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Die Lust am Untergang: Selbstgespräche auf Bundesebene
 
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Die Lust am Untergang: Selbstgespräche auf Bundesebene [Gebundene Ausgabe]

Friedrich Sieburg
4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 420 Seiten
  • Verlag: Ab - die Andere Bibliothek; Auflage: 1 (27. April 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3821862297
  • ISBN-13: 978-3821862293
  • Originaltitel: Die Lust am Untergang
  • Größe und/oder Gewicht: 22 x 12,8 x 3 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 340.884 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Friedrich Sieburg
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

." ... schön gestaltetes Buch, dem Thea Dorn schwungvolle, dazu blitzgescheite Erläuterungen beigegeben hat ... " (Tilman Krause, Die Welt, 26. Juni 2010)

" ... ein zu Unrecht fast vergessenes Buch. Eine Wiederentdeckung." (Passauer Neue Presse, 3. Juli 2010)

"Sieburgs Buch ist wiederaufgetaucht wie ein altes Möbelstück, das vor Jahrzehnten sorgsam in weiße Tücher gehüllt und dann in abgedunkelten Räumen vergessen wurde. Nun zieht diese Neuausgabe der Lust am Untergang die alten Laken herunter, und wenn der aufgewirbelte Staub sich gelegt hat, steht man da und wundert sich. Bequem sieht das nicht aus, und es passt weiß Gott nicht zu jeder Einrichtung. Aber man ahnt, man wird sich so rasch nicht wieder davon trennen können." (Hubert Spiegel, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 3. Juli 2010)

Kurzbeschreibung

Die chronische Sehnsucht nach der Apokalypse Die Lust am Untergang erschien vor mehr als einem halben Jahrhundert - und weder der Titel noch das Buch haben ihre Aktualität eingebüßt. Wir Deutsche malen am liebsten schwarz. Wenn uns im Augenblick keine Katastrophe heimsucht, dann sehen wir eine kommen. Wir können, so scheint es, ohne die apokalyptischen Ängste nicht existieren. Niemand durchschaute die dunklen Süchte unserer Seele genauer als der große Zeitkritiker Friedrich Sieburg, einer der brillantesten Stilisten seiner Epoche. Seine Bücher wurden zu Hunderttausenden verkauft. Doch in Deutschland steht sein Werk - anders als in Frankreich - unbeachtet im Schrank. Er war kein Mann der politischen Eindeutigkeit und schon gar nicht des Widerstandes gegen den Nazismus. Und dennoch - oder darum - ist er einer der wichtigsten Zeitgenossen jener Epoche, die er in seiner grandiosen Polemik von 1954 Revue passieren lässt. Thea Dorn fand das Buch in der Bibliothek ihrer Eltern, las sich fest, entdeckte die Übereinstimmungen, die Differenzen von damals und heute, zwischen einer Autorin der jungen Generation und dem großen Literaten, der mit dieser Wiederentdeckung aus dem Exil des Vergessens zu den deutschen Lesern heimkehrt.

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Kundenrezensionen

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8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Die Lust am Untergang 12. Mai 2010
Von Christian Döring HALL OF FAME REZENSENT TOP 50 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe
Friedrich Sieburg ist seit 1964 tot und trifft noch immer den Leser in der Gegenwart. Untergangsstimmung herrscht immer bei den Deutschen. Manchmal möcht man fragen: Immer noch oder schon wieder?

Der Autor wurde 1893 in Westfalen geboren. Dieses Buch hat er kurz nach Ende des letzten Krieges geschrieben. Herrschte da Untergangsstimmung?

Der Literaturkritiker und Journalist Sieburg ergötzt sich nicht nur an der beständig vorhandenen Untergangsstimmung der Deutschen, er sucht nach deren Ursachen. Laut Sieburg entstammen sie der "unbestimmten, halbdunklen Einsicht, dass der ungeheure Apparat, den wir uns aufgebaut haben, auf unsere eigentlichen Nöte gar nicht anwendbar ist." Schon damals spielten Begriffe wie Individualisierung der Menschen und ihre Orientierungslosigkeit eine nicht unerhebliche Rolle.

Laut Siegurg kann der Mensch nicht ohne apokalyptische Ängste sein, er braucht sie quasi zum Leben. So beweist der Autor in dem vorliegenden Buch in einer Vielzahl von Texten das Untergangsstimmungen in der Bevölkerung präsent sind.

Den Leser wird es kaum verwundern, dass zwischen dem Entstehen der Geschichten und heute Jahrzehnte liegen. Das heißt: Wir Deutschen bleiben uns treu. Untergangsstimmung bleibt unser beständiger Begleiter.
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5 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Thorsten Wiedau HALL OF FAME REZENSENT TOP 50 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Der Deutsche hängt gerne an negativen Gedanken, an düsteren Überlegungen und an der Lust der Zerstörung seines Ichs oder seiner Umgebung?! Ist dem so oder worauf begründet sich diese Lust am Untergang? Das Buch DIE LUST AM UNTERGANG von Friedrich Sieburg entführt uns in eine denkwürdige Thematik, welche in der Anderen Bibliothek des Eichborn Verlags nun eine Ausprägung als Buch erfährt. Ist es die Obrigkeitshörigkeit? Die Untertanenmentalität? Die militärische und korrekte Erziehung, wenn sie denn heute noch vorhanden ist? Oder liegt es tiefer? Warum fasziniert Wagners Musik den Zuhörer, an was hat dieser grandiose und fantastische Komponist gerüttelt? Im Buch DIE LUST AM UNTERGANG bringt uns Friedrich Sieburg kurz nach dem Ende des 2. Weltkriegs seine Gedanken zu Papier und lässt uns dadurch an seinen Ideen teilhaben.

Viele Gedanken des Autoren Friedrich Sieburg kreisen noch um den zweiten Weltkrieg, denn dieses Buch schrieb er wenige Jahre nach dessen Ende, daher mutet es nicht ungewöhnlich an, das er vom Untergang spricht und den hang der deutschen dazu thematisiert.

Auch sein am Eingang des Buches nachgestelltes Gespräch zwischen einem Schweizer und einem anderen Europäer mutet skurril an, denn er zeugt von der Lust am Untergang. Niemand kann einen retten, alles ist verloren und kein Held weit und breit - sonderbar das so eine Stimmung einen dann doch aufkratzen kann.

Das Buch DIE LUST AM UNTERGANG von Friedrich Sieburg oder vielmehr der Autor hat am Anfang der Bundesrepublik schon stark polarisiert, ich erinnere mich das er im Buch als widerliche Kanalratte beschimpft wurde, das ist stillos.

Die Journalistin Thea Dorn hat ihn und seine Werke durch Zufall wieder gefunden und mit diesem Buch aus der Versenkung gehoben, wurde doch im Feuilleton der Nachkriegszeit er hoch geehrt und teils schmählich beschimpft, so etwas macht Neugierig und Thea Dorn hat da einen wahren Schatz gehoben - denn selten habe ich mit soviel Zuneigung und Verständnis das Buch eines Autoren zum Thema UNTERGANG gelesen.

Schon ein anderes Buch hat mir so viel Freude bereitet, 3.000 Jahre Untergang des Abendlandes, aus dem gleichen Verlag - mit diesem setzt sich das Thema gekonnt und interessant fort.

Der Autor Friedrich Sieburg schreibt klar, unprätentiös und schnörkellos was er von der ganzen Sache hält. Er hält mit seiner Meinung nicht hinter dem Berg und offeriert ganz klar und direkt, woher er meint, dass diese Lust am Untergang stammt und was sie auslöst.

Das Buch DIE LUST AM UNTERGANG von Friedrich Sieburg hat mir gut gefallen, die Ideen und Gedanken des Autors habe ich gerne gelesen.

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