Als Natalja längere Zeit nichts mehr von ihrem Verlobten Oleg hört, reist sie ihm nach St. Petersburg nach. Sie sucht Andrej auf, dessen Namen Oleg ihr manches Mal genannt hat, um ihn nach Oleg zu befragen. Als sie sein Haus aufsucht, hält Andrej sie allerdings für ein leichtes Mädchen, das auf seine Bestellung gekommen ist. Als er seinen peinlichen Irrtum erkennt, rät er - wie auch andere - Natalja ab, auch nur einen weiteren Gedanken an Oleg zu verschwenden. Er selbst war ebenfalls in Olegs Geschäfte verwickelt, und gerät nun, da man Nataljas wegen auf ihn aufmerksam wird, in Schwierigkeiten. Natalja dagegen, die ihren Plan, den in ihren Augen unschuldigen Oleg zu retten, nicht aufgibt, mietet mehr dickköpfig als lebensklug eine Kutsche und Diener, die sie nach Sibirien bringen soll. Schließlich wird sie von den Dienern beraubt und einfach mitten im Nichts ausgesetzt. Zum Glück trifft sie jedoch Andrej, der ebenfalls unterwegs zu Oleg und dem verschwundenen Gold ist. Und nun geraten sie von einem - manchmal sehr gefährlichen - Abenteuer zum nächsten.
Mir haben besonders die Szenen zwischen Andrej und Natascha sehr gut gefallen und es hat mich immer amüsiert, wie gerissen sich die kleine Adelige manchmal anstellte, um Andrej dazu zu bekommen, ihr zu helfen. Dieser sieht das Unheil jedes Mal auf sich zukommen, und tappt doch hinein, einfach weil er so von ihr bezaubert und angezogen wird. Sie fühlt die Anziehung ebenfalls stark, hängt sich jedoch immer noch an ihre Treue zu Oleg und ihre Vorurteile Andrej gegenüber - die ja auch nicht ganz unberechtigt sind. Beide Figuren wurden nicht schwarz/weiß gezeichnet, und besonders Andrej ist nicht immer der strahlende Held, sondern hat schon einiges auf dem Kerbholz. Da macht es ihn aber nur sympathischer, wie sehr er auf Natascha achtet und sie beschützt. Mir hat das Buch aber auch wegen des Settings gefallen - ich habe beim Lesen Russland, das Land, die Leute, dieses gewisse Flair richtig spüren können.