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Frank Schulz ist so "stark beeindruckt" wie noch nie von Gerhard Henschel. Die Geschichte der "Liebenden" hat ihn "erschüttert", und das teilt sich zurückhaltend, aber eindringlich in den Zeilen seiner Rezension mit. Eine Zweisamkeit über Jahrzehnte, eine Geschichte von Hoffnung und ihrer Enttäuschung durch das Leben, vom Aufbegehren dagegen und von der Verzweiflung, erzählt in authentischen Briefen, die auch daran erinnern, "dass privatimes Schreiben einmal eine lebenswichtige Kommunikationsform gewesen ist". Unter anderem. Henschel, berichtet Schulz, hat mit "archivarischer Inbrunst" aus 120 Aktenordnern voller Korrespondenzen ausgewählt, hat stilistisch eingegriffen und gekürzt. Hat einen "ernsten", wunderbaren, traurigen Roman daraus gemacht. Boy meets Girl im Hannover des Jahres 1950, sie sind zuversichtlich, sie "rackern, ehren den Pfennig (...), bekommen vier Kinder, bauen ein Haus und leben von der Hoffnung auf bessere Zeiten". Dann müssen sie nicht mehr sparen, doch am Ende stehen sie "erneut vor Trümmern". Zwei Leben voller Briefe, "diskrete Liebesbriefe" und "verzweifelte Episteln" und Glück - "Glück, das immer woanders ist". Später. Und dann ist es zu spät. "Wie konnte das geschehen?, fragt man sich."
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Kurzbeschreibung
Der Verlag über das Buch
»Diese Schlossers! es ist wie bei einer Fernsehserie, die man seit Jahren verfolgt, oder wie bei Marcel Proust, den man sein Leben lang liest, ohne je an das Ende zu kommen, und wenn, müßte man gleich wieder von vorn anfangen, weil man dort vorn schon so lange nicht war ...« Merkur
»Ein außergewöhnliches Lektüreerlebnis.« Zeit
»Ein großartiges Buch, von dem man nicht loskommt.« konkret
»... aus Henschels Buch [lässt] sich mehr und anderes über das Werden der Bundesrepublik erfahren als aus einem wissenschaftlichen Werk. Es gibt dem menschlichen Alltag eine Stimme und das ist selten geworden in der Literatur.« Deutschlandfunk
»Eine deutsche Geschichte. En Detail.« Hamburger Morgenpost
»Gerhard Henschel ist mit seinem Familienroman, der in seinem Innern eine tragische Liebesgeschichte bewahrt, ein großer Wurf gelungen.« Frankfurter Rundschau -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.