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100 Jahre Universal Pictures
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Produktinformation
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Der Film, der damals ein finanzielles Fiasko war, ist eine bitterböse Kriegssatire und geht schonungslos mit den Politikern ins Gericht, die nur auf ihren eigenen Vorteil bedacht sind. Der angeblich ehrenvolle Tod für Volk und Vaterland ist Anlass zu zynischen Witzen. Garniert mit stimmungsvollen Gesangseinlagen ("Freedonia's Going To War") und großartigen Gags -- Groucho versucht Harpo zu entlarven, der vorgibt, sein Spiegelbild zu sein -- ist der Film ein permanenter Angriff auf die Lachmuskeln. Da die Marx Brothers Juden waren und deutsche Großeltern hatten, die bereits als Schausteller durch die Lande getourt waren, ist der Film auch im Zusammenhang mit dem Aufstieg Adolf Hitlers zu sehen. Harpo, der im richtigen Leben Adolph hieß, ließ 1938 sogar seinen Namen offiziell in Arthur ändern.
Zeppo ist in seinem letzten Film der Brüder als Grouchos Assistent Bob Roland zu sehen. Regie führte der zweifache Oscar-Preisträger Leo McCarey, der Screwball-Klassiker wie Die schreckliche Wahrheit schuf. Wie alle Filme der Brüder ist auch Die Marx Brothers im Krieg am besten im Original zu genießen: Viele Wortspiele und Gags lassen sich nur sehr unzureichend übersetzen, so dass die Filme synchronisiert eindeutig an Witz und anarchischem Charme verlieren. --Birgit Schwenger
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Der Film ist jetzt endlich auf einer DVD erschienen - deren Ausstattung spartanisch zu nennen eine Übertreibung wäre. Macht aber nichts! Die englische Originalspur ist drauf und das genügt. (Die mitgelieferte deutsche Sychnronisation ist übrigens durchaus akzeptabel, trotzdem sollte man den Film im O-Ton geniessen.)
Fazit: Hier ist einer der witzigsten und anarchischsten Filmkomödien aller Zeiten zu bewundern - übrigens in einer Bildqualität, die für einen über siebzig Jahre alten Film erstaunlich gut ist.
Die Handlung von "Die Marx Brothers im Krieg" ist eher zweitranging. Groucho spielt den Diktator Rufus T. Firefly, der den Phantasiestaat Freedonia regiert. Chico und Harpo spielen zwei Spione des Nachbarlandes Sylvanien, die Ihrer Aufgabe überhaupt nicht gewachsen sind. Wichtig in dieser Anitkriegssatiere, die von wohltuender Kürze ist (66 Minuten), sind vorallem die Gags. Die Handlung bietet nur den Boden hierfür. Besonders witzig ist die Spiegelszene, in der sich Chico und Harpo als Groucho verkleiden, und die drei Brüder fast nicht auseinander zu halten sind. Mit "Freedonia's Going To War" wurde eine gutgemachte Gesangseinlage eingebaut, die eine Persiflage auf die Musicals der 30er Jahre darstellen soll.
"Duck Soup" war bei seinem Erscheinen 1933 ein finanzieller Flop, der dazu führte, dass die Paramount den Vertrag mit den Brüdern nicht verlängerte. Anschliessend kamen sie ein Jahr später bei MGM unter, und glichen diese Schmarre mit Filmen wie "in der Oper" oder "im Kaufhaus" wieder aus. Jedoch erfuhr "Duck Soup" 40 Jahre später in den 70er Jahren ein Revival und erreichte vorallem bei jungen Leuten in den USA Kultstatus. Wohl auch weil diese Antikriegssatire in das polititsche Bild der Zeit passte.
Sich den Film im Original anzusehen ist natürlich Pflicht. Da die deutsche Synchronisation dem Wortwitz nicht gerecht wird. Vielleicht kommen auch die anderen "Marx Brothers"-Filme noch auf DVD raus. Die Fans würden es begrüßen.
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