Kerstin Gier ist mit sicherheit einer der lustigsten Romane über Frauen gelungen, den es zur Zeit auf dem Markt gibt. Es ist nicht so ein pseudo-witziger Frauenroman, der einen schon beim Titel würgen lässt (wie z.B. "Doppelt geküsst hält besser" oder so dämliche Witzchen). Kerstin Gier überzeugt mit einer tollen Geschichte um eine verlassene Ehefrau, die mit ihren zwei Kindern mir nichts, dir nichts im alten Haus ihrer verstorbenen Schwiegermutter in einem Eiche rustikal-Albtraum sitzt. Die Autorin überzeugt durch durch eine tolle Sprache, jede Menge Witze, Ironie und einer Portion Sarkasmus. Herrlich auch die Übermütter der Mütter-Mafia, die alles besser wissen und in ihrem Blog zum Besten geben, wie toll sie doch sind.
Ich hab das Buch schon zwei Mal gelesen und kann immer noch herzlich darüber lachen. Absolut zum empfehlen!
Schade nur, dass die Covergestaltung jetzt schon zum dritten Mal in die Hose gegangen ist. Erst diese beiden Kinder, die über einen Zaun gucken (was hat das mit dem Buch zu tun?), dann dieses traurige Bild in grau mit Frauen- und Kinderbeinen (das ist ja wohl echt nichts für einen lustigen Roman, sondern sieht eher so aus, als habe die Frau ihren Mann bei einem schrecklichen Unfall verloren und würde nun nur noch weinen) und jetzt diese entsetzlichen Vögel (was ist das denn für eine Farbzusammenstellung? Entsetzlich. Und was haben die Vögel denn mit der Müttermafia zu tun?! Und wieso müssen jetzt alle Bücher von Kerstin Gier plötzlich rosa sein? Das deutet an, es handele sich eben doch um dumme Weibchen-Romane und das sind die Bücher eben nicht).