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Die Mauer: 13. August 1961 bis 9. November 1989
 
 
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Die Mauer: 13. August 1961 bis 9. November 1989 [Gebundene Ausgabe]

Frederick Taylor , Klaus-Dieter Schmidt
4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

Inhaltsangabe und Rezension: Jetzt reinlesen [196kb PDF]
  • Gebundene Ausgabe: 580 Seiten
  • Verlag: Siedler Verlag; Auflage: 2 (5. Januar 2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3886808823
  • ISBN-13: 978-3886808823
  • Originaltitel: The Berlin Wall
  • Größe und/oder Gewicht: 23,2 x 15,6 x 4,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 321.846 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Fred Taylor
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»Taylors Erzählweise zeichnet sich durch größte Detailnähe, spannungsvolle Inszenierungen und konturenreiche Nahaufnahmen der Akteure aus.« (Der Tagesspiegel )

»Denn Taylor hat ein Standardwerk über das Beton- und Stacheldrahtbauwerk geschrieben, das die Stadt 28 Jahre lang teilte und gleichzeitig zum Brennpunkt zwischen Ost und West machte: „Die Mauer. 13. August 1961 bis 9. November 1989."« (Focus )

»Es ist gewiss nicht das erste Buch über die Mauer quer durch die deutsche Hauptstadt. Aber Taylor erzählt, ganz in der Tradition angelsächsischer Historiker, locker, gut lesbar und dennoch seriös über ihre Entstehung, Funktion, Unmenschlichkeit und ihren Fall. Und weil er dies stets in den großen Kontext der Ost-West-Auseinandersetzung über Deutschland stellt, ist sein Buch weit mehr als eine Geschichte jenes Beton-Ungetüms, mit dem Ulbricht und Chruschtschow das letzte Schlupfloch für Flüchtlinge aus dem Osten abriegelten und das 130 Todesopfer forderte. Seine Vorgeschichte der Mauer wird zu einem historischen Exkurs über die frühe DDR, über Walter Ulbricht und dessen verfehlte Politik der Kollektivierung und Sozialisierung selbst des Handwerks, die den Flüchtlingsstrom immer weiter anschwellen lässt.« (Literarische Welt )

Kurzbeschreibung

Die Geschichte der Berliner Mauer - Das Symbol der deutschen Teilung

Beinahe dreißig Jahre stand die Mauer – sie spaltete ein Land, sie zerriss Familien, viele starben beim Versuch, sie zu überwinden. Frederick Taylor erzählt die Geschichte dieses Bauwerks, das nicht nur ein Symbol für den verlorenen Krieg und die daraus hervorgegangene Teilung Deutschlands, sondern auch ein Fanal der Unmenschlichkeit war. Ein eindringliches Buch über die Zeit des Kalten Kriegs und darüber, was der Eiserne Vorhang für das Leben der Menschen bedeutet hat.

»Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten.« Der Zynismus dieses Satzes, den Walter Ulbricht wenige Wochen vor dem Mauerbau auf einer Pressekonferenz verkündete, wurde den Deutschen spätestens am 13. August 1961 bewusst. Am Morgen dieses Tages mussten die Bewohner Berlins feststellen, dass ihre Stadt über Nacht endgültig geteilt worden war. Soldaten der ostdeutschen Nationalen Volksarmee hatten die ersten Sperranlagen errichtet, die sich im Laufe der Zeit zum Symbol der deutschen Teilung, zur Berliner Mauer auswachsen sollten.

Frederick Taylor erzählt nun erstmals die vollständige Geschichte dieses unmenschlichen Bauwerks und lässt damit zugleich die deutsch-deutsche Nachkriegsgeschichte lebendig werden. Er rekonstruiert die Entscheidungen, die zum Mauerbau führten, beschreibt die Verzweiflung der plötzlich getrennten Familien ebenso wie die dramatischen Fluchtgeschichten, zu denen es an der Mauer immer wieder kam. Gestützt auf intensive Archivrecherchen und Augenzeugenberichte entwirft Taylor ein Panorama Berlins zur Zeit des Ost-West-Konflikts, als beide Teile Deutschlands auch immer ein Spielball im Kampf der Supermächte waren.


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15 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Warum schreiben deutsche Historiker oft so langweilig? Dass es auch anders geht, beweist das Buch des britischen Historikers Frederick Taylor. Taylor holt weit aus, um sich seinem Thema zu nähern und beginnt mit der Gründung der Stadt Berlin, wie sie aufblühte und nach dem zweiten Weltkrieg darnierderlag. Subtil leitet er dabei auf die Lebensläufe der zukünftigen Opponenten über, geläuterte Kommunisten im Westen und unbelehrbare im Osten - Ernst Reuter, Willy Brandt, Walter Ulbricht, Grotewohl, Pieck und viele andere Beteiligte werden kurz aber mit ausreichendem Tiefgang dargestellt. Er schildert die Situation in der Stadt und wie Ulbricht im Schutze der Roten Armee die Macht im Ostsektor übernahm und seinen "Aufbau des Sozialismus" umsetzte.

Frederick Taylor gelingt es eine farbige, tiefgründige,spannende und facettenreiche Erzählung der Ereignisse vorzutragen. An vielen Stellen läßt Taylor Beteiligte sprechen und zitiert Politiker, Fluchthelfer, Flüchtlinge, verfolgte und viele andere mehr. Er schafft es beim lesen dieses Buches die Atmosphäre wiederzubeleben, die ich vor mehr als 20 Jahren empfand, als ich dem Wahnsinn und der Absurdität der deutschen Teilung in Berlin persönlich erfahren habe. An jeder Stelle merkt man aber auch die sorgfältige wissenschaftliche Recherche der Fakten.

Das Buch endet mit der Entwicklung nach dem Mauerfall, dem unspektakulären Tod des Mauerbauers Erich Honnecker und der heutigen, erschütternd positiven Verklärung der DDR Diktatur, die gerade unter jungen Deutschen im ehemaligen Osten laut einer aktuellen Studie so verbreitet ist. Vielleicht bedarf es einer Betrachtung von außen, das man zu der einfachen Erkentniss gelangt:

"Die DDR war ein Staat, der seine Bürger dazu ermunterte, sich gegenseitig zu verraten. Das Leben unter dem gnadenlosen, forschenden Blick der Stasi war aus hunderttausenden Verrätereien im privaten Bereich zusammengesetzt, die von Menschen begangen wurden, denen mit Vertrauen zu begegnen in jeder anständigen Gesellschaft möglich sein sollte. Das Leben in der DDR auf andere Weise zu sehen bedeutet, in einer rosarot gefärbten Traumwelt zu leben."(S. 526)

Fazit: Für jeden interessierten der jüngeren deutsch-deutschen Geschichte ein nur wärmstens ans Herz zu legendes Buch. Flott und packend geschrieben ist es ein wirklich großes und würdiges Buch im Jubiläumsjahr des Mauerfalls.
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Mehr als Anklage und Aufruf 18. Dezember 2009
Format:Gebundene Ausgabe
Das Buch ist ein sensationelles Erlebnis! Eingebettet in die nüchterne Kosten-Nutzen-Rechnung der Weltpolitik vervollständigen Einzelschicksale und der Geist mehrerer Generationen die Darstellung einer mehr als 40-jährigen deutschen Geschichte. Überaus erfrischend werden die traurigen Ereignisse rund um die Berliner Mauer in Ost und West geschildert. Schulwissen wird aufgefrischt, nicht zwingend bekannte Fakten versetzen den Leser in Erstaunen und Erinnerungen werden lebendig: Wut, Verzweiflung, Staunen,(auch Neid) und Freude steigen auf. Das dieses Thema dem Leser nicht als schwere Kost im Hals stecken bleibt, dafür sorgen der berüchtigte britische Humor(mit Hang zu Übertreibungen) und, paradoxerweise, einstige Protagonisten wie Ulbricht und Chruschtschow. Die Tragödie dabei: Trotz allem Leid greifen die Betonköpfe erneut nach der Macht. (Vgl. dazu Knabe: Honeckers Erben)
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16 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Winfried Stanzick HALL OF FAME REZENSENT TOP 10 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Sie war das Symbol des Kalten Krieges und in der ganzen Welt bekannt als das äußere Zeichen der Grenze zwischen dem freiheitlich-demokratischen Westen und der Diktatur des sogenannten Realen Sozialismus. Die Jüngeren kennen Sie nur noch von Bildern, die älteren Generationen verbinden sie nicht selten mit Trennung, Todesschüssen und Stacheldraht.

Die Berliner Mauer spaltete das Land und zerriss Familien. Der britische Historiker Frederick Taylor hat schon 2004 mit seinem Buch über die Zerstörung Dresdens sich international einen Namen gemacht und legt nun ein ähnlich umfangreiches Buch über die Geschichte der Berliner Mauer vor, eines Bauwerks, das nicht nur über eine lange Zeit ein Symbol war für den Krieg, den Deutschland verloren hatte und die daraus resultierende Teilung Deutschlands und damit auch Europas, wie man später immer stärker hervorhob, sondern die auch Zeichen der Unmenschlichkeit und der Gewalt eines Systems war, das glaubte, seine Bürger durch eine Mauer vor dem feindlichen Westen schätzen zu müssen.

Das Buch ist mit zahlreichen Bildern versehen und erzählt in einer mitreißenden Sprache die Vorgeschichte und die Geschichte der Mauer bis zu jenen denkwürdigen Tagen im November 1989, als nicht nur die ersten Öffnungen hineingeschlagen wurden, sondern als der Anfang von Ende eines ganzes Systems eingeläutet wurde.

Fredrick Taylor ergänzt seine hervorragende Dokumentation durch Augenzeugenberichte, die dem Buch eine ganz besondere Authentizität verleihen. Es ist eine Geschichte des Ost-West-Konflikts, in der die beiden Teile Deutschlands oft nur ein Spielball der Interessen der Großmächte waren. Und es ist ein flammendes Plädoyer für die Freiheit und die Demokratie und eine Anklage gegen jede Form von Unterdrückung und Unfreiheit.
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