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Die Markgräfin: Roman Taschenbuch – 17. August 2005


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Produktinformation

  • Taschenbuch: 480 Seiten
  • Verlag: FISCHER Taschenbuch; Auflage: 11 (17. August 2005)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3596159350
  • ISBN-13: 978-3596159352
  • Größe und/oder Gewicht: 12,8 x 4 x 19,1 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (99 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 35.360 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Über den Autor und weitere Mitwirkende

Sabine Weigand stammt aus Franken. Sie ist Historikerin und arbeitet als Ausstellungsplanerin für Museen. Dokumente aus Nürnberg waren der Ausgangspunkt ihres Romans ›Das Perlenmedaillon‹, das wahre Schicksal einer Osmanin am Hof August des Starken liegt dem Roman ›Die Königsdame‹ zugrunde. In ›Die Seelen im Feuer‹ bilden die Hexenakten von Bamberg die historische Romanvorlage, bei ihrem ersten Roman ›Die Markgräfin‹ war es die reale Geschichte der Plassenburg bei Kulmbach, bei ›Die silberne Burg‹ die Bestallungsurkunde einer jüdischen Ärztin.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen

110 von 114 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Ein Kunde am 31. Dezember 2003
Format: Gebundene Ausgabe
Bei Restaurierungsarbeiten in der Plassenburg im Fränkischen Kulmbach wird die eingemauerte Leiche eines Säuglings entdeckt. Eine Gruppe von Hobbyhistorikern macht sich auf die Spurensuche eines Verbrechens, das mehr als 400 Jahre zurückliegt. Sabine Weigand, selbst Historikerin, nutzt diese Ausgangssituation für ein pralles Sittengemälde des mittelalterlichen höfischen Lebens. Das Buch enthüllt die Lebensgeschichte der jungen Markgräfin Barbara von Ansbach, einer mutigen Frau, die gegen die strengen gesellschaftlichen Normen ihrer Zeit verstößt und viele Jahre lang von ihrer eigenen Familie auf der Burg gefangen gehalten wird.
Geschickt verbindet die Autorin die Dedektivgeschichte in der Gegenwart mit der bunten Schilderung der tatsächlichen Begebenheiten auf der mittelalterlichen Burg. Die Hobbyforscher kommen am Ende der Wahrheit recht nah, doch ihre mühsamen Recherchen in Kirchenarchive und Bibliotheken stossen an Grenzen. Letztlich kann die Wissenschaft nicht in die Herzen der Menschen blicken. Aus den zahlreichen Fragmenten entsteht nur das Skelett der Ereignisse. Lebendig wird das Mosaikbild der Vergangenheit erst durch die Fantasie.
Die Geschichte ist mitreißend geschrieben und zieht den Leser von der ersten Seite an in den Bann. Auch wenn sich (wie in allen historischen Romanen) Wahrheit und Fiktion mischen ist der Roman von grobschlächtig-folklorisischem Kitsch weit entfernt. Das kann man ja leider bei weitem nicht von allen Büchern dieses Genres sagen. Sehr gut recherchiert (die Markgräfin und viele der historischen Figuren gab es nämlich wirklich!)entwickelt die Autorin ihre Figuren und deren Schicksale stets glaubwürdig und authentisch.
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56 von 59 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von jaydee am 13. Februar 2007
Format: Taschenbuch
Dies ist der beste historische Roman den ich jüngster und auch längerer Zeit gelesen habe und ich kann ihn nur absolut empfehlen.

Die zwei Zeitebenen fand ich total gut, für mich erhöhte es die Spannung.

Ging es in der Gegenwart mit den Nachforschungen voran, konnte ich es kaum erwarten bis es im nächsten Kapitel wieder um die aussichtslose Lage der Markgräfin ging. Schien sich hier ein Lichtblick abzuzeichnen, ging es wieder in die Gegenwart und die Hoffnung für Barbara musste warten.

Am besten an dem ganzen Buch fand ich die glaubwürdige menschliche Darstellung der Hauptperson:

Nicht grad vom Glück verfolgt, keine Vorteile durch adelige Geburt, nicht die Schönste von Natur aus, auch nicht begabter als alle anderen. Ein Freigeist ja! Gerade deswegen das verursachte Leid noch schlimmer für sie zu ertragen.

Noch nachvollziehbarer.

Dieses Buch fühlte sich ECHT an.

Mir gefielen auch einfach die Briefe in der altertümlichen Sprache. Das fand ich einfach schön für die Stimmung des Buches.

Wer mehr lesen will als Liebesgeplänkel vor historischer Kulisse von Protagonisten, denen in eher schwierigen Zeiten alles in den Schoss zu fallen scheint und die alles mit links meistern, sondern ein authentisches Portrait einer mittelalterlichen Frau, gekleidet in einen spannenden Rahmen ist hier genau richtig!

Für mich, die genervt ist von Gabaldon & Co ein Volltreffer!!!
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39 von 42 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Katie B. am 10. Juli 2007
Format: Taschenbuch
Kurz vorweg: Der Roman ist etwas anders aufgebaut, als man es von den klassischen historischen Romanen kennt.

Frau Weigand erzählt die Geschichte der Markgräfin von Ansbach im 16.Jhd., die sich zunächst der Heiratspolitik ihres Vaters fügt und zunächst den alten Herzog von Groß Glogau heiratet und nach dessen Tod mit dem König von Böhmen per procura verheiratet wird, jedoch nie von ihm angenommen wird. Als sie nach Jahren des Wartens ihr eigenes Leben beginnen will und gemeinsam mit dem König von Böhmen die Annullierung ihrer Ehe durch den Papst begehrt, wird sie von ihren Brüdern auf die Plassenburg gesperrt, um sie wieder gefügig zu machen.

Eben auf dieser Plassenburg entdeckt im Jahr 2001 der Kastellan eine Kinderleiche aus dem 16.Jhd.. Dies ist die zweite "Geschichte", die Frau Weigand am Rande erzählt und die sich am Ende des Romans mit einem Zeitungsartikel unterlegt. Sie nimmt den Leser mir auf eine spannende Entdeckungsreise eines kleinen Hobbyforschteam, dass sich um den Kastellan bildet und sich auf die Suche nach der Identität der Kinderleiche macht und dabei auf die Geschichte der Markgräfin Barbara von Ansbach stößt.

Frau Weigand wechselt immer wieder zwischen Gegenwart und Vergangenheit, wodurch die Geschichte eine gewisse Frische bekommt. Trotzdem oder vielleicht sogar gerade deswegen läßt sich der Roman flüssig lesen, so dass man ihn gar nicht mehr aus der Hand legen möchte.

Ein gelungener, einfühlsamer Roman über eine starke Frau, die versucht mit den Regeln ihrer Zeit zu brechen.
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26 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Watchman am 25. März 2004
Format: Gebundene Ausgabe
Sabine Weigand weiß wovon sie redet, wenn sie über die Markgräfin schreibt. Ausführlich hat sie sich über Briefe aus der damaligen Zeit mit dem Schicksal der real existierenden Markgräfin Babara auseinander gesetzt und den Rest mit brillanter Vorstellungskraft zu einer Geschichte entwickelt, die eine Mischung aus Detektivroman (was hat es mit der Kinderleiche in der Plassenburg auf sich) und historischem Roman gekonnt kombiniert in sich trägt. Ungeschönt schildert sie das Leben im Mittelalter auf der Burg,die keineswegs so romantisch ist,wie man sich das immer vorstellt, sondern hart, mit vielen Entbehrungen und unter unmöglichsten hygienischen Verhältnissen. Aber lesen Sie selbst. Sabine Weigand ( Studium der Geschichte) ist vom Fach und "Die Markgräfin" wird sicher nicht das letzte sein,was man von dieser tollen und sehr sympathischen (habe sie persönlich treffen können!)Autorin lesen wird.
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