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Die Ehe der Maria Braun
 
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Die Ehe der Maria Braun

Hanna Schygulla , Klaus Löwitsch , Rainer Werner Fassbinder    Freigegeben ab 12 Jahren   DVD
4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Darsteller: Hanna Schygulla, Klaus Löwitsch, Ivan Desny
  • Regisseur(e): Rainer Werner Fassbinder
  • Format: Dolby, HiFi Sound, PAL
  • Sprache: Deutsch (Dolby Digital 1.0)
  • Region: Region 2
  • Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1
  • FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
  • Studio: STUDIOCANAL
  • Erscheinungstermin: 5. April 2005
  • Produktionsjahr: 1979
  • Spieldauer: 115 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B0007U5V5M
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 9.322 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Hanna Schygulla ist der Star von Die Ehe der Maria Braun, eines der besten Filme Rainer Werner Fassbinders. Marias Odyssee von den Kriegsjahren zu den Konsumentenjahren bilden den Rahmen für das Geschehen. Am Anfang des Films heiratet Maria (Hanna Schygulla) den jungen Soldaten Hermann Braun (Klaus Löwitsch), der in den Krieg geht, an der russischen Front als vermisst gilt, im Gefängnis endet und schließlich in Amerika landet. Während Maria immer noch auf die Rückkehr ihres Mannes wartet, erfährt sie ein Schicksal, dass sie letztendlich zu Macht und Reichtum führt.

Der Film begleitet Maria durch eine lange Trauerzeit, die von Gelegenheitsprostitution unterbrochen ist. Sie beginnt, in einer amerikanischen Bar zu arbeiten. Hier fängt sie ein Verhältnis mit einem afro-amerikanischen Soldaten an, der sie und ihre Familie nicht nur mit Geld und Lebensmitteln versorgt, sondern ihr auch Englisch beibringt. Dessen plötzlicher Tod und die Rückkehr ihres Ehemanns trägt Maria mit verblüffender Gelassenheit.

Die Ehe der Maria Braun ist nur einer unter vielen filmischen Metaphern Fassbinders, in dem es um Identität und Erfahrungen im Nachkriegsdeutschland geht. Der Film von 1978 ist auch heute noch als ein Meisterwerk anzusehen. In weiteren Rollen: Elisabeth Trissenaar, Gisela Uhlen, Gottfried John, Hark Bohm und Michael Ballhaus, langjähriger Kameramann Fassbinders, der seit langem in Hollywood arbeitet. --Ursula Steingaß

Produktbeschreibungen

Deutschland 1943. Nur einen Tag nach seiner Hochzeit mitten im Bombenhagel muss Hermann Braun zurück an die Front. Seine frisch angetraute Frau Maria schlägt sich als Bardame durch. Hermann bleibt nach Kriegsende unauffindbar und Maria beginnt eine Affäre mit dem farbigen GI Bill. Als der heimkehrende Hermann die beiden überrascht, erschlägt Maria den Amerikaner. Hermann nimmt die Schuld auf sich und wandert für mehrere Jahre ins Gefängnis. Währenddessen verdingt sich Maria im Büro des unheilbar kranken Industriellen Oswald, der ihr für ihre Zuneigung eine große Erbschaft in Aussicht stellt. Auf diese Weise will Maria für sich und Hermann eine neue Existenz aufbauen. Doch Hermanns Rückkehr nach Oswalds Tod wird nicht der erhoffte Beginn des lange

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13 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von j.h. VINE™-PRODUKTTESTER
Format:DVD
Maria (Hanna Schygulla) und Hermann (Klaus Löwitsch) heiraten während eines Bombenangriffs im zweiten Weltkrieg. Als am Ende des Krieges Maria die Nachricht von seinem Tod an der Front erhält, glaubt sie nicht daran. Sie arbeitet als Animiermädchen, freundet sich mit einem schwarzen Soldaten an. Gerade als sie mit ihm im Bett liegt, kommt Hermann aus der Kriegsgefangenschaft zurück. Aus Liebe zu Hermann erschlägt Maria den Amerikaner mit einer Flasche. Hermann nimmt die Schuld auf sich und wird zu einer Zuchthausstrafe verurteilt. Maria will inzwischen die Basis für ein Leben in materieller Sicherheit schaffen. Sie wird Geliebte und Teilhaberin des Fabrikanten Oswald (Ivan Desny), dessen Buchhalter Senkenberg (Hark Bohm) die Beziehung mit wachsendem Missfallen beobachtet. Hermann, der von dem Verhältnis erfährt, wandert nach Kanada aus. Am Tag des Fußball-Weltmeisterschaftsendspiels 1954 zu Maria zurückgekehrt, wird ihm und Maria von einer Notarin mitgeteilt, dass der verstorbene Oswald ihnen die Fabrik hinterlassen hat. Da fliegt das Haus - und mit ihm die schön geplante Zukunft - wegen eines nicht ausgeschalteten Gasherdes in die Luft.
Rainer Werner Fassbinder (1945-1982) erzählt in seinem erfolgreichsten Film die Geschichte einer ebenso schönen wie ehrgeizigen Frau, die mit Skrupellosigkeit und Gefühlskälte den sozialen Aufstieg schafft, ihre Träume von Liebe und Ehe aber nicht verwirklichen kann. Der Film verknüpft das Einzelschicksal mit der Geschichte der Geschichte der frühen Bundesrepublik und ihrer Entwicklung zur egoistischen, mitleidlosen Gesellschaft.
DIE EHE DER MARIA BRAUN (1979) ist der erste Film von Fassbinders BRD-Trilogie, zu der auch LOLA (1980) und DIE SEHNSUCHT DER VERONIKA VOSS (1982)- alle bei KINOWELT als DVD erschienen - zählen.
Die DVD enthält neben dem in sehr guter Qualität vorliegenden Film den Trailer sowie die 30 minütige Dokumentation "Eine deutsche Geschichte - Rainer Werner Fassbinder und sein Film Die Ehe der Maria Braun" (WDR 1995, von Peter Kremski), in der Hanna Schygulla, Margarethe von Trotta, Filmkritiker Hans Günther Pflaum und Autor Peter Märthesheimer zu Wort kommen.
Für Sammler des anspruchsvollen deutschen Films ein Pflichtkauf!
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3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Originell oder nervig? 23. April 2009
Format:DVD
Maria Braun ist einen halben Tage mit ihrem Mann verheiratet, dann muss er zurück an die Front des sich zum Ende neigendem 2. Weltkrieges. Nicht viel und doch genug um alles was sie tut, für ihn zu tun. Auch als sie die Nachricht seines Todes erreicht, glaubt sie weiter an seine Rückkehr. Sie ergreift die Initiative und sichert sich und ihrer Mutter ein Überleben in einem zerstörten und mittellosen Nachkriegsdeutschland. Ein anderer Mann. Die Rückkehr des Ihren. Jemand stirbt. Ein zweites und drittes Mal wird das gemeinsame Leben verhindert. An der Seite eines weiterer Mannes hat Maria alles im Griff. Nichts bleibt dem Zufall überlassen, sie agiert und lenkt, sie ist erfolgreich. Und als, nach einer endlosen Zeit des Getrenntseins von ihrem Mann, das Happy End und endlich das ersehnte Zusammensein in Aussicht steht, nimmt sich Maria das Leben.

Fassbinder war 1979 kein Neuling mehr. Sein Name war bekannt, sein Budget und damit seine Möglichkeiten waren gestiegen. Fassbinder will weiter ein Querkopf und Sonderling bleiben und geht dennoch Kompromisse ein.
Das Ergebnis: Ein professioneller Film mit verstörenden Elementen. Fassbinder macht weiter Theater. Episches Theater. Brechts Einfluss ist unverkennbar. Statisch inszeniert, überladen mit Verfremdungseffekten. Keine Sekunde Stille. Immer Hindergrundsgeräusche: Maschinengewehrfeuer und Presslufthämmer, Schlüsselbundklirren und Kantinenlärm, Adenaueransprachen und Fußballweltmeisterschaftübertragungen. Die Dialoge werden übertönt, zum Teil bis zur Unverständlichkeit. Zu Beginn glaubt man noch, der Film sei schlecht abgemischt, doch die Konsequenz der Einsetzung dieses Stilmittels belehrt eines Anderen.
Ebenso inszeniert: die Figurenrede und das Spiel. Statisch und gekünstelt. Theater auf Zelluloid.
Maria Braun: eine Kunstfigur. Zielstrebig und taff. Projektionsfläche ohne Identifikationsmöglichkeit. Die Männer bleiben Randfiguren und Spielbälle. Gerade ihr Mann gewinnt kein Profil, so dass der Zuschauer nicht verstehen kann warum sie ihm so bedingungslos ergeben ist. Am Ende wird ihr das wohl selbst klar.

Darf man einen Klassiker kritisieren? 2009 - muss man filmgeschichtlich 30 Jahre zurückdenken. Alle sind sich einig: Fassbinder war ein Genie. Darf man daran Zweifel äußern?
Ein paar Fragen, statt Antworten und Interpretationen: Sind Fassbinders Verfremdungseffekt nur Spielerei? Selbstzweck? Was bewirken sie? Klar, sie verhindern eine Identifikation. Muss man das nach Brecht noch machen? Nach Fassbinder kommen Jelinek, Lars von Trier und das ganze Postdramatische Theater. Alle wollen das gleiche: Identifikation verhindern und mit Rezeptionsgewohnheiten brechen - verstören. War Fassbinder zu dieser Entwicklung nötig?

Am Ende bleibt man ratlos. Ist Fassbinder nicht immer überschätzt wurden? Oder war, was man soeben sah doch absolut genial und vielschichtig?
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3 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Sehenswert! 6. April 2001
Von Ein Kunde
Format:Videokassette
Mein Eindruck ist, dass es ein sehr, sehr guter Film ist , nicht nur weil es sehr lebensbezogen ist, sondern auch weil es so viel von der derzeitigen politischen Situation zeigt, nicht nur in Deutschland sondern auch in der ganzen Welt . Es zeigt die Kaempfe um die Macht, die Elend und die lange Hand des Kapitalismus und wie mehrere Leben und Traeume zerstoert werden. Unbedingt ein Film, den man sehen muss, den man gar nicht erzaehlen kann, sondern die Bilder sprechen fuer sich . Sehenswert ! ! !
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