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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
87 von 90 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Feministisches Rollenspiel,
Von
Rezension bezieht sich auf: Die Liebhaberinnen (Fiction, Poetry & Drama) (Taschenbuch)
In "Die Liebhaberinnen" aus dem Jahr 1975 thematisiert Elfriede Jelinek die Geschlechterrollen und die Stellung der Frau in der Gesellschaft. Dies wird anhand der Geschichten von Brigitte und Paula dargestellt, welche abwechselnd und unabhängig voneinander erzählt werden. Die Figuren des Romans sind dabei mehr unpersönliche Stereotypen als Menschen aus Fleisch und Blut. Das Spiel mit den Hautpersonen widerspiegelt sich auch im Spiel mit der Sprache. Der Roman ist von einer ausgeprägten Dialektik geprägt, einer These folgt sofort die Antithese. Das Ziel ist die Kritik aus feministischer Sicht von gesellschaftlichen Machtverhältnissen und von bürgerlichen Trivialmythen, was sich besonders schön in folgendem Zitat ausdrückt: "wenn einer ein schicksal hat, dann ist es ein mann. wenn einer ein schicksal bekommt, dann ist es eine Frau." (Der ganze Text ist in Kleinschrift verfasst!) John Lennon sang im gleichen Jahr "Woman is the nigger of the world", was genau die Thematik des Romans auf den Punkt bringt.Brigitte näht Büstenhalter in der Fabrik und will Heinz. Paula ist Lehrmädchen in einer Schneiderei und will Erich. Beide Frauen sind ziemlich dumm und naiv und durchschauen die gesellschaftlichen Mechanismen und das bürgerliche Wertesystem nicht, das zur Unterdrückung der Frau beiträgt. Die Frau hat da nur als liebende Ehefrau und Mutter Platz. "Der Mann ist das Haupt der Familie. Sie führt den Haushalt", wie es früher im Zivilgesetzbuch hiess, haben beide ganz selbstverständlich verinnerlicht. Während Brigitte sich nur über Heinz definiert, also nur ein Anhängsel des Mannes ist, glaubt Paula in kindlicher Naivität noch an das Klischee der einzigen wahren Liebe. Das Resultat: Paula lässt sich schwängern, während dessen Brigitte sich schwängern lassen will. Der richtige Mann, der Ernährer der Familie, soll das einzige Glück der Frau sein. Der Roman zeigt, dass tradierte Rollenbilder nicht gottgewollt und zu hinterfragen sind, was zu deren Entlarvung führt. Die Männer sind auch nicht gerade Intelligenzbestien. Sie sind emotional unterentwickelt und unfähig zur Liebe. In Frauen sehen sie nicht gleichberechtigte Partnerinnen, sondern nur das Sexualobjekt, zur Befriedigung des eigenen Sexualtriebs, sowie das mütterliche Dienstleistungspaket (kochen, putzen, waschen). Zudem sind sie egozentrisch, so dass sich die ganze Welt nur um sie drehen muss, um ihre Karriere, um ihre sexuellen Bedürfnisse etc. Frauen als menschliche Wesen sind für sie eigentlich überflüssig. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
25 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Glücklichsein, Heiraten und Kinderkriegen leichtgemacht??,
Von
Rezension bezieht sich auf: Die Liebhaberinnen (Fiction, Poetry & Drama) (Taschenbuch)
Nein, keineswegs.Elfriede Jelinek schildert in ihrem Werk "Die Liebhaberinnen" die Geschichte von zwei Frauen, die sich als so naiv und dekadent erweisen, das es schon schmerzt. Brigitte, die in einer Miederwarenfabrik Büstenhalter näht, hat ihre Arbeit satt. Sie verachtet aber gleichzeitig ihre Mitarbeiterinnen, denn Brigitte hat den festen Entschluss gefasst, Heinz, einen zukünftigen Geschäftsmann, auf den sie es abgesehen hat, fest an sie zu binden, indem sie sich von ihm schwängern lässt und so der lästigen Arbeit in der Fabrik zu entkommen. Das erweist sich jedoch als äußerst schwierig, da Heinz von Brigitte alles andere als überzeugt ist, ebenso seine Eltern, die Brigitte verachten und sie loswerden wollen. Und auch die aufkommende Konkurrentin Susi, eine selbstständige gutmütige, jedoch etwas dümmliche Frau, an der Heinz interessiert ist, macht es Brigitte nicht leicht. Doch Brigitte gibt nicht auf. Sie versucht mit allen Mitteln, Heinz an sich zu binden, der ihr ein Kind und letztendlich als zukünftiger Geschäftsmann Besitz und Genugtuung bescheren soll!! Dabei unterwirft sie sich Heinz gnadenlos, der nur auf seinen Vorteil und Spaß bedacht ist. In Wirklichkeit hasst Brigitte Heinz, sieht in als 'fettes Schwein, der für zwei frisst'. Doch Brigitte hat ihr Ziel deutlich vor Augen: Eine durch ein Baby erzwungene Heirat mit Heinz, um sich ihre Zukunft zu sichern. Neben der Geschichte Brigittes wird die Geschichte der naiven 15-jährigen Paula erzählt, die auf dem Land lebt. Elfriede Jelinek erzählt in ihrem Roman nüchtern und völlig ungeschönt die Geschichte zweier Frauen, die eine größtenteils identische Lebensgeschichte und völlig identische Lebensziele vorweisen. Wobei jedoch eine Frau Erfolg hat, die andere dagegen völlig scheitert. Der Roman ist auf jeden Fall lesenswert, da er aufgrund der durch den stakkatoartigen Schreibstil und den respektlosen, vulgären Wortschatz geschaffenen Atmosphäre durchaus überzeugt. Keine leichte Kost ist dieser Roman. Vor allem dadurch keine leichte Kost, da hier schonungslos von Abtreibungsversuchen und Schlägen in den Mutterbauch seitens Paulas Eltern erzählt wird, um den 'Bankert' (~Balg) in Paula wieder loszuwerden. Dieser Roman schockiert allein schon durch seine Sprache, doch er zeichnet ein brillantes und realistisches Innenleben zweier Frauen, die an Naivität und Unterwerfung nicht zu übertreffen sind!! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Der ideale Roman für den Einstieg in die Jelinek Literatur,
Von Blauer Kaktus (Österreich) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Die Liebhaberinnen (Fiction, Poetry & Drama) (Taschenbuch)
"Die Liebhaberinnen" war das erste Buch, das ich von Elfriede Jelinek gelesen habe. Für den Einstieg in die Jelinek-Welt ist dieser Roman ideal, da die Sprache und die Handlung nicht so schwierig zu verstehen sind, wie in anderen Romanen Jelineks.Wirklich eine Empfehlung. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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