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Die Logik der Unvernunft: Spieltheorie und die Psychologie des Handelns
 
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Die Logik der Unvernunft: Spieltheorie und die Psychologie des Handelns [Taschenbuch]

László Mérö , Anita Ehlers
2.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)

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László Mér?
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Es regnet in Strömen. Mißmutig traben Sie zur Bushaltestelle und schwören sich, dieses Mal ein Taxi zu nehmen, wenn der Bus nicht sofort kommt. Doch Sie bleiben stehen und warten. Schließlich ringen Sie sich durch und halten ein Taxi an. Triefend naß steigen Sie ein und sehen gerade noch, wie der Bus sich der Haltestelle nähert. Haben Sie sich optimal entschieden? Mit dem vorliegenden Buch stellt Merö nicht nur die Grundlagen der Spieltheorie vor, sondern widmet sich auf überaus amüsante Weise dem Zusammenhang zwischen Logik und Psychologie im menschlichen Verhalten.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
117 von 126 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Das Gefangenendilemma und artverwandte Probleme in mehreren Varianten, die "Goldene Regel" der "Nächstenliebe" und andere Moralprinzipien, Lösungsstrategien, Bluff und Biologie: Die erste Hälfte des Buches geht es in gemütlichem Plauderton ohne mathematischen Ballast um Probleme der Spiel- und Entscheidungstheorie.

Das bleibt zwar etwas an der Oberfläche, trotzdem erfährt man einiges interessantes: Zum Beispiel, daß sich zu jeder Strategie oder jedem Prinzip (wie der "Nächstenliebe") eine Entscheidungssituation basteln läßt, wo sie zu unerwünschten Ergebnissen führt. Oder daß es manchmal das Vernünftigste ist, eine Münze zu werfen und Entscheidungen vom Zufall abhängen zu lassen.

Kurzum: Solange er bei dem bleibt, von dem er etwas versteht, ist Mérös Buch gut, verständlich und brauchbar - soweit ich das beurteilen kann. Etwa ab dem achten Kapitel mehren sich dann die ... Eigenartigkeiten.

Es beginnt damit, daß Mérö sich für die "Gruppenselektion" stark macht, eine Version der Evolutionstheorie, die unter Biologen wohl eher ein Schattendasein führt. Danach versucht der Autor, Analogien zwischen dem seltsamen Verhalten von Elementarteilchen und dem spieltheoretischen Konzept der "gemischten Strategie" zu finden. Das Elektron folge einer Strategie, und noch später heißt es: das Elektron sei eine Strategie. Was er damit meinen könnte, bleibt leider offen.

Was anfangs noch wie ein origineller Einstieg in die Grundlagen moderner Physik anmutet, wird bald zu einer Anhäufung von Ungenauigkeiten, falschen Behauptungen und Unverständlichem, und schließlich in unerträglicher Gemysterei. Mérö versieht einige bekannte, aber (noch) nicht ganz verstandene quantenphysikalische Phänomene mit neuen komplizierten Bezeichnungen. Sowas war allenfalls im Märchen "Rumpelstilzchen" eine Lösung, hier verwirrt es nur den Leser. Wenn der nicht zufälligerweise Physiker ist und sich mit dem sogenannten "Meßproblem" beschäftigt hat, hat er wenig Chance zu erkennen, daß Mérö sein Wissen hauptsächlich aus ein paar ollen Kamellen und einer Handvoll populärwissenschaftlicher Schriften bezieht, die er dann auch noch falsch zitiert.

Daß Mérö physikalisches Halbwissen als "Stand der Forschung" verkauft, ist schon ärgerlich genug. Leider beläßt er es nicht dabei.

Dem Leser werden im folgenden Gödels Theorem, ein paar Erkenntnisse aus der Sozialpsychologie und ein paar verstreute Fakten aus sonstigen Gebieten um die Ohren gehauen. Hält der Leser trotzdem durch, bekommt er von Mérö über lange Seiten "mystische Erkenntnis" angepreist, die alle Weltprobleme "quasi-rational" lösen wird. Der Autor fordert dann auch noch eine neue "wahre Rationalität", irgendwo zwischen Zen-Buddhismus und Zellulitis.

Damit folgt er zwar einer unter Philosophen verbreiteten Unsitte, Phänomenen, die sie begrifflich schwer zu fassen bekommen (wie "Farbe" oder "Ich"), schlicht ihre Existenz abzusprechen und in dunklen Worten Zuflucht zu suchen. Besser wird sein Buch dadurch nicht, und verständlich schon gar nicht.

Solange Merö bei dem bleibt, wovon er etwas versteht - Spieltheorie und Psychologie -, liefert er eine gute, aber auch nicht wirklich überragende Darstellung der Spieltheorie. Von Biologie, Quantenmechanik oder Wissenschaftstheorie versteht er dagegen weit weniger, und so liefert er über weite Strecken ein ungenießbares Gebräu von Halbwahrheiten, haltlosen Spekulationen und Pseudotiefsinn.

Da bleibt, trotz brauchbarer erster Buchhälfte, nur die Einordnung ins Regal für Esoterikmüll.

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80 von 87 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Oberflächlich 8. Dezember 2000
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Es mag sein, dass dieses Buch eine gute Einführung über Spieltheorie enthält, jedoch sind die ersten Kapitel eher langweilig, so dass ich sie nur quer gelesen habe. Es gibt sicher spannendere Möglichkeiten, die Spieltheorie einzuführen. Mein Interesse weckte eher das letzte Drittel des Buches. Was hat Quantenmechanik mit Psychologie zu tun? Die Antwort darauf bleibt dem Leser verborgen. Sicher ist nur, dass der Autor von Physik nicht viel versteht. So bezeichet er Newtons Mechanik als Teleologisch, nur weil man, wenn man weiß, wo ein Teilchen ankommen wird, auch seinen Weg berechnen kann. (Weiß das denn das Teilchen auch?) Insgesamt bleiben diese Kapitel oberflächlich. Wer die Quantentheorie nicht kennt erfährt nichts darüber, wer sie kennt wundert sich über die Schlüsse, die der Autor daraus zieht. Ob er an verborgene Parameter glaubt weiß der Autor offenbar selber nicht. Aber selbst, wenn er an den reinen Zufall in der Quantenmechanik glaubt, bezeichnet er schon ein DNA-Molekül als zu groß um Quanteneffekte zu zeigen und schließt damit (völlig unnötig) jeden Zusammenhang zwischen Quantenwelt und Makrowelt aus. Fazit: Die Quantenmechanik hätte er besser weggelassen. Doch dann fehlte das Bindeglied zwischen der Spieltheorie und der Suche nach dem Nirwana, mit dem das Buch endet. Weniger als einen Stern kann ich nicht vergeben: Einen halben Stern fürs Cover und einen halben Stern für die Mühe.
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16 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Ein geistreicher Lesespass! 19. August 2000
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Laszlo Mérö widerlegt den Mythos vom rationalen Denken in seinem geistreichen Buch. Er zieht die logisch formalen Gesetze der Spieltheorie zu Rate und vergleicht deren Aussagen mit unserem Verhalten. Besonders der letzte Teil des Buches hat mich fassziniert, als sich Mérö mit der Frage befasst, inwieweit spieltheoretische Verfahren und Modelle auch im täglichen Leben angewandt werden können. Doch was ist Rationalität im menschlichen Verhalten, und kann es lupenreine Rationalität überhaupt geben? Diese Frage wird immer wieder gestellt, doch im Gegensatz zu anderen Büchern, hier gibt es auch eine Antwort. Mérös Buch stellt nicht nur die Spieltheorie vor, sondern schafft es in überaus amüsanter Weise, den Zusammenhang von Logik und Psychologie im menschlichen Verhalten darzustellen. Das Buch ist einprägsam und leicht verständlich geschrieben und jeder von uns kann viel über sich selbst erfahren. Ein Volltreffer!
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