Das Buch orientiert sich am keltischen Ogham-Baumkalender (ob es den wirklich gibt, da streiten sich ja die Geister). Somit ist die Auswahl der Bäume beschränkt und gewisse beschriebene Pflanzen sind streng genommen keine Bäume, wie z. B Heidekraut, das ich nun nicht gerade als Baum bezeichnen möchte. Aber das Buch ist gut gemacht und die Ogham-Pflanzen werden verständlich und ausführlich beschrieben. Zu jedem Baum werden einige magische Korrespondenzen angegeben und auf seine Heilkraft wird ebenfalls kurz eingegangen. Die Autorin beschreibt den Baum an und für sich, seine mystischen Beziehungen resp. die dazugehörige Mythologie und gibt eine Botschaft des Baumes weiter.
Linde oder Kastanie sucht man natürlich vergebens, denn die sind im Ogham nicht vorhanden. Im gesamten kommen 20 Pflanzen vor, darunter die Klassiker Eiche, Buche, Holunder, Eibe oder Weissdorn, aber eben auch die Weinrebe, der Ginster (gleich zweimal: Stechginster und Besenginster) und eben das Heidekraut.
Wer sich mit der Magie und spirituellen Kraft der Bäume befassen möchte, kann sich dieses Buch in Kombination mit einem Ogham-Kartenset und einem Buch von Fred Hageneder oder dem "Blätter von Bäumen" von Susanne Fischer Rizzi kaufen. Damit hat man eine gute Grundausrüstung.
Für die wunderschöne Aufmachung hätte das Buch mindestens 5 Sterne verdient, wenn man sich auf die Ogham-Bäume beschränken möchte ebenfalls, aber da ich unter "Magie der Bäume" mehr verstehe als nur 16 Bäume und ergänzendes "Grünzeug" (nicht abwertend gemeint, aber mir fehlt der gärtnerische Hintergrund um etwas mit Sicherheit als Strauch oder Gehölz zu bezeichnen) finde ich 4 Sterne angemessen.