Unter den 1976 von den Viking-Sonden zur Erde gesendeten Marsbildern befand sich bekanntlich auch eine Aufnahme des "Marsgesichts", das von der NASA als optische Täuschung erklärt wird, die durch Licht und Schatten zur Aufnahmezeit hervorgerufen wurde. Richard Hoagland stieß Anfang der achtziger Jahre auf die Arbeiten einiger Techniker, die sich mit der offiziellen Version nicht abfinden wollten und in dem Gesicht das Werk vernunftbegabter Wesen sahen. Daraufhin gründete Hoagland mit mehreren Wissenschaftlern eine "Unabhängige Marsuntersuchung", die sich näher mit den Aufnahmen des Gesichts beschäftigte. Der Hauptteil des Buches beschäftigt sich mit der Arbeit der Marsuntersuchung. Es beschreibt ausführlich und gut nachvollziehbar, wie der Autor zu der Überzeugung kam, daß sich wirklich etwas auf dem Mars befindet und wieso die Erbauer weder vom Mars noch von der Erde stammen können. Problematisch ist dabei allerdings, daß seine einzigen Beweise sich auf dem Mars befinden und nur durch zwei Photos belegt werden. Während der erste Teil des Buchs Schritt für Schritt nachvollziehbar ist, da alle Bilder, auf die er sich bezieht, abgedruckt sind, so daß man sich ein eigenes Bild machen kann. Im zweiten Teil wartet er jedoch mit wirren Spekulationen über Kornkreise und hyperdimensionale Physik auf, ohne schlüssige Beweise liefern zu können. Das Buch lohnt sich für zwei Gruppen: Erstens für alle, die an das Marsgesicht glauben und hier alle "Beweise" an einer Stelle finden. Es lohnt sich aber ebenso für die Gegner des Marsgesichts, die mit den Anhängern ernsthaft diskutieren wollen. In dem Buch werden die meisten Argument für das Gesicht dargelegt - und man muß sie kennen, um sie widerlegen zu können. Durch die letzten Mars-Missionen, die eindeutig gezeigt haben, daß es sich bei dem Mars-Gesicht um ein natürliches Phänomen handelt, ist das Buch mittlerweile zwar überholt, aber immer noch interessant. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)