfalls.

Um eine so wichtige, sich über dreißig Jahre erstreckende Geschichte auf nicht einmal 200 Seiten nachzuerzählen, sind eine gute Gliederung und eine Fokussierung auf die wichtigsten Fakten notwendig. Beides ist Wolfrum sehr gut gelungen. Die Geschichte wird in 12 Kapitel unterteilt, die einerseits chronologisch, andererseits aber auch thematisch geordnet sind. Die Umstände, die nach dem Ende des zweiten Weltkrieges schließlich zum Mauerbau im Jahr 1961 führten, werden im ersten Drittel des Buches wiedergegeben. Dabei wird in den einzelnen Kapiteln aus der Sicht des Ostens, des Westens und der Weltpolitik geschrieben.
Die Zeit der Teilung wird im nächsten Drittel geschildert, wo wiederum die beidseitigen Sichtweisen der Mauer beschrieben werden. In diesem Teil des Buches ist zudem ein Kapitel der Menschenjagd an der Mauer gewidmet, der viele Ostdeutsche Bürger bei einer versuchten Flucht in den Westen zum Opfer fielen.
Im letzten Drittel des Buches wird dann der Fall der Mauer, und damit der Zusammenbruch der DDR beschrieben. Hier konzentriert sich Wolfrum auf die Schwierigkeiten innerhalb des sowjetischen Lagers, und wie diese internen Auseinandersetzungen letztlich zum Ende führten. In einem letzten Kapitel beschreibt der Autor schließlich das fortbestehen der Mauer in den Köpfen vieler Deutschen, und geht kurz auf die Bedeutung von Mauern als Symbol von Teilung und Abschottung ein.

Das Buch "Die Mauer" von Edgar Wolfrum überzeugt sowohl inhaltlich als auch in seiner Form. Um ein kompliziertes und vielschichtiges Thema wie die Teilung Deutschlands auf so wenigen Seiten zusammenzufassen, sind eine gute Strukturierung und eine konzentrierte Fokussierung auf die wichtigsten Aspekte nötig. In "Die Mauer" werden diese Ansprüche erfüllt. Des Weiteren fällt der Schreibstil des Autors positiv aus, der in einer klaren und unkomplizierten Sprache schreibt. Für den geneigten Leser stellt sich nunmehr lediglich die Frage, ob er anhand dieses Buches nur einen ersten Überblick über die Thematik der Berliner Mauer erhalten möchte, denn mehr als ein Überblick können rund 160 Seiten nicht bieten, oder ob er sich lieber nach einer detaillierten Geschichte der Teilung umschaut. Ist ersteres der Fall, liegt man mit diesem Buch mit Sicherheit richtig.
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