Aus der Amazon.de-Redaktion
Der 35-jährige Sänger und Songwriter aus Mannheim hat in der Vergangenheit bereits mehrmals sein Talent für Liebeslieder jenseits aller oberflächlichen Klischees unter Beweiß gestellt. Und damit fährt er auch auf
Die Liebe zum Detail weiter fort. Was eigentlich keine besondere Überraschung ist, denn im Leben von Laith Al-Deen hat sich seit seinem letzten Album
Die Frage wie eine Menge verändert. Er hat im letzten Jahr die Frau seines Lebens kennen gelernt und war bei der Produktion entsprechend motiviert. Auch wenn sich beileibe nicht alle neuen Songs nur um das Thema Liebe drehen, ist die überaus positiven Grundstimmung der Platte doch unüberhörbar. , Laith Al-Deen versteht es aber immer noch perfekt, sich als nachdenklicher Melancholiker zu inszenieren. Mit
Die Liebe zum Detail hat er sich musikalisch wieder freigeschwommen und liefert eines der besten Werke seine Karriere ab. Nach dem letzten Album hat er bewusst eine Pause eingelegt, um der ewigen Wiederkehr des Arbeitskreislaufes Albumproduktion/Promotion/Tournee zu entkommen. Die längere Auszeit hat ihm hörbar gut getan. Das Verhältnis zu seinem Produzententeam Schallbau ist nach wie vor bestens, auch wenn diesmal seine Liveband Schlagzeuger Dave Mette und Gitarrist Ole Rausch mehr in den Aufnahmeprozess integriert war als je zuvor. Immerhin fünf Songs aus diesen Sessions haben den Weg auf das neue Album gefunden, darunter wunderbare Kompositionen wie Es wird nicht leicht sein und Hinter Dir, was dafür sorgt, das die Klangfarbe dieser Platte sich von den Vorgängerwerken deutlich unterschiedet. Doch es gibt noch immer genug typische Laith Al-Deen-Nummern auf
Die Liebe zum Detail zu hören, wie zum Beispiel das behutsam mit Streicher- und Piano-Sounds ummantelte Worum es dir geht oder die ansteckend optimistische Midtempo-Hymne Ganz nah.
--Norbert Schiegl
Kurzbeschreibung
Die Liebe ist das zentrale Thema der neuen Songs. Denn Laith ist schwer verliebt. Man sieht es in seinem Gesicht, wenn er spricht. Man hört es an der Art und Weise, wie er von seinen neuen Songs schwärmt. Und man spürt es in jeder Textzeile dieses Albums.
Das kommt davon, wenn man Pause macht. Ein Jahr ohne Tour, und schon hat der König des Schmusepop von seiner eigenen Medizin genascht. Effekt: rettungslos verliebt, Traualtar inklusive. Da kann man ja nur Liebeslieder produzieren. Ramsch und Experimente wurden en masse aussortiert, was eine saubere, professionelle Scheibe ergibt, die Respekt abringt. An der Soulstimme gibt es eh wenig zu rütteln, da kann sich Naidoo gleich verstecken, obgleich etwa "Es wird nicht leicht sein" wie ein Xavier-Abklatsch klingt. Wer auf einer ähnlichen Wolke schwebt, kann sicher gar nicht genug bekommen von dieser "Keine wie Du"-Hypnose. Für alle anderen armen Menschen ist das ein bisschen viel Mainstreamglück. Musikalisch hält sich Al-Deen an Altbewährtes, wechselt zwischen sparsam Instrumentiertem und Synthiebombast oder Geigenrefrain, rockt mal hymnisch, groovt sommerlich und macht nicht wirklich was falsch. Doch es sprühen zu wenige Funken. Höhepunkte der Risikofreude: ein paar Bläser, ein witziger Nachsatz oder der wirklich gelungene Track "Federleicht". Da ahnt man mitten in der Romantik schon das abgekühlte, verantwortungsbewusste Ehegespons mit Beamer im Wohnzimmer. (gs)
kulturnews.de
Der Künstler über die CD
"Als ich letzten Sommer aus meinem Urlaub aus den USA zurückkam, habe ich drei Wochen lang ununterbrochen nur Liebeslieder geschrieben", erzählt der 35-jährige Sänger und Songwriter. Der Grund: In den Vereinigten Staaten traf der Mannheimer jene Frau (wieder), die er in diesem Jahr heiraten wird... „Gottseidank habe ich mehr als die Hälfte der Songs von damals gleich wieder verworfen“, schmunzelt er, „es war irgendwann einfach unerträglich“. Geblieben von der damaligen Komplett-Euphorisierung ist allerdings die allgemeine emotionale Ausrichtung des Albums. „Persönlich Gefühle bzw. das Thema Liebe regieren die Platte definitiv“, erklärt Laith. „Es ist tatsächlich dieses Mal mehr ein ‚Regieren’ als ein ‚Durchfühlen’, wie das vielleicht bei meinen früheren Alben der Fall war.“
Biographie der Mitwirkenden
Das letzte Album liegt mittlerweile fast zwei Jahre zurück: Mit seinem vierten Studioalbum „Die Frage wie“, das sich auf Platz drei der deutschen Charts platzierte und u.a. die Hitsingle „Leb den Tag“ enthalten hatte, brachte Laith Al-Deen eine Lebens- bzw. Karrierephase zum Abschluss, die vom ununterbrochenen und ständig wiederkehrenden Arbeitskreislauf Albumproduktion - Promotion - Tournee - Albumproduktion… dominiert war. „Ich wollte nach der Tour zu ‚Die Frage wie’ ganz bewusst einen Cut machen“, erinnert sich Laith. „Gerade auch, was das Live-Spielen angeht. Man kommt irgendwann an einem Punkt, da denkt man: ‚Moment – bin ich hier nicht erst vor drei Wochen aufgetreten?’ Eine längere Pause war da einfach dringend notwendig.“ Die erste Auszeit seit dem Jahre 2000 nutzte er - abgesehen von einem längeren Urlaub - v.a. für ausführliche „Schreibphasen“, in denen er sich u.a. den Luxus gönnte, musikalisch gewagte Ausflüge in experimentelle oder auch extrem poppige Gefilde zu unternehmen. „Manche der Sachen waren so poppig, dass ich mich selbst ein bisschen dafür schäme“, grinst er. Allzu große Neugier auf die Laith’schen Streifzüge durch die bunte Welt der Musikgenres kann man sich derweil getrost sparen - die Demos aus jener Zeit bleiben unter strengem Verschluss im Hause Al-Deen, oder wurden bereits zum größten Teil wieder vernichtet. Einziger offizieller Output der vergangenen zwei Jahre: Das Stück „Sonnenschein“, das Laith Al-Deen gemeinsam mit Yvonne Catterfeld für ihr Album „Aura“ schrieb und die Komposition „No Ordinary Love“, die auf dem Album des „Deutschland sucht den Superstar“-Teilnehmers Mike Leon Grosch zu finden ist.
Im Oktober 2006 fand sich Al-Deen schließlich wieder mit seinem bewährten Schallbau-Team zusammen, um die Arbeiten am fünften Studioalbum zu beginnen – ein Prozess, den der Sänger und Songwriter im Frühjahr 2007 wie folgt beschreibt: „Wir sind losgelaufen, irgendwie angekommen, haben uns verirrt, einige Schritte nach links und rechts gemacht, um dann letzten Endes wieder auf den richtigen Weg zu gelangen“. Einige der „Verirrungen“ sind u.a. dem Versuch geschuldet, Laith Al-Deens Musik cooler, kantiger oder auch flapsiger zu machen. „Das hat aber ganz einfach nicht zu mir gepasst“, weiß Al-Deen heute. „Es gibt Kanten, die will ich gar nicht haben - es ist ja auch schlecht möglich, eine Revolution vom Zaun zu brechen, wenn man das ganze Jahr verliebt ist.“