Mit "Die Maschen der Frauen" hatte ich (entgegen dessen, was der deutsche Titel vermuten läßt) einen warmherzigen Roman in der Hand. Er schildert das Leben der alleinerziehenden Mutter Georgia und ihrer Tochter Dakota, die zusammen den Strickladen "Walker & Daughter" unterhalten, sowie die Geschichten der Strick-Club-Mitglieder, die sich Freitags dort zum Stricken treffen. Die Geschichte spielt in New York, handelt von wahrer Freundschaft und dröselt wie nebenbei sanft die verwickelten Fäden des Lebens auf.
Der Roman macht zweifelsohne auch bei einem Handarbeitsmuffel Lust auf`s Stricken - die Lust auf`s Weiterlesen kommt allerdings erst nach und nach. Das Buch ist mit liebevollen Lebensweisheiten angereichert und schafft den Spagat zwischen Heiterkeit und Tiefgang. Die handelnde Personen sind wahrhaftig und werden schnell zu Symphatieträgern. Auch wenn mir die Geschichte zu gradlinig war, die liebevolle Aufmachung und die pfiffige Idee für die Story rechtfertigen dennoch 4 Sterne. Auf alle Fälle ein Buch für Freunde von einfühlsamen Gefühlskino und der Stoff, aus dem ein guter Hollywood-Streifen werden kann.
"Denn mit dem Stricken ist es wie mit dem Leben. Man muß den Faden einfach aufnehmen und anfangen."