Dieses Buch ist in meinem Bücherregal so ziemlich der einzige Vertreter der klassischen „Heroic-Fantasy“ und stammt ursprünglich aus einer Spezialreihe namens "Die Meister der Fantasy", wo zu einem Vorzugspreis Bestseller von bekannten Autoren im Hardcover verkauft wurden. Das ich mich über den Kauf noch heute sehr ärgere liegt zum einen Teil an der Qualität. Zum anderen daran, dass es ein Werk nach dem berühmten Schema F ist. Vielleicht wäre das alles nur halb so schlimm, wenn die Druckschrift nicht so unsauber und klein wäre. Allein das nimmt schon den Spaß am Lesen, obwohl der Umschlag sehr hübsch ist.
Die Geschichte ist vor allem eins: Stereotyp. Die Charaktere sind stereotyp, die Elemente sind stereotyp, alles ist stereotyp. Und so etwas gefällt mir ganz und gar nicht. Dabei ist der Anfang ganz Erfolg versprechend. Wir erfahren vom Schäfer Silas, der Geschichten von den Alten in einer Hütte hört. Die Legende vom sagenumwobenen Thalis, zu dem ein rätselhaftes Mädchen mit dem Namen Lia der Schlüssel ist. Doch der im Krieg verwaiste Königssohn Klut muss sie erst finden. Sorgenfrei aufgewachsen, sieht er die Gefahr längst nicht so klar, wie andere. Der Vater im Krieg hinterrücks ermordet, beginnt für den armen Jungen eine Flucht auf Leben und Tot. Erst eine Gruppe von Meisterdieben schafft es, ihm vom sicheren Tod zu retten.
Wie entsetzlich lange der ganze Tathergang braucht, glaubt man gar nicht. Es ist einfach zuviel, obwohl es gar nicht einmal so viel Inhalt ist. Die Erzählkunst ist einfach nur langatmig und wenig ansprechend, eine gewisse „Action“ habe ich beim Lesen so gut wie nie empfunden, weshalb es mir äußerst schwer viel es überhaupt zu Ende zu bringen. Zumindest weiß ich nun, wessen ich Bücher ich nicht mehr lesen werde.
Fazit: Nur für wahre Fans der stereotypen Fantasy, denen es nicht graut, wenn sie sich schon alles vorher denken können und die sich auch absolut nicht von einer recht langweiligen Erzählweise abschrecken lassen.