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Die Magierin des Windes
 
 
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Die Magierin des Windes [Taschenbuch]

Misty Massey , Maike Claußnitzer
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 464 Seiten
  • Verlag: Blanvalet; Auflage: 1. (12. April 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3442267587
  • ISBN-13: 978-3442267583
  • Originaltitel: Mad Kestrel
  • Größe und/oder Gewicht: 18 x 11,7 x 4,1 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 525.732 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Misty Massey
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Piraten, Meuterer und Kopfgeldjäger – und mittendrin eine junge Magierin, die sich zu behaupten weiß

Falkin entkommt mit Müh und Not den Klauen der mächtigen Magiergilde, die alle Menschen mit einem besonderen Talent – wie Falkin einer ist – beherrschen will. Auf den Decksplanken des Kaperschiffs Vogelfrei hat sie ein neues Leben gefunden. Doch da wird Kapitän Binns, der um ihr Geheimnis weiß, bei einem Landgang verhaftet. Schuld daran ist der zwielichtige – und außerdem überaus attraktive – McAvery, und den will Falkin jetzt zur Strecke bringen. Doch auch McAvery verfügt über ungeahnte Talente ..

Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

KALTE WELLEN SCHWAPPTEN über die Reling und rissen Falkin beinahe um. Sie umklammerte das nasse Holz also fester und spähte mit zusammengekniffenen Augen in die regengepeitschte Dunkelheit. Ein Blitz durchzuckte den Himmel, und Falkin zählte leise vor sich hin. Eins... zwei... drei... vier... Plötzlich grollte der Donner, und zwar so laut, dass einem die Eingeweide zitterten. Aber es war schon eine Sekunde weiter entfernt als eben noch. Falkin atmete erleichtert aus. Ganz gleich ob sie dem Sturm davonliefen oder er ihnen, jedenfalls waren sie endlich auf der sicheren Seite.
Der Sturm war mörderisch gewesen: Wie ein riesenhaftes Tier war er aus der Nacht herangewirbelt gekommen und hatte die Mannschaft der Piratenschaluppe Vogelfrei völlig überrumpelt. Wenn sie den Kurs geändert hätten, wäre es ihnen vielleicht noch möglich gewesen, nur an den Ausläufern entlangzuschrammen, aber der Kapitän war stur geblieben. Eine Kursänderung hätte sie nämlich nur einen weiteren Tag von ihrem Ziel ferngehalten - und er war keineswegs bereit, eine Verspätung auch nur in Erwägung zu ziehen.
Sie hatten die Segel getrimmt und die Luken verschalkt, um das Toben zu überstehen. Es war nicht mehr als ein glücklicher Zufall, dass kein Mann über Bord gegangen war. Als sich das Wetter schließlich wieder beruhigt hatte, hatte Falkin so viele freigestellt, wie sie es sich erlauben konnte. Manche hatten sich für die Nacht in ihre Hängematten zurückgezogen; die Übrigen befanden sich unter Deck, räumten auf und sicherten Kisten und Fässer neu.
»Falkin! Komm rauf!«
Das Brüllen des Kapitäns glich einem Leuchtfeuer, das den strömenden Regen und den tosenden Wind durchdrang. Falkin bewegte sich vorsichtig über das Hauptdeck zum Bug und klammerte sich beim Gehen an den Tauen fest, um das Gleichgewicht zu halten. Sie hatte ihre Stiefel schon lange bevor der Regen begonnen hatte abgestreift. Ihre Zehen waren taub geworden, deshalb tastete sie sich vorsichtig über das glitschige Deck. Das schlimmste Unwetter war vorbei, aber die Schaluppe glich in der schweren See, die der Sturm aufgewirbelt hatte, noch immer einem durchgehenden Pferd.
»Falkin! Zur Hölle mit dir, wo bleibst du denn nur?« Kapitän Artemus Binns griff das Steuerrad mit beiden Händen; seine kräftigen Arme waren angespannt, um es ruhig zu halten. Er schüttelte den Kopf und warf sich die regendurchtränkten Strähnen seines grauen Haars aus dem Gesicht; dann entdeckte er seine Maatin. »Schön, dich zu sehen, mein Mädchen!«, brüllte er. »Eine Zeitlang hat sie so mit mir gekämpft, dass ich schon dachte, sie wollte in die Tiefe!«
Soll ich dich für eine Weile ablösen?« Sie griff nach dem Steuerrad, aber er ließ nicht los.
»Der Sturm lässt nach; ich hab sie schon im Griff. Es sei denn, du kannst mir eine stetige Strömung herbeipfeifen?«
Falkin sah sich um, aber niemand stand nahe genug, um zu lauschen. »Artie!«, sagte sie tadelnd.
Er lachte. »Ich mach doch nur Spaß, Mädchen. Ich dachte, ich hätt da was gesehen. Sei du meine Augen«, sagte er und wies mit dem Kinn auf das lange Messingfernrohr, das er sich unter den linken Arm geklemmt hatte.
Falkin nahm das Fernrohr, schlüpfte hinter ihn und lehnte sich gegen seinen breiten Rücken. »Wo soll ich denn hinsehen?«
»Nach Steuerbord.«
»Und was soll ich ...?«
»Ein anderes Schiff.«
»In Seenot?«
»Nein, ich glaube nicht. Ich bin ja ohnehin nicht gerade ... im Rettungswesen tätig.« Er grinste. »Sag mir einfach, welche Farben es geflaggt hat, wenn überhaupt welche .«
»Aye, aye, Käpt'n!« Falkin schob sich die schwarzen Zöpfe aus dem Gesicht, hob das Fernrohr ans Auge und starrte in die Weite. Die Vogelfrei schwankte noch immer heftig auf und ab; das Knarren ihrer Planken ließ eine unheimliche Musik entstehen, die Falkin aber gut kannte. Der Regen hatte die Linse des Fernrohrs verschmiert, aber weder dies noch die schlingernde See konnte verbergen, was sie da sah: einen riesigen Dreimaster, schwarz und rot gestrichen, mit gewaltigen roten Segeln, der den gleichen Kurs einhielt wie sie. Er schnitt glatt durchs kabbelige Wasser und sah trotz allem wie eine Königin aus, die ihren Auftritt hatte. Die Flagge, die schwer vom Masttopp flatterte, zeigte ein schwarzes, flammendes Auge im roten Feld.
»Verdammt, Artie, sie hat zwanzig Stückpforten allein auf dieser Seite. Ausgefallen bemalt oder nicht, sie ist jedenfalls ein ganz hübsches Ungeheuer.«
»Kannst du die Mannschaft erkennen?«
»Ja. Ein Bursche auf dem Achterdeck scheint zu glauben, dass er das Kommando hat.«
Er war hochgewachsen; sein honigblondes Haar flatterte offen im Wind und ahmte das Schlagen des dunklen Umhangs nach, der von seinen breiten Schultern hing. Seine Beine steckten in Stiefeln, die bis auf die halbe Höhe seiner Schenkel hinaufreichten, und blitzender Stahl funkelte an seiner Hüfte. Er hatte einen Fuß auf die Reling gesetzt, starrte in die Ferne und sah aus, als posiere er für ein Gemälde.
Plötzlich wandte er das Gesicht in ihre Richtung. Soweit sie es aus dieser Entfernung überhaupt feststellen konnte, sah er sehr gut aus, mit einem leicht diabolischen Lächeln. Er trat von der Reling hinunter, verschränkte die Arme, reckte die Brust und starrte sie so unverwandt an, dass ihr ganz unbehaglich wurde. Es war, als könne er sie sehen, hier draußen, in dieser Dunkelheit, ohne selbst ein Fernrohr zu Hilfe nehmen zu müssen. Er stemmte eine Hand verwegen in die Hüfte, hob die andere und winkte mit dem Finger, als wolle er »Komm her!« sagen. Falkin riss die Augen auf. Langsam ließ sie das Fernrohr an ihre Seite sinken.
»Na? Welche Flagge hat es gehisst?«
Falkin schluckte. »Keine, die ich je zuvor gesehen hätte, Artie. Ich hätte es für ein Handelsschiff gehalten, wenn es nicht bis an die Zähne bewaffnet wäre. Wenn es aber ein Kriegsschiff ist, gehört es zu keiner Marine, von der ich je gehört hätte. Und sein Kapitän da . dreht mir den Magen um.«
»Der Kapitän?«, fragte er. »Was stimmt denn nicht mit ihm?«
Mit bloßem Auge wirkte das Schiff nur wie eine schattenhafte Masse im Wasser, die Leute an Bord waren lediglich Schemen, die sich bewegten, ohne dass man sie in irgendeiner Form hätte voneinander unterscheiden können.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
Ich liebe es ;) 18. Juni 2011
Von Saerilia
Format:Taschenbuch
Die Magierin des Windes finde ich ein klasse Buch. Mit der Protagonistin konnte ich mich sehr gut identifizieren und nervte überhaupt nicht. Als dann McAvery auftauchte, war ich hin und weg. Zwar ist stellenweise das Buch etwas langweilig, aber die Story wurde immer interessanter. Ich freue mich schon auf ein nächstes Buch der Autorin.
Leider kenne ich nicht viele gute Piratenbücher, obwohl ich Piratengeschichten liebe. Es sollten mehr solcher Bücher geben. >_<
War diese Rezension für Sie hilfreich?
Von Isiera
Format:Taschenbuch
Schon als Kind konnte Falkin durch das Summen oder Pfeifen den Wind beeinflussen. Doch in ihrer Welt ist so ein Talent keine Gabe, sondern ein Fluch. Denn Kinder mit magischer Begabung werden von den Danisobern, der Gilde, welche die Magie und ihre Ausübung kontrolliert, entführt und für oft tödliche Experimente missbraucht. Nur dadurch, dass ihre Eltern ihr eigenen Leben opferten, konnte Falkin diesem Schicksal entkommen. Seitdem empfindet sie ein tiefes Misstrauen gegen Magie und jeden, der sie anwendet.
So heuert sie auf einem Piratenschiff an und wird schon bald die Stellvertreterin des Kapitäns. Doch als dieser wegen Piraterie verhaftet wird und hängen soll, gerät Falkins Leben aus seinen Fugen. Und dann ist da noch das Logbuch des Kapitäns, um welches sich scheinbar ein Geheimnis rankt. Und McAvery, von dem Falkin nicht weiß, was er eigentlich will. Außer ihr bei jeder Begegnung auf die Nerven zu gehen.

Ich hab Falkin von Anfang an gemocht. Sie hat zwar einen schrecklichen Dickkopf und handelt, bevor sie denkt, was dementsprechend auch oft schief geht, aber irgendwie macht sie genau das so liebenswert. Aber auch die Nebenfiguren sind alle sehr liebenswert und lebendig dargestellt.
Sehr erfrischend und lobenswert fand ich auch die Beziehung von Falkin zu McAvery. Die zwei finden sich zwar zueinander hingezogen, aber jeder bleibt eine eigenständige Persönlichkeit und ihnen wird viel Zeit gegeben sich anzunähern und einander erst mal kennen zu lernen, anstatt, wie es ja so oft üblich ist, fünf Minuten nach der ersten Begegnung schon diverse Körperflüssigkeiten auszutauschen.

Gestört hat mich allerdings der Name der Hauptperson, was aber komplett der Übersetzung geschuldet ist. Auf Englisch heißt sie zwar auch Kestrel, also ist die Übersetzung an sich recht wörtlich, aber mir wäre es hier lieber gewesen, wenn der englische Name beibehalten worden wäre. Das Falkin hat mich gerade am Anfang des Buches jedes Mal irritiert, bis ich mich halbwegs daran gewöhnt hatte. Auch weil alle anderen Namen, wie McAvery, Shadd, Camberlin ebenfalls ihren englischen Beiklang behalten haben.

Das war aber auch wirklich das Einzige. Die Handlung hat einige spannende Wendungen und lädt den Leser an einigen Stellen auch zum Rätseln ein, wer jetzt welche Motive hat. Dazu kommt der wunderbar locker-leichte, humorvolle Ton, in welchem das Buch geschrieben ist, der das Lesen zu einem reinen Spaß macht.
Überhaupt ist das Beschreiben von Personen und Umgebungen eines der großen Talente der Autorin. Alles wird sehr bildlich dargestellt, so dass man es sich sehr gut vorstellen kann und von der Atmosphäre sofort gefangen genommen wird.

Wer abenteuerliche Piratengeschichten mit etwas Magie, die zwar wichtig ist, aber nicht im Vordergrund mag, kann mit diesem Debütroman nicht viel falsch machen. Ich jedenfalls warte ungeduldig auf die Fortsetzung und will unbedingt wissen, wie es mit Falkin weitergeht. Immerhin steht sie am Ende des Buches an der Schwelle zu einem neuen Abenteuer.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
nichts neues, dadurch mäßig 15. September 2010
Von Lythie
Format:Taschenbuch
Meine perönlichen Erwartungen an das Buch wurden leider in keinster Weise erfüllt, vielleicht waren diese ja aber auch nur zu hoch.

Wie schon mehrfachst in anderen Rezensionen beschrieben, handelt der Roman in erster Linie um die Piraterie und Seefahrt und erst in zweiter geht es um Magie.
Die Atmosphäre auf den Schiffen und der See waren auch sehr gut beschrieben, mich haben auch die Behauptungen von Falkin in dieser Männerwelt gefallen. Leider war das dann auch schon alles.

Die Idee der Geschichte erinnerte mich doch zu sehr an Dawn Cook´s "Tochter der Königin" + "Gesandte der Königin", wobei Dawn Cook für mich den wesentlich schöneren, eleganteren und spannenderen Schreibstil hat.

Mir war Magiern des Windes zu langweilig und einfalltslos und die Heldin ging mir mit ihrem ständigen Misstrauen und ihrer "Kopf-durch-die-Wand-ich-denke-erstmal-nicht-nach" - Mentalität ziemlich auf den Keks.

mein pers. Fazit: nicht empfehlenswert
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