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Die Manifeste des Surrealismus
 
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Die Manifeste des Surrealismus [Taschenbuch]

André Breton , Ruth Henry
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 144 Seiten
  • Verlag: rororo; Auflage: 12 (4. Dezember 1986)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3499554348
  • ISBN-13: 978-3499554346
  • Größe und/oder Gewicht: 19,2 x 12,4 x 0,9 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 20.099 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Buch der 1000 Bücher

Copyright: Aus Das Buch der 1000 Bücher (Harenberg Verlag)

Manifeste des Surrealismus
OT Manifeste du surréalisme OA 1924 DE 1968OT Second manifeste du surréalisme OA 1930 DE 1968Form Essay Bereich Kunst
Das Erste Manifest des Surrealismus erweitert eine fiktive lexikalische Definition des Begriffs (»reiner, psychischer Automatismus«) durch die Theorie einer von André Breton zuvor entwickelten Technik der literarischen Produktion. Diese dient als im Prinzip unbewusste Schreibweise einer exemplarischen Verknüpfung von Traum und Wirklichkeit; sie lässt sich von der Sprache auf andere Medien übertragen.
Entstehung: Ab 1922 sammelten sich in Paris ehemals dadaistische Schriftsteller und Künstler, die mit anderen Gruppen rivalisierten. Klare Abgrenzung schien geboten. Vor dem Hintergrund avantgardistischer Bewegungen ab 1905 mit selbst gewählten oder aus Spottnamen abgeleiteten Bezeichnungen wie Fauvismus, Kubismus und Futurismus entschieden sich Breton und seine Freunde dafür, die eigene Position als Surrealismus (= Überwirklichkeit) zu etikettieren. Breton verteidigte den Titel seines 30-seitigen Manifests »Nur böser Wille vermöchte uns das Recht streitig machen, das Wort Surrealismus in dem von uns verstandenen Sinne zu gebrauchen; denn es ist klar, dass es vor uns keinen Erfolg gehabt hat.« Bald nach seinem Eintritt in die Kommunistische Partei (1927) musste Breton die politische Position des Surrealismus klären. Diesem Zweck diente 1930 das Zweite Manifest des Surréalismus.
Inhalt: Das Erste Manifest des Surrealismus proklamiert die radikale Absage an den traditionellen Realismus. Zugrunde liegen Tendenzen, die bereits in im Manierismus, in Romantik und im Symbolismus wirksam waren, vor allem aber die Tiefenpsychologie Sigmund R Freuds, den Breton 1921 in Wien besucht hatte. Ein Sinnbild des im Namen der Vernunft vom Rationalismus beherrschten Geistes ist der Käfig – ein in der surrealistischen Objektkunst häufiger Gegenstand –, in dem sich die Erfahrung »windet«; Surrealismus bedeutet, Erfahrung durch eine neue Dimension des Ästhetischen zu befreien. Angesichts der Katastrophen in einer vernunftgeleiteten Welt »unter der Herrschaft der Logik« proklamiert Breton als neue Dimension »ein für allemal: das Wunderbare«; es ist »immer schön, gleich welches Wunderbare, es ist sogar nur das Wunderbare schön«. Eine Absicht seines Manifestes ist es, »dem Hass auf das Wunderbare, der bei gewissen Menschen herrscht, und der Lächerlichkeit, der sie es preisgeben wollen, den Prozess zu machen«.
Zwar steht die surrealistische Ästhetik laut dem ab 1934 neuen Titel von Bretons Zeitschrift »im Dienst der Revolution«, wobei Revolution für ihn gleichbedeutend ist mit Kommunismus. Zugleich kritisiert das zweite Manifest den kommunistischen Revolutionsbegriff. Zwar bestehen Analogien zwischen dem dialektischen Materialismus und dem Surrealismus, indem dieser ebenfalls »von dem ›kolossalen Fehlschlag‹ des Hegel’schen Systems ausgeht«. Aber: »Wie könnte man zugeben, dass sich die dialektische Methode in gültiger Weise nur auf die Lösung sozialer Probleme anwenden ließe?« Noch geht Breton von Gemeinsamkeiten aus: »Ich sehe wirklich nicht (mag das auch einigen bornierten Revolutionären wenig gefallen), warum wir darauf verzichten sollten, wenn wir es nur unter dem gleichen Gesichtspunkt tun, unter dem sie – und wir – die Revolution sehen: nämlich die Probleme der Liebe, des Traums, des Wahnsinns, der Kunst und der Religion aufzurühren.«
Wirkung: Das erste Manifest trug wesentlich zur engen Gruppenbildung bei (verbunden mit Ausgrenzungen) und setzte die weitere Theoriebildung innerhalb des Surrealismus in Gang. Mit dem zweiten Manifest verschärfte Breton die interne politische Auseinandersetzung; die KPF schloss ihn 1935 aus der Partei aus. C. W.

Kurzbeschreibung

André Breton gilt als einer der bedeutendsten Dichter des Surrealismus, seine MANIFESTE sind die grundlegenden theoretischen Schriften dieser avantgardistischen Bewegung, die vielen zur Weltanschauung wurde. Revoltiert wird gegen alles Herkömmliche und Überlieferte, gegen Arbeitsteiligkeit und Zweckrationalismus, gegen Familie und Vaterland mit dem Ziel, die Entfremdung des Ich aufzuheben, Authentizität zu gewinnen. In ihrer Suche nach einer Fusion von Geist und Welt, von Individuum und Kollektiv zählen die MANIFESTE unbestritten zu den Klassikern der Moderne.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
13 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Nele
Format:Taschenbuch
Wer glaubt, dass der Surrealismus nur aus kunstvollen Bildern besteht, hat noch nicht dieses Buch gelesen & sich davon überzeugen lassen, wie wortgewaltig dieses "Manifest" bzw. der Surrealismus selbst ist. Inhalte des Buches sind z.B. das Vorwort zur Neuauflage des Manifestes von 1929, sowie eine Anmerkung von Ruth Henry zur deutschen Ausgabe.

André Breton hebt die Schwerkraft & auch sonst alles auf, was wir VOR lesen dieses Buches, in unserem Leben als Normalität empfunden haben.

Die Begriffe richtig & falsch, normal & unnormal verlieren ihre eigentliche Bedeutung,es ist ein 'Aufstand gegen die Logik', ein 'verwerfen von Dingen die sind' ....

Das Buch erweckte in mir & anderen die es ebenfalls bereits lasen: Kreativität - Mut zu abstrakten Ideen & dem "automatischen Schreiben" (was jeder z.B. aus dem Buch "Club der toten Dichter" kennt, mit dem "zahnschwitzendem Verrücktem").

Wer eintaucht in diese Welt, entdeckt auch 'den besten Teil seiner Kindheit' wieder & zwar Unvoreingenommenheit den Dingen die "sind". Es macht den Leser "frei" & die Realität ein Stück weit bunter.

Wer wirre,aber denn noch genial durchdachte Thesen mag & von ein paar "Fremdwörtern" nicht abgeschreckt ist, wird dieses Buch lieben!

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