Alice könnte eigentlich glücklich sein. Sie hat nette Freunde und besitzt eine gutgehende Pension mit dem Namen Schatzinsel", nebst kleinem Antiquitäten-und Krims-Krams- Lädchen". Doch obwohl sie definitiv kein Mauerblümchen und durchaus attraktiv ist, hat sie den richtigen Mann fürs Leben noch nicht gefunden. Nicht, dass sie nicht genug Anstrengungen unternommen hätte, um ihn zu finden. Diverse Dates" lassen sie eher unbefriedigt zurück und es scheint fast, als ob ihre Traumvorstellungen die sie von einem Mann hat, vielleicht eine Spur zu hochgegriffen sind. Also beschließt sie, auch Männern eine Chance zu geben, die vielleicht nicht gleich auf den ersten Blick bei ihr Herzklopfen auslösen.
Doch trotzdem ist es wie verhext und Alice bleibt weiterhin solo.
Eines Tages zieht ein neuer, frisch getrennter Nachbar ins Nebenhaus ein und obwohl sich Alice und Christoph, so heißt der Mann, sehr gut verstehen ist für beide nach dem ersten gemeinsamen Gespräch gleich klar, dass sie sich rein auf platonischer Ebene mögen, denn auch Christoph hat durchaus einige Wunschvorstellungen, was die richtige Frau für ihn betrifft.
Eines Tages betrifft eine ältere Dame mit Hund den Laden von Alice und quartiert sich für drei Tage in ihrer Pension ein. Da Alice Uscha sehr sympathisch ist, lässt sie sich von ihr auf eine Portion Tapas ins nahegelegenen Restaurant einladen, wo auch zufälligerweise gerade Christoph sitzt. Die drei unterhalten sich glänzend und zu vorgerückter Stunde erzählt Uscha Alice und Christoph von einer geheimnisvollen Engelsbackform.
Die Backform hat angeblich magische Fähigkeiten. Stellt Frau" einen Teig mit diversen, Zutaten zusammen und beachtet dabei bestimmte Rituale, wird sie einige Tage, nachdem sie den gebackenen Teig gegessen hat den ihr bestimmten Mann fürs Leben finden.
Obwohl Alice und Christoph eigentlich nicht wirklich an diese Geschichte, die ihnen Uscha erzählt hat glauben, lässt sich Alice doch dazu überreden, es einmal selbst auszuprobieren. Und auch Christoph ist dank günstiger, magischer Konstellationen mit dabei. Wird das große Backen zum Erfolg führen?
Die Liebesbäckerei" von Dagmar Hansen ist mein erstes Buch der Autorin. Mich hatte besonders der Inhalt des Romans angesprochen. Ein Mann, den man sich selbst backen kann? Das klang zu verlockend in meinen Ohren. ;-)
Im Großen und Ganzen wurde meine Erwartungshaltung auch nicht enttäuscht. Der Roman ist eine süße, romantische und warmherzige Geschichte über die Suche nach der wahren Liebe und dem perfekten Partner.
Alice und Christoph sind zwei sympathische Charaktere, die beide schon die Tücken bei der richtigen Partnersuche erlebt haben und nun eher sehr kopfgesteuert und vernünftig an die Sache herangehen. Dass man aber in der Liebe nichts planen kann und schon gar nicht, wie der perfekte Partner auszusehen oder zu sein hat, stellen beide innerhalb dieses Romans fest.
Die Geschichte ist sehr humorvoll in Szene gesetzt worden, allerdings fand ich, dass der Einstieg in diesem Roman vielleicht eine Spur zu Freche-Frauen"- mäßig und zu rasant geraten ist. Allerdings gab sich das auch sehr schnell wieder und der Rest des Buches war nahezu perfekt.
Auch die vielen liebenswerten aber oft ein wenig schrulligen Nebencharaktere und ihre eigenen Erfahrungen in Sachen Liebesleben" hauchen dem Buch zusätzliches Leben ein, und runden den sehr guten Gesamteindruck den ich von diesem Roman hatte noch weiter ab.
Die kleine Prise Magie ist dabei wunderbar dosiert und verleiht dem Werk von Dagmar Hansen etwas wunderbar Märchenhaftes.
Fazit: Ein beschwingtes und humorvolles Leseerlebnis über die ganz eigene Magie der Liebe! (NG)