'Die Mansarde' ist eine wunderschöne, aber auch sehr traurige Geschichte! Es geht um eine Frau, die zusammen mit ihrem Ehemann und ihrer Tochter in einem Haus lebt. Doch trotzdem ist sie immer alleine, denn niemand versteht sie wirklich.
Sie hat ein scheinbar ganz normales Leben, kümmert sich um den Haushalt, besucht alte Bekannte im Krankenhaus, zeichnet und liest.
Doch die Frau hat gleichzeitig auch eine Art Doppelleben: nur in der Mansarde des Hauses kann sie sein, wie sie ist. Dort zeichnet sie und vergisst den Alltag. Und dort liest sie auch die alten Tagebucheinträge, die sie von einem längst vergessenen Menschen aus ihrem Leben zugeschickt bekommt.
Die Zeit, in der sie das Tagebuch geführt hat, liegt lange zurück. Zu dieser Zeit war die Frau taub und lebte bei Bekannten in den Bergen. Die Erfahrungen, die sie dort machte, und die bitteren Gefühle, die sie durchlebte, schienen so weit weg und kommen nun alle zurück, so dass Gegenwart und Vergangenheit zu einem untrennbaren Netz werden.
Ein schön erzähltes Buch über innere Einsamkeit und Möglichkeiten, damit umzugehen.
Sehr empfehlenswert!