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Produktinformation
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In epischer Breite und zuweilen etwas zähem Erzählfluss kehrt Grisham auf vertrautes Terrain zurück: den Gerichtssaal. Willie, dem journalistischen Greenhorn aus dem Norden erschließt sich ein Südstaatensumpf, in dem Rassismus und Selbstjustiz zum gelebten Alltag gehören. Die schwarze Bevölkerung haust "auf der anderen Seite der Bahnlinie", während die millionenschwere Padgitt-Familie seit Generationen von ihrer Inselfestung aus Schwarzbrennerei, Mord und Drogenschmuggel im großen Stil betreibt. Nichts leichter also, als den "Ausrutscher" ihres jüngsten Sprosses mittels Geld und Repressalien aus der Welt zu schaffen.
Eine der Schlüsselfiguren des Romans ist die kluge und bibelfeste Miss Callie, Willie Traynors mütterliche Freundin. Trotz heftigen Widerstands wird sie im Padgitt-Prozess als erste Schwarze in den Geschworenenstand berufen. Ist es ihren moralischen Skrupeln anzulasten, das Danny Padgitt schließlich der Todesstrafe entging? Nach lediglich neun Jahren luxuriösester Haftumstände, beginnt der Horror nach Ford County zurückzukehren. Jedem der damals im Gerichtssaal Anwesenden klingt Danny Padgitts Fluch in den Ohren, bittere Rache zu nehmen. Bald gibt es die ersten Toten. Und die Liste der Geschworenen von einst ist lang!
Trotz der merkwürdigen "Leerstelle" im Zentrum des Romans, jener neunjährigen Haftstrafe, deren Spannungsabfall Grisham nicht adäquat überbrücken konnte, spiegelt Die Liste das brodelnde gesellschaftliche Klima eines heißen Südens perfekt und verdammt spannend wieder. --Ravi Unger -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
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Es handelt sich keinesfalls um einen Roman dieser Art. Zwar handelt die Geschichte auch von einem brutalen Mord, dem anschließenden Prozess und einem Jahre späteren Racheakt, diese Handlungen bieten aber eher den Rahmen für die Geschichte des Willie Traynor.
Dieser kauft das Bezirksblättchen von Clanton, dem Schauplatz des Romans und steigert durch geschickte Reportagen die Auflage innerhalb von kürzester Zeit enorm. Der Roman handelt von der inneren Entwicklung des Hauptdarstellers. Von Rassentrennung, Kleinstadtgeschichten, Familienfehden etc.
Ein durchaus guter Roman, der sich leicht lesen lässt, die Geschichte von Traynor ist spannend, die Figur interessant und auch die anderen Personen haben Charme. Möchte man aber einen Thriller, der so spannend ist, dass man ihn nicht mehr aus der Hand legen kann, so ist „Die Liste" nach meinem Empfinden nicht das geeignete Buch.
Das Buch bekommt von mir "nur" 3 Sterne, da der Klappentext anderes vermuten lässt als das Buch bietet. Zwar ist es durchaus lesenswert, aber sicherlich gehört es nicht zu Grishams besten Werken.
Willie Traynor, der über den Mord berichtet, sieht sich bald im Visier der Padgitts, genau wie die Geschworenen des beginnenden Prozesses. Doch, was sich nach einer spannenden Geschichte anhört, entwickelt sich ganz anders. Danny Padgitt wird schnell verurteilt, der Prozess gerät in Vergessenheit und das Leben in Ford County geht weiter. Die Schilderungen des Kleinstadtlebens in den 70ern des letzten Jahrhunderts sind aber so interessant und unterhaltsam, dass man kaum merkt, dass Grisham diesmal keinen Thriller schreibt. Sein Protagonist, ein Außenseiter in der Stadt, hat einen klaren Blick auf die Eigenheiten der Bewohner, der langsam verschwimmt, als Traynor selbst mehr und mehr akzeptiert und integriert wird.
Gegen Ende steigt dann noch einmal die Spannung, allerdings, ein großartiges Ende ist John Grisham auch diesmal nicht gelungen. Zu überraschend und abrupt wirft er die Kleinstadt wieder ins Chaos, um dann alles in Rekordzeit wieder aufzulösen. "Die Liste" überzeugt als Studie des amerikanischen Südens in den 70ern. Themen wie Rassentrennung und der Vietnamkrieg werden aufgegriffen, treten aber nie zu sehr in den Vordergrund. Die Charaktere, die Grisham schildert, sind glaubhaft und (größtenteils) liebenswert. Das etwas merkwürdige Ende verzeiht man ihm daher gerne.
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