Zu allererst: Das Buch ist in der Tat witzig geschrieben. Man hat allerdings das Gefühl, hier wird ein bisschen Werbung für die Weight Watchers gemacht, denn sie werden auf fast jeder dritten Seite erwähnt.
Was mich aber total irritiert und schlußendlich auch ärgert, ist folgendes:
Immer wieder erwähnt der Autor, dass Fett zu Unrecht verteufelt wird, plädiert aber dennoch für fettarme Produkte. Dann werden (und das ist schlichtweg schlecht recherchiert und auch falsch) normalfette Milchprodukte und Käse sowie z. B. Butter und Sahne als schlechte, ungesunde Fette angeprangert.
Fakt ist (und das ist seit Jahren bewiesen): Es gibt keinerlei schlechte Fette, ausser die Transfette.
Man sollte lediglich nicht zuviel Fettes zu sich nehmen.
Dass normalfette Produkte eine höhere Energiedichte haben, ist klar, aber Butter, Sahne und Milchprodukte sind gesund und bergen kein Risiko für die Gesundheit, wenn man sie in Maßen (nicht in Massen) genießt. Auch der Cholesterinspiegel wird durch Nahrungsmittel nur geringfügig belastet.
Fettarme Dinge können natürlich gegessen werden, um die Energiedichte insgesamt niedrig zu halten, aber sie sind deshalb nicht gesünder bzw. fettere nicht schlechter.
Für weitere Informationen ermpfehle ich dringend das Buch "Mehr Fett!" von Prof. Dr. Nicolai Worm oder den neuen "Fett-Guide" aus dem Systemed-Verlag.
Ansonten: Für den (noch) abnehm-un-willigen oder zögernden Mann ist das Buch vielleicht ein Motivator, endlich was am Ernährungs- und Bewegungsverhalten zu ändern.
Von mir daher 3 Sterne.
T. Welz
Ganzheitliche Ernährungsberaterin