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Die Liebenden
 
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Die Liebenden [Gebundene Ausgabe]

Gerhard Henschel
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
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Produktbeschreibungen

Perlentaucher.de

Buchnotiz zu : Die Zeit, 07.08.2003
Frank Schulz ist so "stark beeindruckt" wie noch nie von Gerhard Henschel. Die Geschichte der "Liebenden" hat ihn "erschüttert", und das teilt sich zurückhaltend, aber eindringlich in den Zeilen seiner Rezension mit. Eine Zweisamkeit über Jahrzehnte, eine Geschichte von Hoffnung und ihrer Enttäuschung durch das Leben, vom Aufbegehren dagegen und von der Verzweiflung, erzählt in authentischen Briefen, die auch daran erinnern, "dass privatimes Schreiben einmal eine lebenswichtige Kommunikationsform gewesen ist". Unter anderem. Henschel, berichtet Schulz, hat mit "archivarischer Inbrunst" aus 120 Aktenordnern voller Korrespondenzen ausgewählt, hat stilistisch eingegriffen und gekürzt. Hat einen "ernsten", wunderbaren, traurigen Roman daraus gemacht. Boy meets Girl im Hannover des Jahres 1950, sie sind zuversichtlich, sie "rackern, ehren den Pfennig (...), bekommen vier Kinder, bauen ein Haus und leben von der Hoffnung auf bessere Zeiten". Dann müssen sie nicht mehr sparen, doch am Ende stehen sie "erneut vor Trümmern". Zwei Leben voller Briefe, "diskrete Liebesbriefe" und "verzweifelte Episteln" und Glück - "Glück, das immer woanders ist". Später. Und dann ist es zu spät. "Wie konnte das geschehen?, fragt man sich."

© Perlentaucher Medien GmbH

Kurzbeschreibung

Aus zwei mittellosen jungen Menschen, einer angehenden Fremdsprachenkorrespondentin und einem Maschinenbaustudenten, wird 1950 in Hannover ein Liebespaar, das schließlich auch heiratet. Der Bräutigam, ein Flüchtlingssohn, war Kriegsgefangener in der Sowjetunion und bemüht sich nun darum, seiner entstehenden Familie ein Auskommen zu verschaffen, während sich die lebenslustige Braut allmählich in eine kinderreiche Hausfrau verwandelt. Aus Briefen, die weit bis in die Kindheit der späteren Eheleute zurückreichen und danach ihr gesamtes Glück und Unglück erzählen, erschließt sich die Lebensgeschichte zweier Liebender, die am deutschen Wirtschaftswunder teilhaben, unter Mühen ihren sozialen Aufstieg vollbringen und nach fast vierzig Jahren, als alles erreicht ist, vor den Trümmern ihrer Lebenspläne stehen. In diesen Briefen, die großenteils auf Originaldokumenten fußen, ist die gesamte Privatgeschichte der alten Bundesrepublik enthalten, die Aufbruchstimmung der frühen Jahre, Querelen mit Zimmerwirtinnen, der Traum vom eigenen Haus, das wachsende Fernweh und die Verzweiflung über die Tristesse des normalen Lebens zwischen Hobbykeller, Dienstreisen und Krebsnachsorgekur. Ein Roman, der hautnah miterleben lässt, wie sich Deutschland und die Deutschen in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts verändert haben.

Der Verlag über das Buch

»Eines der rührendsten, artistischsten und intelligentesten Bücher, die ich seit langem gelesen habe.« Stephan Wackwitz in der ›Frankfurter Allgemeinen Zeitung‹

»Diese Schlossers! – es ist wie bei einer Fernsehserie, die man seit Jahren verfolgt, oder wie bei Marcel Proust, den man sein Leben lang liest, ohne je an das Ende zu kommen, und wenn, müßte man gleich wieder von vorn anfangen, weil man dort vorn schon so lange nicht war ...« ›Merkur‹

»Ein außergewöhnliches Lektüreerlebnis.« ›Zeit‹

»Ein großartiges Buch, von dem man nicht loskommt.« ›konkret‹

»... aus Henschels Buch [lässt] sich mehr und anderes über das Werden der Bundesrepublik erfahren als aus einem wissenschaftlichen Werk. Es gibt dem menschlichen Alltag eine Stimme – und das ist selten geworden in der Literatur.« Deutschlandfunk

»Eine deutsche Geschichte. En Detail.« ›Hamburger Morgenpost‹

»Gerhard Henschel ist mit seinem Familienroman, der in seinem Innern eine tragische Liebesgeschichte bewahrt, ein großer Wurf gelungen.« ›Frankfurter Rundschau‹ -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Über den Autor

Gerhard Henschel, geboren 1962, lebt als freier Schriftsteller in Hamburg. Er veröffentlichte Satiren, Sachbücher und Romane, darunter »Jahrhundert der Obszönität« (mit Eckhard Henscheid, 2000) und »Kindheitsroman« (2004). -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
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