Pressestimmen
"Ein Buch, das Betroffene und deren Angehörige motiviert und ihnen Mut macht." (Öko-Test 2009 )
„Jeder kann einen Beitrag zur eigenen Krankheitsbewältigung leisten, dabei geht es nicht um sportliche Höchstleistungen oder besondere Wagnisse, sondern um den alltäglichen Mut, den eigenen Körper nach und nach wieder zu fordern!“ (Prostatakrebspatient nach Alpenüberquerung )
Kurzbeschreibung
Freerk Baumann beweist anhand der Ergebnisse zahlreicher von ihm geleiteter Studien mit Menschen, die schwer erkrankt waren, dass Wanderungen über Wochen für die Gesundheit von größter Bedeutung sind. Das Hauptaugenmerk seiner Forschung liegt auf der Nachsorge von Krebspatienten. Jedes Jahr erkranken in der Bundesrepublik Deutschland über 436.000 Menschen neu an Krebs. Diese Zahl lässt erahnen, dass eine effektive Reha neben der individuellen automatisch auch eine sozioökonomische Dimension hat. Sportwissenschaftler Baumann zeigt anhand seiner bahnbrechenden Studien, deren Ergebnisse hier erstmals veröffentlicht werden, einen Weg für eine nachhaltig wirksame Reha. Durch seinen bewegungstherapeutischen Ansatz lässt sich die Lebensqualität nachweislich steigern. Ein aufrüttelndes Buch, das aufklärt, informiert und nicht zuletzt alle Betroffenen und deren Angehörige motiviert und ihnen Mut macht.
Erstmals werden die Ergebnisse der wegweisenden Studien des Autors im Auftrag der Sporthochschule Köln zu Bewegung als Reha-Maßnahme veröffentlicht.
Klappentext
"Seit meiner Rückkehr bin ich voll berufstätig und auf dem Weg so stark geworden, dass ich am Abend noch ein Theater, eine Feier oder liebe Menschen besuchen und all das genießen kann. Körperlich und seelisch bin ich wieder in allen Qualitäten belastbar." Brustkrebspatientin nach dem Jakobsweg-Projekt
Über den Autor
Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.
Dazu müssen wir uns zunächst unser aktuelles Gesundheitssystem anschauen. Eigentlich ein irreführender Name, da weniger für die Gesundheit, sondern vielmehr für Krankheiten bezahlt wird. Funktionierende Präventionsprogramme, die Erkrankungen verhindern, fehlen, aber auch überzeugende Rehabilitationsangebote, um uns nachhaltig zu heilen, sind Mangelware. Die Folge: Jährlich werden Unsummen für sinnlose Therapien bezahlt! Das Schlimme ist, viele Heilbehandlungen in der Rehabilitation gehören zum Standard, obwohl ihre wissenschaftliche Haltbarkeit noch aussteht. Auch was die Nachhaltigkeit betrifft, ist die Effektivität einer solchen dreiwöchigen Rehabilitation noch nicht belegt. Das wird von namhaften Rehabilitationswissenschaftlern bestätigt. Dabei gibt es kostensparende, effektive Alternativen, die in unseren Studien an der Deutschen Sporthochschule Köln neu entdeckt wurden. Die Heilmethode heißt ganz einfach: körperliche Aktivität. Doch Bewegung ist nicht gleich Bewegung. Es gibt eine Bewegungsform, die seit Urzeiten wie keine andere tief im menschlichen Leben verankert ist: das Wandern.
Warum Wandern gesund ist
In der Frühzeit der Menschheitsgeschichte streiften unsere Vorfahren als Nomaden über die noch dünn besiedelte Erde. Es war für sie nicht üblich, lange Zeit an einem Ort zu verweilen. So verankerte sich in unseren Genen die Erfahrung der Bewegung und des Rückzugs auf uns selbst, um Körper, Seele und Geist in Einklang zu bringen. Ob Nomaden, Naturvölker, Indianer, Schamanen oder mittelalterliche Pilger bis hin zu Hape Kerkeling, wir Menschen erleben seit jeher eines, ob bewusst oder unbewusst: die Macht der Bewegung! Dies taten wir über viele tausend Jahre, ehe wir sesshaft wurden, Ackerbau betrieben und stabile Häuser bauten. Doch das genetische Erbe des Nomaden, des Wanderers, des Pilgers lebt in uns weiter, bis heute. Die unfassbar schnelle Veränderung der Welt, mit all ihren erleichternden Erfindungen hat den kleinen in uns lebenden Nomaden eingesperrt, der jedoch nicht verloren gegangen ist. Zahlreiche Zivilisationserkrankungen sind die Folge, die wir zu tragen haben. Mussten wir uns früher bewegen, um Beeren zu sammeln und Tiere zu jagen, so taten wir das, um zu überleben. Heutzutage überleben wir auch ohne körperliche Aktivität, aber zu einem hohen gesundheitlichen und damit verbunden finanziellen Preis.
Gerade wenn es uns schlecht geht, möchten wir häufig fliehen, laufen, uns von einem Ort fortbewegen, wie beispielsweise "Forrest Gump" im gleichnamigen Film. Dann wird unser kleiner gefangener Nomade in uns aktiv und will sich bewegen. Doch viel zu oft bremst uns der Verstand und die "Vernunft" aus, der Reiz jedoch bleibt. Das wohl bekannteste Beispiel dafür stellt der TV-Moderator Hape Kerkeling dar, der inzwischen wohl berühmteste Pilger Deutschlands. Millionen Menschen haben sein Schicksal verfolgt, als er 1999 in eine tiefe Lebenskrise fiel und sich mitten in einem Burnout befand; er wusste einfach nicht, wie es weitergehen sollte. Er ahnte aber, wenn er sein Leben so fortsetzte wie bisher, dann war das Ende nicht mehr weit, und sein Körper zeigte ihm seine Grenzen auf. Eine Gallenblasen-OP war dann der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte. Diese Zwangspause gab ihm die Möglichkeit, über sein Leben nachzudenken, sich Zeit für sich zu nehmen und nach Lösungen zu suchen. Da wurde auch in ihm der kleine Nomade wach, und er entschloss sich zu dem einzig richtigen Schritt: Bewegung! Sein Erfolg lag nicht nur im Verkauf seines Bestsellers, nein, er kam vor allem als gesunder und veränderter Mensch vom Jakobsweg nach Hause zurück. Die Bewegung, das Pilgern auf alten Pfaden, hatte tatsächlich Heilung gebracht.
Bewegen, um sich selbst zu finden - das funktioniert wirklich. Nicht nur der Körper, sondern vor allem die Seele profitiert von den "neuen" Ansätzen der Bewegungstherapie, die in der Schulmedizin bislang sträflich vernachlässigt wurden. Denn durch körperliche Aktivität wird immer auch der ganze Mensch (Körper-Seele-Geist) positiv beeinflusst, und das schafft kein Medikament der Welt. Wir, das heißt, mein Team und ich an der Deutschen Sporthochschule Köln, haben Modelle entwickelt, anhand derer wir zeigen können, dass die Macht der Bewegung hilft, und zwar nachhaltig. Nach drei anspruchsvollen und aufsehenerregenden Forschungsprojekten an der Sporthochschule meinen wir heute sagen zu können: Die Bewegung kann heilen helfen, sogar bei schwer kranken Menschen!
Eine Forschungsreise durch den Körper
Sie glauben das nicht? Dann lade ich Sie herzlich ein auf eine spannende Forschungsreise zu den Wurzeln der Selbstheilungskräfte unseres Körpers und unserer Seele. Lesen Sie die Geschichten ganz ungewöhnlicher Menschen, die zunächst glaubten, dass ihr Leben vorbei ist, und nun voller Selbstvertrauen ihr neues Leben meistern. Dieses Buch ist eine Hommage an das Leben. Es erzählt Ereignisse, die berühren, nahegehen, bewegen und vor allem Mut machen! Neue "alte Wege" werden aufgezeigt, indem Menschen beschrieben werden, die trotz einer schweren Erkrankung Unglaubliches geleistet und lange Wege beschritten haben, um bei sich selbst anzukommen. Diese Geschichten sind nicht nur Geschichten, sie sind wahr und zudem wissenschaftlich begleitet worden. Sie sollen zeigen, wie man den ersten Schritt geht. Denn der erste Schritt ist immer der schwerste.
Der Mensch hat schon seit jeher besondere körperliche Herausforderungen gesucht, immer aus unterschiedlichen Motiven. Bislang hat sich die Wissenschaft jedoch kaum mit der Frage auseinandergesetzt, welche Auswirkungen jene Aktivitäten auf den erkrankten oder an einer Sinnkrise leidenden Menschen haben, obwohl das Bedürfnis nach Wandern oder Pilgern schon jahrtausendealt ist! Und dieses Bedürfnis ging immer Hand in Hand mit der direkten Auseinandersetzung mit sich selbst, mit seiner inneren Stimme, seinen Gedanken und Erinnerungen. Wir haben während unserer intensiven Forschung lange gerätselt, was sie ausmacht, die Macht der Bewegung.
Prolog. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.
Dazu müssen wir uns zunächst unser aktuelles Gesundheitssystem anschauen. Eigentlich ein irreführender Name, da weniger für die Gesundheit, sondern vielmehr für Krankheiten bezahlt wird. Funktionierende Präventionsprogramme, die Erkrankungen verhindern, fehlen, aber auch überzeugende Rehabilitationsangebote, um uns nachhaltig zu heilen, sind Mangelware. Die Folge: Jährlich werden Unsummen für sinnlose Therapien bezahlt! Das Schlimme ist, viele Heilbehandlungen in der Rehabilitation gehören zum Standard, obwohl ihre wissenschaftliche Haltbarkeit noch aussteht. Auch was die Nachhaltigkeit betrifft, ist die Effektivität einer solchen dreiwöchigen Rehabilitation noch nicht belegt. Das wird von namhaften Rehabilitationswissenschaftlern bestätigt. Dabei gibt es kostensparende, effektive Alternativen, die in unseren Studien an der Deutschen Sporthochschule Köln neu entdeckt wurden. Die Heilmethode heißt ganz einfach: körperliche Aktivität. Doch Bewegung ist nicht gleich Bewegung. Es gibt eine Bewegungsform, die seit Urzeiten wie keine andere tief im menschlichen Leben verankert ist: das Wandern.
Warum Wandern gesund ist
In der Frühzeit der Menschheitsgeschichte streiften unsere Vorfahren als Nomaden über die noch dünn besiedelte Erde. Es war für sie nicht üblich, lange Zeit an einem Ort zu verweilen. So verankerte sich in unseren Genen die Erfahrung der Bewegung und des Rückzugs auf uns selbst, um Körper, Seele und Geist in Einklang zu bringen. Ob Nomaden, Naturvölker, Indianer, Schamanen oder mittelalterliche Pilger bis hin zu Hape Kerkeling, wir Menschen erleben seit jeher eines, ob bewusst oder unbewusst: die Macht der Bewegung! Dies taten wir über viele tausend Jahre, ehe wir sesshaft wurden, Ackerbau betrieben und stabile Häuser bauten. Doch das genetische Erbe des Nomaden, des Wanderers, des Pilgers lebt in uns weiter, bis heute. Die unfassbar schnelle Veränderung der Welt, mit all ihren erleichternden Erfindungen hat den kleinen in uns lebenden Nomaden eingesperrt, der jedoch nicht verloren gegangen ist. Zahlreiche Zivilisationserkrankungen sind die Folge, die wir zu tragen haben. Mussten wir uns früher bewegen, um Beeren zu sammeln und Tiere zu jagen, so taten wir das, um zu überleben. Heutzutage überleben wir auch ohne körperliche Aktivität, aber zu einem hohen gesundheitlichen und damit verbunden finanziellen Preis.
Gerade wenn es uns schlecht geht, möchten wir häufig fliehen, laufen, uns von einem Ort fortbewegen, wie beispielsweise "Forrest Gump" im gleichnamigen Film. Dann wird unser kleiner gefangener Nomade in uns aktiv und will sich bewegen. Doch viel zu oft bremst uns der Verstand und die "Vernunft" aus, der Reiz jedoch bleibt. Das wohl bekannteste Beispiel dafür stellt der TV-Moderator Hape Kerkeling dar, der inzwischen wohl berühmteste Pilger Deutschlands. Millionen Menschen haben sein Schicksal verfolgt, als er 1999 in eine tiefe Lebenskrise fiel und sich mitten in einem Burnout befand; er wusste einfach nicht, wie es weitergehen sollte. Er ahnte aber, wenn er sein Leben so fortsetzte wie bisher, dann war das Ende nicht mehr weit, und sein Körper zeigte ihm seine Grenzen auf. Eine Gallenblasen-OP war dann der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte. Diese Zwangspause gab ihm die Möglichkeit, über sein Leben nachzudenken, sich Zeit für sich zu nehmen und nach Lösungen zu suchen. Da wurde auch in ihm der kleine Nomade wach, und er entschloss sich zu dem einzig richtigen Schritt: Bewegung! Sein Erfolg lag nicht nur im Verkauf seines Bestsellers, nein, er kam vor allem als gesunder und veränderter Mensch vom Jakobsweg nach Hause zurück. Die Bewegung, das Pilgern auf alten Pfaden, hatte tatsächlich Heilung gebracht.
Bewegen, um sich selbst zu finden - das funktioniert wirklich. Nicht nur der Körper, sondern vor allem die Seele profitiert von den "neuen" Ansätzen der Bewegungstherapie, die in der Schulmedizin bislang sträflich vernachlässigt wurden. Denn durch körperliche Aktivität wird immer auch der ganze Mensch (Körper-Seele-Geist) positiv beeinflusst, und das schafft kein Medikament der Welt. Wir, das heißt, mein Team und ich an der Deutschen Sporthochschule Köln, haben Modelle entwickelt, anhand derer wir zeigen können, dass die Macht der Bewegung hilft, und zwar nachhaltig. Nach drei anspruchsvollen und aufsehenerregenden Forschungsprojekten an der Sporthochschule meinen wir heute sagen zu können: Die Bewegung kann heilen helfen, sogar bei schwer kranken Menschen!
Eine Forschungsreise durch den Körper
Sie glauben das nicht? Dann lade ich Sie herzlich ein auf eine spannende Forschungsreise zu den Wurzeln der Selbstheilungskräfte unseres Körpers und unserer Seele. Lesen Sie die Geschichten ganz ungewöhnlicher Menschen, die zunächst glaubten, dass ihr Leben vorbei ist, und nun voller Selbstvertrauen ihr neues Leben meistern. Dieses Buch ist eine Hommage an das Leben. Es erzählt Ereignisse, die berühren, nahegehen, bewegen und vor allem Mut machen! Neue "alte Wege" werden aufgezeigt, indem Menschen beschrieben werden, die trotz einer schweren Erkrankung Unglaubliches geleistet und lange Wege beschritten haben, um bei sich selbst anzukommen. Diese Geschichten sind nicht nur Geschichten, sie sind wahr und zudem wissenschaftlich begleitet worden. Sie sollen zeigen, wie man den ersten Schritt geht. Denn der erste Schritt ist immer der schwerste.
Der Mensch hat schon seit jeher besondere körperliche Herausforderungen gesucht, immer aus unterschiedlichen Motiven. Bislang hat sich die Wissenschaft jedoch kaum mit der Frage auseinandergesetzt, welche Auswirkungen jene Aktivitäten auf den erkrankten oder an einer Sinnkrise leidenden Menschen haben, obwohl das Bedürfnis nach Wandern oder Pilgern schon jahrtausendealt ist! Und dieses Bedürfnis ging immer Hand in Hand mit der direkten Auseinandersetzung mit sich selbst, mit seiner inneren Stimme, seinen Gedanken und Erinnerungen. Wir haben während unserer intensiven Forschung lange gerätselt, was sie ausmacht, die Macht der Bewegung.