Nahezu unglaublich, wie faszinierend das Leben vierer Brüder sein kann, die einen gemeinsamen Arbeitsplatz teilen - die Autoverwertung der Ludolfs. Seit dem Beginn der Serie hat sich bei den vier Jungs nichts geändert. Günter nimmt wie gehabt alle Kundenanfragen entgegen, gibt diese in den meisten Fällen an seinen Bruder Peter weiter, um dessen Antwort wiederum an den Kunden an der Tür oder am Telefon weiterzuleiten.
Günter lässt auch in dieser Staffel immer mal wieder ironische Kommentare fallen und zeigt dadurch, wie genau er doch alles Geschehen um ihn herum beobachtet. Er ist keinesfalls einfach nur der stille Bruder, der an keiner Unternehmung teilnimmt, sondern gibt sehr gerne auch mal kritische, sogar sarkastische Bemerkungen ab.
Peter bei seiner Leidenschaft, dem Kochen, zu beobachten macht einfach Spaß. Schafft er es doch immer wieder mit einfachsten Mitteln, sich und seinen Brüdern eine Freude mit einem leckeren Essen zu machen. Gemeckert wird wie gewohnt nie - alles was Peter kocht wird gelobt. Ob das wohl daher rührt, dass Manni und Uwe einfach sehr genügsam sind?
Die Ludolfs zum Feierabend sind einfach herrlich beruhigend und helfen ungemein beim Abschalten vom Alltagsstress. Die im "Aufenthaltsraum" der Ludolfs herrschende Ruhe und die unglaublich beruhigende Art und Weise, mit der Günter und Peter Anfragen bearbeiten, kann einen selbst so richtig schön runterbringen. Peters philosophische Weisheiten über Tee aus freilebender Natur oder die Möglichkeit von außerirdischem Leben im Weltall können Folge für Folge auf die Psyche des Zuschauers ausgleichend wirken. Die Ludolfs sind eine so wunderbare, glückliche und liebevoll miteinander agierende Familie, die vielen anderen gut als Vorbild dienen könnte.
Highlights der sechsten Staffel bilden die Folgen "Daddy Cool", in der die Ludolfs hiphoppen, was das Zeug hält, und "Super Cooper", in der der Schrottplatz mit Bremsscheiben, Rohren, Pylonen, Autodächern und vielem mehr zu einem Minigolfplatz umfunktioniert wird. Die schönsten Szenen aber bleiben die ganz ruhigen, in denen man einfach nur betrachten kann, wie Günter und Peter in ihrem "Büro" sitzen, auf Kunden warten, Kaffee trinken, philosophieren - und in denen man natürlich Peter beim Einnicken zuschauen kann.