Der Autor, in der Zeit von 1984-1993 in einem britischen SAS-Regiment im Einsatz war, berichtet in diesem Buch von seinem Einsatz im ersten Golfkrieg und schildert angemessen detailliert, aber teilweise auch kurzgehalten von der Planung des Einsatzes, dem Beginn der Mission und, was den größten Teil des Buches einnimmt, der Konsequenzen eines dummen Zufalls und der daraus resultierenden Flucht des Kommandotrupps aus dem Irak.
Während dieser Flucht sind die Soldaten größten körperlichen Anstrengungen und seelischen Strapazen ausgesetzt, wie man sie sich kaum vorstellen kann.
Ein mit der Denkweise von Soldaten und dem Ablauf militärischer Missionen vertrauter Leser, wird sich kaum daran stören, dass der Autor sich nicht lange mit politisch korrekten Formulierungen aufhält, sondern die Dinge meist auf mittlerem Sprachniveau und in der militärisch erforderlichen Ausführlichkeit formuliert.
Das besondere an diesem Buch ist die Beschreibung der o.g. Flucht mit einer sich anschließenden Kriegsgefangenschaft, die eindeutig zeigt, dass das humanitäre Völkerrecht (und die darin vorgeschriebene Behandlung Kriegsgefangener) auch heutzutage noch nicht überall anerkannt ist:
Ich spürte, wie das Blut an meinen Wunden langsam gerann, und es war ein ganz merkwürdiges Gefühl. Wenn man blutet fühlt es sich eigentlich angenehm warm an, Dann wird das Blut allmählich kalt und gerinnt; es wird klebrig und unangenehm, besonders wenn Haare und Bart damit verschmiert sind.
Meine Nase war mit verkrustetem Blut verstopft, und ich musste durch den Mund atmen. Es war eine Qual, da die kalte Luft auf die Stummel traf, die einmal meine Backenzähne gewesen waren. Mit der Zeit wartete ich regelrecht darauf, wieder verhört zu werden, ich wollte bloß irgendwohin, wo es warm war."
Wer also einen ungeschönten, nicht von heroischen Geschichten getrübten, Einblick in die Arbeitsweise von Kommandotrupps und die Grausamkeit des Krieges, der auch vor der Zivilbevölkerung nicht halt macht, bekommen will, ist bei diesem Buch gerade richtig.