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Die Macht der Verdrängung - George W. Bush, das Weiße Haus und der Irak - State of Denial: Ein SPIEGEL-Buch
 
 
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Die Macht der Verdrängung - George W. Bush, das Weiße Haus und der Irak - State of Denial: Ein SPIEGEL-Buch [Gebundene Ausgabe]

Bob Woodward , Michael Bayer , Norbert Juraschitz , Werner Roller
4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 720 Seiten
  • Verlag: Deutsche Verlags-Anstalt (26. März 2007)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3421043043
  • ISBN-13: 978-3421043047
  • Originaltitel: State of Denial. Bush at War, Part III
  • Größe und/oder Gewicht: 21,8 x 14,4 x 4,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 220.481 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Bob Woodward
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Die Macht der Verdrängung ist das dritte Buch, das Bob Woddward über die Regierung von George W. Bush vorgelegt hat. Während das Urteil, das der Pulitzer-Preisträger über den US-Präsidenten und sein Team in den ersten beiden Bänden (Der Angriff und Bush at war gefällt hatte, noch sehr milde ausgefallen war, vollzieht der Vorzeige-Journalist der Washington Post, über dessen Watergate-Recherchen seinerzeit Präsident Nixon stürzte und der weltweit als Ikone des investigativen Journalismus gilt, darin eine um so deutlichere Absetzbewegung von Bush und dessen Kriegern. So werden nicht nur politische Fehleinschätzungen deutlicher als bisher als solche benannt, sondern auch (nicht nur außenpolitische) Wissenslücken aufgedeckt, die das Bild, das die wenig wohlmeinenden Karikaturisten in aller Welt von Bush bisweilen zeichnen, zu bestätigen scheinen.

Doch ganz besonders schlecht weg kommt mit Donald Rumsfeld ausgerechnet der Mann aus dem inneren Zirkel der Macht, der dem Autor auch dieses Mal noch ausführlich Rede und Antwort stand, während Bush selbst -- anders als früher, wo er mit Woodward stundenlange Hintergrundgespräche führte und ihn auch schon einmal zu sich nach Hause einlud -- für Interviews nicht mehr zur Verfügung stand. Nicht nur über den kontrollfixierten Arbeitsstil Rumsfelds erfahren wir viele aufschlussreiche Details aus dem Buch, das sich über weite Strecken ohne Übertreibung wie ein Gesellschaftsroman liest, sondern auch über die charakterlichen Abgründe, in die der Autor bei seinen zahlreichen Interviews mit dem damals noch im Amt befindlichen Verteidigungsminister blicken musste -- und angesichts derer sich der sonst so nüchterne Chronist, für den nach eigener Aussage bei seiner Arbeit nur die Fakten zählen, dieses Mal des einen oder anderen persönlichen Kommentars nicht enthalten konnte.

Auch wenn mancher Kritiker hinter diesen neuen Tönen vielleicht nicht ganz zu Unrecht ein Stück Opportunismus gegenüber dem Lesepublikum vermuten mag, das der Bush-Regierung und ihres Irak-Kriegs längst mehr als überdrüssig ist: Ein ausgesprochen lesenswertes Dokument der Zeitgeschichte ist Die Macht der Verdrängung in jedem Fall! -- Andreas Vierecke, Literaturanzeiger.de

Pressestimmen

„Woodward enthüllt in seinem spannend erzählten Buch die verhängnisvollen Weichenstellungen und Versäumnisse der Irakpolitik. Anschaulich beschreibt er die heftigen, bisweilen sehr persönlichen Auseinandersetzungen über den richtigen Kurs und zeichnet aufschlussreiche Psychogramme der Mächtigen.“ (Stadt Nachrichten )

"Wer Woodward gelesen hat, wird glauben, bei Bush und den Seinen dabei gewesen zu sein." (Die Zeit )

„Woodwards Buch bietet einen weitgehend unverstellten und bestürzenden Blick auf die Machtmechanismen im weißen Haus unter George W. Bush“. (General-Anzeiger Bonn )

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Es gibt zwar viele Kritiker von Georg W. Bush, aber selbst diese machen meiner Meinung nach oft einen entscheidenden Fehler: sie überschätzen seine Intelligenz!

Bob Woodward macht diesen Kardinalfehler nicht.

Er entlarvt die Amis als das was sie sind - planlose Einfaltspinsel, die ziellos durch die Wüste irren.

Zitat von Seite 171: Am Wochenende des 21. und 22. Februar 2003 (also etwa 4 Wochen vor Kriegsbeginn) versammelten sich rund 200 Personen zu einer intensiven Planspiel -Konferenz in der National Defense University in Fort McNair im Südwesten von Washington, D.C.

Zwei Fragen blieben während des ganzen Wochenendes in allen Präsentationen, Power-Point-Vorträgen und Diskussionen unbeantwortet: Wer sollte im Irak am Tag nach dem Ende der Kampfhandlungen das Sagen haben? Und: Gab es im Irak ein politisches Leben, auf das man zurückgreifen konnte, wenn es darum ging, Personen anzuwerben, die die Grundbedürfnisse der Menschen sichern konnten - Sicherheit und öffentliche Ordnung, Wasser, Strom, Dinge, für die in einer amerikanischen Stadt normalerweise der Bürgermeister zuständig ist?

Unmittelbar nach der Planspiel - Konferenz schrieb einer der Teilnehmer . . . einen 20-seitigen Bericht, in dem er die Konferenz analysierte. Diese Analyse benannte zahlreiche Planungsprobleme, die einen Monat vor Beginn des Krieges bestanden:

1.) Die gegenwärtig zur Verfügung stehenden Truppeneinheiten reichen nicht aus, um den ersten Schritt zu tun, mit dem alle bedeutenden städtischen Gebiete gesichert werden sollten, ganz zu schweigen von der Aufstellung einer Interims-Polizeitruppe. Damit riskieren wir, dass ein großer Teil des Landes in öffentlichen Aufruhr und ins Chaos abrutscht, dessen Ausmaße unsere nationale Strategie zunichte machen könnte, mit der ein stabiler neuer Irak angestrebt wird. Und als unmittelbare Konsequenz bringen wir unsere eigenen Soldaten, die noch mitten in einem offensiv geführten Kampf stehen, in größte Gefahr

2.) Es sieht so aus, als würden wir mit den Kampfhandlungen beginnen, bevor wir wissen, ob ausreichende Geldmittel für die Phase IV (=Wiederaufbauphase) zur Verfügung stehen. Wenn weniger Geld verfügbar ist, als gebraucht wird, riskieren wir die Schaffung eines großen instabilen Durcheinanders, das zu einer Heimstatt für Terroristen werden kann.

3.) Die Konferenz ging nicht auf das allerwichtigste Thema ein: Welche Art von Regierung stellen wir uns künftig für den Irak vor? Haben wir einen Plan, wie dieses Ziel erreicht werden soll?

Zitat von Seite 206: Drei Tage vor Beginn des Krieges sagte Cheney in der NBC - Sendung Meet the Press, er glaube, dass wir im Irak als Befreier begrüßt werden.

Zitat von Seite 357: Wir haben keine Militärstrategie für den Sieg im Irak, sagte der Zivilverwalter für den Irak Paul Bremer zu Vizepräsident Cheney.

- Das habe ich mir auch schon überlegt, sagte Cheney. Zitat Ende

Wie reagierte Präsident Bush darauf? Interessierte er sich für die Militärstrategie?

Zitat von Seite 326: Wenn Rumsfeld referierte, sah er den Präsidenten an, während Powell starr gerade aus blickte. Powell wiederum fixierte bei seinem Vortrag den Präsidenten, während Rumsfeld gerade aus sah. Die beiden äußerten sich nicht einmal zu den Aussagen oder Ansichten des Andren. Bush kam daher nie in den Genuss einer ernsthaften, fundierten Diskussion zwischen seinen wichtigsten Beratern. Und der Präsident hakte auch nie nach. Zitat Ende

Am 24. Juni 2003 starben 7 US Soldaten

Am 25. Juni starben 4 US Soldaten

Am 26. Juni starben 3 US Soldaten

Am 27. und am 28. starb jeweils ein US Soldat

Am 2 Juli wurde Bush im Roosevelt Room des Weißen Hauses von einem Journalisten gefragte, wie er die steigende Zahl der Angriffe auf US Soldaten beurteilt.

Zitat von Seite 311: Bush legte die Hand mit einer emphatischen Geste auf die Brust und sagte: Nur zu. Wir haben die nötige Kraft, wir werden mit der Sicherheitslage fertig. Zitat Ende.

Wie wirkt der Satz - Nur zu, greift uns an - wohl auf eine Mutter, die gerade ihren Sohn verloren hat?

Selbst wenn man die zynische These vertreten sollte, dass man in einem Krieg die sentimentalen Gefühle einer trauernden Mutter nicht berücksichtigen könne, bleibt die Frage, wie wirkt dieser Satz auf die Irakischen Rebellen?

Bob Woodward schreibt dazu auf Seite 311: Der Kommentar war unklug und zeigt, dass Bush nicht viel über einen Guerillakrieg wusste. Bush verhöhnte den Feind, stachelte ihn regelrecht an und provozierte damit weitere Angriffe. Zitat Ende.

Diese Angriffe ließen nicht lange auf sich warten und setzen sich bis heute fort.

In den letzten 12 Monaten (Stand vom 1. Mai 2006 bis 30. April 2007) starben nach offiziellen Angaben 946 US Soldaten.

Das ist die höchste Zahl (für einen Zeitraum von 12 Monaten) seit Kriegsbeginn.

(Quelle : http://icasualties.org/oif/)

Als Condoleezza Rice Außenministerin wurde (Januar 2005), schickte sie Philip Zelikow in den Irak. Er sollte für sie einen realistischen Report über die wirkliche Lage vor Ort erstellen. In seinem Bericht schrieb er - Zitat Seite 513: Die Wahlen im Januar . . . waren ein Erfolg, der ein wichtiges Zeichen setzte, aber wir befinden uns nach wie vor an einem kritischen Punkt. An diesem Punkt ist der Irak immer noch ein gescheiterter Staat, der ständig von Gewalt heimgesucht wird und revolutionäre politische Veränderungen erlebt. Das war (für Rice) eine schockierende Feststellung . . . Zitat Ende

Ein gescheiterter Staat? Nach 2 Jahren Krieg, in dem bis Ende Januar 2005 bereits 1.442 US Soldaten starben und nachdem die Amis schon mehr als 100 Mrd. Dollar in den irakischen Wüstensand gesetzt hatten!

Und was macht Präsident Bush? Niemand erwartet, dass er sich jetzt persönlich an seinen Schreibtisch setzt und einen Plan ausarbeitet, wie es im Irak weiter gehen soll, aber es wäre vielleicht doch ganz schön, wenn er einmal bei seinen Generälen nachgefragt hätte, wie es denn so um die Strategie im Irak bestellt sei? Bob Woodward wundert sich auf Seite 448 Zitat: warum der Präsident die militärischen Führer nie zur Rede stellte. Warum sagte er (Präsident Bush) nicht . . . zu General Abizaid, John, setzen wir doch am Donnerstag gleich eine Sitzung an, und dann erklären Sie mir . . . Ihre militärische Strategie für den Sieg, das würde ich gern von Ihnen hören. Zitat Ende

Bevor ich dieses Buch gelesen habe, hielt ich Bush nur für den schlechtesten Präsidenten in der Geschichte der Vereinigten Staaten von Amerika.

Nachdem ich das Buch gelesen habe, halte ich ihn außerdem auch noch für den Dümmsten.

Das meine ich aber nicht beleidigend, das meine ich ganz ehrlich.
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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Selicor
Format:Gebundene Ausgabe
Leicht zu lesen ist dieses Buch nicht.

Überraschender Weise liegt das an Woodwards überzeugendem Streben nach Objektivität. Er präsentiert uns Berge an Fakten über die Vorbereitung und Durchführung des Irakkrieges, sowie haufenweise Auszüge aus Interviews mit Präsident Bush selbst und den einflussreichen Personen aus seiner allernächsten Umgebung, ohne den allerleisesten Versuch zu unternehmen, uns diese Fakten aufzudrängen oder sie uns irgendwie zu unterschieben. Das führt dazu, dass man manchmal etwas ratlos Gespräche und Situationen zur Kenntnis nimmt, die hier peinlich genau geschildert werden, ohne dass man zunächst ihre Tragweite für die Entwicklungen im Irak einordnen könnte.

Es werden zudem ab der ersten Seite so viele Namen von Personen und deren Funktionen geschildert, dass eine Übersicht dazu in einem Anhang kein Luxus gewesen wäre.

Im Verlauf des Buches jedoch verdichten sich die Informationen zu einem immer deutlicheren Bild der Regierung Bush Junior. Deren Versäumnisse und Fehlentscheidungen stellen sich als unvermeidliche Konsequenz eines Präsidenten dar, der weniger dumm erscheint, als er im Allgemeinen in unseren Medien dargestellt wird, jedoch umso gefährlich wirkt, in seinem naiven Bestreben es seinem Vater und der ganzen Welt zu zeigen und sie maßgeblich zu verändern. Wir erleben ihn im Kontakt mit seinen Mitarbeitern und durch deren Augen. Heraus kommt ein viel zu sehr um Sympathie bemühter Staatschef, der seine Leute nach seltsamen, irrationalen Kriterien auswählt und das Oval Office wie eine Cocktailparty während der Happy Hour führt, bei der man eher Smalltalk als kritische Worte zu hören bekommt.

Dieses Buch ist mehr als nur die Dokumentation des Irakkrieges, was ihm vorausging, und wie sich das Land in der Folge entwickelte. Wahrscheinlich hat man noch nie zuvor einen so tiefen und umfassenden Einblick in die gefährliche Eigendynamik bekommen, die sich aus der Auswahl der Personen ergibt, die ein Staatsoberhaupt mit Schlüsselpositionen betraut. Es wird überdeutlich, wie persönliche Schwächen und Bedürfnisse einzelner zu irrationalen Entscheidungen mit nicht absehbaren Konsequenzen führen.

Nach der Lektüre dieses Buches hat der Leser den Eindruck endlich nachvollziehen zu können, wie die absurde Außenpolitik der Regierung Bush gegen den offenen Widerstand so vieler Nationen und soviel inneramerikanische Proteste betrieben werden konnte. Endlich wird klar: what makes that government tick.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Unglaublich bis unfaßbar 30. April 2007
Format:Gebundene Ausgabe
Bob Woodward schildert im dritten Band der G.W. Bush-"Trilogie" die Nachkriegsaktivitäten der USA im Irak. Diese haben natürlich schon vor Beginn des Feldzuges ihren Anfang genommen. Jay Garner wurde mit der Leitung des postwar-office beauftragt, bevor noch die UNO irgendeine Resolution zustande gebracht hatte. Der Autor schildert mit viel Liebe zum Detail - auch bei der militärischen Sprechweise (ich habe auch die Originalversion gelesen) - die unglaublich bis unfaßbaren Vorgänge innererhalb der amerikanischen Regierung und speziell des Außen- und Verteidigungsministeriums. Soviel Klein-klein und engstirniges Micromanagement würde man allenfalls in einer nachgeordneten Behörde erwarten. Aber so scheint die "mächtigste Administration" dieser Welt zu funktionieren. Aufschlußreich auch der Kleinkrieg zwischen Jay Garner und Jerry Bremer, der schließlich dazugeführt hat, daß alles im Nachkriegs-Irak gegen alle Erfahrung und gegen den klaren Menschenverstand umgesetzt wurde. Man hat keinen Moment den Eindruck, daß hier der Autor noch eine Rechnung offen hätte und die Gelegenheit zur Abrechnung sucht. Alles haarklein recherchiert und belegt, ganz in der Tradition der amerikanischen "Total Description". Gute Analyse der Denkweise der Militärs und deren fast krankhafte Unterordnung unter der Fahne der "nationalen Sicherheit". Kurzum ein lesenswertes Buch, vor allem für Leute, die verstehen wollen, weshalb Bundeskanzler Schröder bei dem Abenteuer Irak nicht mitmachen wollte. Nach der Lektüre sollte es keine Zweifel mehr geben.

Dr. Friedrich Wörndle
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