In diesem Roman schaffe es Jodi Picoult wieder, Betroffenheit zu wecken und dadurch Spannung aufzubauen.
Zum Inhalt:
Nina ist eine erfolgreiche Staatsanwältin; ihre Spezialität sind Kindesvergewaltigungen. Sie kann nicht verstehen, wie es sein kann, dass niemand aus der Familie merkt, was los ist. Und immer wieder muß sie erleben, dass die Vergewaltiger frei kommen, die Opfer aber durch die Tat und auch durch die Verhandlungen jahrelang mit psychischen Problemen zu kämpfen haben.
Plötzlich spricht ihr Sohn Nathaniel nicht mehr und zunächst glaubt die Familie an organische Gründe. Verschiedene Ärzte und Psychologen bestätigen jedoch: er wurde vergewaltigt.
Nun beginnt die Suche nach dem Täter und Nina muß miterleben, wie die Situation aus dieser Perspektive aussieht. In ihrer Verzweiflung zieht sie während des Prozesses eine Pistole und erschiesst den vermeintlichen Vergewaltiger. Allein... es stellt sich heraus, dass dieser unschuldig war.
Jodi Picoult schafft es, durchwegs Spannung zu erzeugen. Auch wenn bereits viel im Klappentext vorweg genommen wird, schmälert das in keinster Weise das Lesevergnügen.
Fazit: absolut lesenswert!