Kurzbeschreibung
Zu einem erotischen Abenteuer verführt der Schweizer Autor Juerg Kilchherr in seinem ersten Roman „Die Liebe zu dritt“. Der Buchtitel lässt keine Missverständnisse zu: Der Schweizer Kunstmaler Gustav, der Stierkämpfer Juan und die Politjournalistin Antonia geniessen zusammen die Liebe und das Leben. Auf ihrer Reise durch Spanien, der Schweiz, Sizilien und Sri Lanka prallt die Leidenschaft immer wieder an die Grenze der gesellschaftlichen Vorstellung von einer Zweierbeziehung. Vor dem Hintergrund des aufkeimenden Terrorismus in Europa und speziell in Spanien durch Al Kaida beschleunigt sich die ohnehin dichte Romanhandlung. Politik und Erotik erfahren eine bemerkenswerte Themenzusammenführung, die zweifacher Spiegel ist: Sie reflektiert das junge politische 21. Jahrhundert und wirft die Frage nach der geschlechtlichen Identität auf. Juan sinniert über sein Rollenverständnis als bisexueller Mann, Antonias Lebensentwurf sieht keine Kinder und keine verpflichtende Beziehung vor, nur Karriere. Die Krise des Paares nutzt Gustav zu seinen Gunsten aus. Juerg Kilchherr nimmt in seinem erotisch-politischen Roman den üblichen geschlechtsspezifischen Verhaltensmustern die Maske ab, zeigt intime Männerfreundschaften und Verletzlichkeit. Ein voyeuristischer Blick, der weiblichen wie männlichen Lesern Vergnügen bereitet, bleibt nicht aus. In detailfreudiger Sprache hält der Autor, was die Kapitelüberschriften ankündigen - sei es „Die erste Versuchung“, die Leidenschaft oder „Die Liebe zu dritt.“.