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Die Liebe der Väter: Roman
 
 
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Die Liebe der Väter: Roman [Gebundene Ausgabe]

Thomas Hettche
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (20 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 224 Seiten
  • Verlag: Kiepenheuer & Witsch; Auflage: 1., Auflage (19. August 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3462041878
  • ISBN-13: 978-3462041873
  • Größe und/oder Gewicht: 19,4 x 12,4 x 2,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (20 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 161.448 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Thomas Hettche
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Die berührende Geschichte eines Vaters, der um seine Tochter kämpft.
Peter hat eine Tochter, aber das Sorgerecht für sie hat er nicht. Annika war zwei, als er und ihre Mutter sich trennten. Seitdem gerät jede elterliche Absprache zum Machtkampf um die inzwischen dreizehnjährige Annika. Ein Silvesterurlaub auf Sylt wird für Vater und Tochter zur entscheidenden Probe auf ihre Liebe.
Die Reise auf die Insel ist für den Verlagsvertreter Peter auch eine Rückkehr in Landschaften der Vergangenheit. Hier hat er die Sommer seiner Kindheit verbracht, als seine Mutter in einer Buchhandlung in Kampen arbeitete. Die Spaziergänge am Strand, die alte Kirche von Keitum, der Leuchtturm rufen Erinnerungen in ihm wach. Zum ersten Mal versucht er, seiner Tochter von sich zu erzählen. Er begegnet Susanne wieder, einer Freundin aus der Schulzeit, mittlerweile verheiratet und Mutter zweier Kinder. Und er muss erleben, dass er auf die Väter der scheinbar heilen Familien, die diese Ferien zusammen verbringen, wie ein Menetekel wirkt.
Es ist die Zeit zwischen den Jahren, die Rauhnächte, in denen Tiere sprechen können und die Tore der Geisterwelt offen stehen. "Die Wilde Jagd" tobt um das Ferienhaus auf der Düne, ein Wintersturm. Und in der Silvesternacht, zusammen mit Freunden im "Sansibar", steht plötzlich Peters gesamte Existenz auf dem Spiel. Atemlos folgt man seiner Stimme, die erzählt, was ihm geschieht - gegenwärtig, distanzlos, unmittelbar.
Dieser Roman über die Schwierigkeit, heute Vater zu sein, ist Thomas Hettches persönlichstes Buch. Meisterhaft gelingt es ihm, die Atmosphäre des winterlichen Sylt mit einem Familiendrama zu verbinden, in dem es um die eigene Vergangenheit geht, die persönliche Integrität und eine gemeinsame Zukunft.

Über den Autor

Thomas Hettche wurde 1964 geboren. Er studierte Germanistik und Philosophie und lebt in Frankfurt am Main. Bisher veröffentlichte er u. a. Ludwig muß sterben, Inkubation, NOX, den Venedig-Essay Animationen (1999) und zusammen mit Jana Hensel die Internet-Anthologie NULL (2000). Thomas Hettche war fünf Jahre Jury-Mitglied beim Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb in Klagenfurt. Er wurde u. a. mit dem Robert-Walser-Preis ausgezeichnet.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
28 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Mit vielen Vorschusslorbeeren bedacht ist jetzt das neue Buch über die Liebe der Väter von Thomas Hettche erschienen.

Wer nimmt sich heute schon öffentlich einsamer Väter an, die alle Rechte auf ihre Kinder nur mühsam und mit den Mitteln des Kampfes erreichen können?
Die Liebe der Väter ist das, was zählt, aber niemand scheint ihnen glauben, wenn sie sich nach ihren Kindern sehnen und den Kontakt zu ihnen pflegen wollen.
Thomas Hettche hat in einem sehr persönlichen Buch die Liebe eines Vaters zu seiner Tochter abgehandelt, die sich durch lange Trennungen schwierig und mühsam gestaltet.

Auf Sylt verbringt Peter die Tage zwischen den Jahren zusammen mit Freunden und deren Kindern. Dass Annika, seine Tochter, verschlossen, renitent und aufmüpfig ist, macht das Zusammensein nicht gerade leicht für ihn und seine Gastgeber. Annika ist etwa13 Jahre alt und lange Zeiten des Schreckens und des Kampfes liegen hinter ihr und ihrem Vater. Die Mutter wusste viele Male die Kontakte zu unterlaufen, wie das so viele Scheidungs- und Trennungskinder erleben.
Peter wird beschrieben als ein Tastender und Suchender bei seiner Annäherung an die störrische Tochter.
Zweifel an der wahren Vaterschaft behindern zudem das Glück für Peter, nun endlich einmal ein paar Tage am Stück mit der Tochter zu verbringen.

Gespräche zwischen den Erwachsenen berühren Themen, wie sie sich zwischen Paaren leicht ergeben, die mit ihrer jeweiligen Lebenssituation innerlich beschäftigt sind. Reflektierend und sensibel beschreibt Thomas Hettche die inneren Nöte und Kämpfe eines Mannes, der so gerne ein guter Vater wäre!
Hinter seiner Geschichte verbirgt sich ein Drama, das zeigt, wie schwer es Väter haben, wenn sie einmal aus dem Familienverbund, hier dem zwischen Mutter und Tochter, ausgeschieden sind. Nicht immer ist der Zusammenhalt von Töchtern und Müttern nur von Vorteil für die Kinder.

Fein, sensibel und höchst empfindsam geht der Autor Thomas Hettche das brisante Thema an. Die Insel Sylt mit ihrem besonderen Reiz für Bewohner und Liebhaber der Insel erfährt ebenso eine Hommage wie die Beziehungen zwischen Vätern und Töchtern! Ganz versteckt gibt es auch noch eine Liebeserklärung an den Buchhandel und das Lesen im besonderen, denn Peters Mutter pflegte in den Sommermonaten in einer kleinen Buchhandlung in Kampen auszuhelfen; der Protagonist ist selber auch im Buchhandel tätig.

Stimmungen und verfängliche Gefühle berühren tief die Seelen der Betroffenen. Unter Schmerzen finden Vater und Tochter zusammen, und unter Schmerzen müssen sie von einander lassen.

Ein ungewöhnlicher und sehr zu empfehlender Roman ist dem Autor gelungen. Er ist packend, realitätsnah und tiefenscharf in seinem Sujet. Höchste Anerkennung für Thomas Hettche!
War diese Rezension für Sie hilfreich?
12 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
streitbar 10. September 2010
Von Ben
Format:Gebundene Ausgabe
Inhalt:
Der Ich-Erzähler Peter hat vor 11 Jahren seine Lebensgefährtin und das gemeinsames Kind Annika (2 Jahre alt) im Streit verlassen, weil die beiden "mir nicht so wichtig waren, wie ich mir selbst". Danach hat Peter wenig Kontakt mit Annika gehabt und sein Leben ganz auf seinen Beruf und die Welt der Literatur (er ist Handlungsreisender eines Buchverlags) verlegt. Nun hat Peter die einmalige Gelegenheit einen Kurzurlaub mit Annika zu verbringen in den wenigen Tagen zwischen Weihnachten und Schulanfang im Neuen Jahr. Annika ist inzwischen 13 Jahre alt und steckt voll in der Pubertät. Doch die Vorzeichen für eine Annäherung zwischen Vater und Tochter stehen gut, denn Annika liebt ihren Vater, will mehr Kontakt zu ihm und ist bereit Fehler zu verzeihen. Der gesamte Roman handelt nun von diesen gemeinsamen Tagen auf Sylt, in denen Peter so ziemlich alles falsch macht, was man nur falsch machen kann. Deswegen enden die Tage auch im Einverständnis aller Beteiligten (einschl. Freunden und Urlaubsbekanntschaften) früher als vorgesehen und Peter bringt Annika wieder zurück zu ihrer Mutter.
Literarisch:
Dieser so bewegende Roman ist sprachlich wunderschön gemacht. Er steckt voller Metaphern, Symbolen und Gleichnissen. Oft dienen Naturbeschreibungen als Metapher für die Stimmung der Beteiligten. Literaturkritiker nennen das Werk schon jetzt ein Kleinod und er ist für den Deutschen Buchpreis nominiert. Ich habe ihn ganz schnell gelesen und fand ihn spannend.
Streitbar:
Hettche erzählt die Geschehnisse dieser Tage als Ich-Erzähler aus der sehr subjektiven Perspektive des Vaters. Wie andere Menschen über diesen Vater denken, erfährt der Leser aus den vielen Dialogen und Reaktionen von Freunden und Annika. Und diese Menschen beurteilen eben Vieles ganz anders als Peter. Diese Erzählweise ermöglicht es dem Leser sich eine eigene Meinung darüber zu bilden, ob Peter sich (in der zugegebener Maßen schwierigen Situation) wirklich klug und moralisch einwandfrei verhält. Mein persönliches Urteil über Peter fällt dabei viel negativer aus, als bei anderen Rezensenten. Peter ist in meinen Augen eine egomane und selbstsüchtige Persönlichkeit. Er tritt die Gefühle anderer Menschen mit Füßen, obwohl er sensibel genug ist, um zu spüren wie er dabei verletzt. Die Mutter Annikas verhält sich in meinen Augen wie eine typische Mutter, die von ihrem Partner in schwieriger Lebenssituation verlassen wird. Sie lebt in wirtschaftlicher Not und tut alles, um ihr Kind zu schützen. Natürlich reagiert sie eifersüchtig, wenn sich Annika dem Vater nähert, denn ihre Liebe zu Annika ist ehrlich und stark. Für Annika habe ich viel Mitgefühl. Wie jedes Kind wünscht sie sich, dass sich die Eltern wieder vertragen und sie will dass sich auch ihr Vater um sie kümmert und bemüht.
Manche Leser denken wohl anders als ich. Gerade deshalb finde ich das Buch wichtig und nenne es "streibar". Es ist ein Buch, das zu vielen kontroversen Gesprächen führen wird und vielleicht auch die Einstellung mancher Leser verändern wird ohne dass es eine Meinung aufnötigt. Das ist doch gut.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Eine Novelle im Romanmantel 24. Januar 2011
Von Th. Leibfried TOP 500 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe
"Die Liebe der Väter" schaffte es als zweites Buch von Thomas Hettche auf die Long List (20 Titel) des Deutschen Buchpreises. 2006 schaffte es sein Roman "Woraus wir gemacht sind" sogar auf die Short List, die letzten sechs Titel also. Er gehört zu den renommierten deutschen Gegenwartsautoren.

Der Roman "Die Liebe der Väter" gehört sowohl in punkto Komplexität und Umfang mit seinen gut 200 Seiten nicht gerade zu den herausfordernden Werken der jüngeren deutschen Literaturgeschichte. Beinahe bin ich geneigt zu sagen, dass das vorliegende Werk eher einen novellenartigen Charakter hat und weniger ein Roman ist. Da hilft es auch nicht, dass Verlage das verwendete Papier so aufblasen, wie Hettche übrigens im Roman selbst erwähnt, dass die Bücher im Umfang nach mehr aussehen als sie bieten können.

Hettche beschränkt sich auf die Schilderung einiger Tage um Silvester, die sein Protagonist Peter mit seiner unehelichen, dreizehnjährigen Tochter auf Sylt bei Freunden verbringt. Die Spannung der Beteiligten manifestiert sich in einer Ohrfeige, die der Vater der Tochter aus für die Anwesenden nicht nachvollziehbaren Gründen gibt. Erst im Nachhinein - die Ohrfeige ereignet sich nach etwas mehr als der Hälfte des Buches - löst Hettche deren Zustandekommen zur Gänze auf.

Hettche thematisiert die Schwierigkeiten von Vätern unehelicher Kinder, deren mangelnde Rechte und empfundene oder nicht empfundene Pflichten. Dies passiert scherenschnittartig, der Vater ist der Gute, die Mutter die Schlechte, die angeblichen Freunde wenden sich maßgeblich wegen einer Ohrfeige vom Protagonisten ab, eine Lifestyle-Frau, die das Unerreichbare für die Hauptfigur darstellt, betritt die Bühne. Auf gut 200 Seiten wäre allerdings auch kein Platz für mehr Differenzierung, für mehr Nuancen in der Charakterschilderung.

Nebenbei erwähnt sei, dass Peter im Literaturbetrieb tätig ist. Er ist Handlungsreisender in Sachen Bücher und sieht nicht nur das eigene Dasein als Vater dahin rinnen, sondern auch die Grundlage seiner beruflichen Existenz: das Buch. Wie viele Autoren besonders in der deutschsprachigen Literatur greift Hettche den Literaturbetrieb als Sujet in einem eigenen Werk auf. Der Stoff scheint die Autoren nachvollziehbarerweise zu beschäftigen, dominiert doch das Schreiben bei den meisten Autoren das gesamte Leben.

Insgesamt jedoch möchte ich der Sprache Hettches und dem aufgegriffenen Thema und seiner Verarbeitung vier Sterne geben, auch wenn das Buch keinen Sog auf mich ausgewirkt hat wie andere Romane. Aus meiner Sicht hätte Hettche daraus aber mehr machen können, dann reicht's bald auch wieder für die Short List des Deutschen Buchpreises oder gar für den Preis selbst. Schreiben kann er.
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die Liebe der Väter
Dieser Roman ist zur besseren Verkäuflichkeit mit einer Teentochter ausgedacht worden.

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Vor 19 Monaten von Wortwelten veröffentlicht
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