Leider wurde aus der guten Grundidee die in den ersten Romanen noch durchaus interessant und spannend aufbereitet wurde, ein vor sich hin dümpelndes naives Geschichtchen.
Eine Geschichte die leider mit den platten Dialogen und den ständigen Lobhudeleien wie edel und mutig und schön und intelligent die Schwestern des Windes sind, furchtbar nervt.
Wenn es dem Autor im achten Band noch nicht gelungen ist die Hauptcharaktere eindeutig zu zeichnen, dann ist es sowie schon zu spät.
Für mich gibt es hier nur 2 Möglichkeiten:
Entweder der Autor ist sich seiner Kunst des Erzählens nicht sicher oder er hält seine Leser für so, sagen wir es höflich "vergesslich", dass er in jedem Roman alle paar Seiten auf die oben genannten Eigenschaften "Der Schwestern des Windes" hinweisen muss.
Egal welcher von den beiden Punkten wirklich zutrifft, auf jeden Fall nerven Sie den Leser ungemein.
Das der Autor in Adjektive verliebt ist, wissen wir schon seit dem ersten Band, nur wird es mit dem vorliegenden Roman auf die Spitzte getrieben. Inbrünstig, verächtlich, dröhnend, flüsternd, lachend usw. usf. nach jedem Satz hinzuzufügen ist wirklich unnötig.
Wird hier kein Satz normal gesprochen?
Redet hier keiner? Ein normales "sagte" nach dem Satz reicht in 9 von 10 Fällen völlig aus.
Nun zur Handlung.
Seit die Handlung auf das Weltall ausgedehnt wurde ist diese zu einer sehr naiven SF-Story verkommen.
Charaktere die ihre Persönlichkeit innerhalb von fünf Sätzen um 180 Grad ändern.
Aus tödlich verfeindeten Gruppen werden in minutenschnelle (halbe Seite) die besten Freunde.
Was auf der Höhlenwelt durchaus noch seine Berechtigung hatte, nämlich dass eine einzelne Person eine Welt retten kann, verkommt im Weltall zur Lächerlichkeit.
Viele tausend Jahre hat der Pusmoh ein riesiges Reich mit eiserner Hand regiert und dann stürzten die Mädchen dieses Machtgefüge praktisch im vorbeigehen und dies ohne nennenswerte Gegenwehr des Pusmoh.
Das nur die Mädchen auf Ideen kommen, die jeder halbwegs intelligente Bewohner des Pusmoh Reiches auch haben müsste, ist ein weiterer eklatanter Schwachpunkt dieser Story.
Es tut mir Leid, aber in den ersten Bänden war ich ein echter Fan der Höhlenwelt, aber so ab Band 5 ist es leider sehr steil bergab gegangen.
Ein früheres Ende und die Höhlenwelt Saga wäre eine sehr gute Saga geworden, so jedoch entzaubert sich Herr Evers von ganz alleine.