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Pressenotiz zu : Frankfurter Allgemeine Zeitung, 10.07.2000
Terres geht hier so Karen Horn der Frage nach, wieso es in der Geldpolitik keinen Wettbewerb gibt und wieso die Notenbanken über ein (staatliches) "Emissionsmonopol" verfügen. Dabei gehe der Autor davon aus, dass es "kein allgemein gültiges Urteil" darüber gibt, welchen Faktoren in der Geldpolitik Priorität einzuräumen sei: Stabilität, Inflations- oder Wechselkursziele, Geldmengensteuerung? Terres plädiert, so Horn, für den geldpolitischen Wettbewerb, bei dem "private Notenbanken über das Vehikel ihres guten Rufs miteinander konkurrieren", angelehnt an das "Free Banking in Schottland (1716 bis 1844)", bei dem der Staat zwar die Rahmenbedingungen schafft, sich ansonsten aber weitgehend heraushält. Horn hält dies zwar nicht gerade für "realistisch", lobt aber die Überlegungen des Autors als "nachdenkenswert, logisch erquicklich".
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Kurzbeschreibung
Läßt sich der Wettbewerb als Ordnungsprinzip bei der Geldemission verwirklichen? Ist privater Geldwettbewerb funktionsfähig und sinnvoll, oder muß am staatlichen Notenbankmonopol festgehalten werden? Paul Terres entwirft einen wettbewerblichen Ordnungsrahmen, innerhalb dessen sich vorteilhafte monetäre Institutionen und Geldsysteme fortentwickeln können. Die Logik einer wettbewerblichen Geldordnung liegt darin, daß innerhalb einer solchen Ordnung vorteilhaftere Geldsysteme entdeckt und durchgesetzt werden können. Der Mißbrauch, den die Regierungen mit dem staatlichen Notenmonopol immer wieder betrieben haben, wird in einer Wettbewerbsordnung verhindert. Der Autor zeigt, daß eine wettbewerbliche Geldordnung bessere Voraussetzungen für gutes Geld bietet als die monopolistische Geldpolitik staatlicher Regierungen oder 'unabhängiger' Zentralbanken. Für die geldtheoretische Analyse bringt eine monetäre Wettbewerbsordnung revolutionäre Veränderungen mit sich. Eine Neuinterpretation monetärer Zusammenhänge wird erforderlich, die die gängige Geldtheorie als weitgehend veraltet erscheinen läßt.