ulrike aschers bücher sind gut verständlich, für anfänger prima geeignet und bieten auch fortgeschrittenen amüsante leselektüre. mir gefällt besonders der kontinentaleuropäische ansatz sowie die einbeziehung nicht nur von gottheiten, sondern auch von wesen der legenden und märchen, die nicht von ungefähr sehr mächtig und vielschichtig sind. diese mischung aus eigener volkstradition und völlig neuer perspektive mit einem guten schuss humor und der ständigen aufforderung, selbst zu denken und zu entwickeln - und das mit einfachsten mitteln - ist einzigartig. auf dieser basis lasse ich auch vergleiche mit dem ebenfalls meinerseits verehrten scott cunningham zu. ansonsten ist dieses buch endlich einmal keine übersetzung aus dem amerikanischen oder britischen sprachraum. hier werden wir aufgefordert, uns mit den eigenen traditionen auseinanderzusetzen, ihnen auf den grund zu gehen, sie in uns wiederzufinden und nicht durch faszinierend fremdes zu ersetzen, weil wir meinen, nichts eigenes wertvolles zu haben.
hilfreich dabei sind die unglaublich umfangreichen anhänge, die fast fünfzig prozent des buches ausmachen. hier ist der vergleich mit scott cunningham durchaus wieder gestattet, dennoch ist hier etwas sehr europäisches entstanden mit gottheiten, die durchaus auch zum schmunzeln anregen können.
ein buch, um eigene traditionen auf der fülle europäischer traditionen zu nutzen, neue aufzubauen und zu entwickeln.
keine bibel, sondern ein sanfter schubs, selbst kreativ zu werden.